Imkerei

Liebe/-r Experte/-in,
ich bin kein Imker aber mich würde mal brennend
interessieren, nach welchen
Kriterien ein Honig einer bestimmten Pflanze zugeordnet
werden kann (z.B. Akazienhonig o.ä.). Wie viele solcher
Pflanzen müssen dann in der Nähe dieser Völker stehen?
Und könnte man zum Beispiel eine „Plantage“ aus einer
bestimmten Blumensorte pflanzen und dann dort
Bienenvölker aufstellen und würde dann der Honig nur nach
dieser Blume schmecken? Wie groß müßte dann so eine
„Plantage“ sein? Und wieviele Völker kann man dann dort
unterbringen, damit die auch genug „zu Fressen“ haben?
Vielen Dank im voraus.
Beste Grüße
Dietmar Engl

Bei Honig wird z.B. anhand der im Honig vorhanden Pollen ausgerechnet wie viele Prozent einer Sorte in der gesamten Honig vorhaben sind. Von einen Sortenhonig wird erst dann gesprochen wenn der überwiegende Teil (50 %) von dieser Trachtpflanze stammt. Einige ausnahmen gibt es auch. Bei Rapshonig muß der Anteil sogar über 60% liegen. Bei Tautrachthonigen, wie z.B. Kastanien oder Weißtannenhonig werden die Tauanteile meist analysiert. Dies geschieht häufig in der Form von ermittlung von Schlackenanteilen ( Mineralstoffen)

Für die weitere Beantwortung muß ich etwas weiter ausholen. Ein Bienenvolk kann in der Hochsaison bis zu 100.000 Exemplare haben. Wohl gemerkt ein einziges Bienvolk. Ganz normal sind aber Volkstsärken von bis zu 30.000 bis 40.000 Bienen. Bienen bevorzugen Trachten bei den Sie mit möglichst geringerem Arbeitsaufwand die größtmögliche Ausbeute erreichen können. Deshalb ist ein bloßes Anpflanzen irgendeiner Pflanze wenig aussichtsreich. Gute Trachtpflanzen sind z.B. Raps oder Pfahzelia. Auch benötigten Bienen Blütenpollen zum überlegen, und im Frühjahr Wasser. Bei Raps können durch den Einsatz von Bienen die erträge um bis zu 70 % gesteigert werden. Bei Birnen um bis zu 200 bis 300 %. Selbst bei der Kartoffelpflanze würde ein Bieneneinsatz eine Ertragsteigerung von bis zu 30% bringen. Es sollten nicht zu viele Bienen auf eien Haufen aufgestellt werden. Ein Standort ist mit 20 bis 30 Bienvölkern reichlich bestückt. Als Fausregel würde ich z.B bei der Rapsblüte höchsttens 1 bis 2 Völker pro Hektar planen. Beachte: Bei guten Trachtpflanzen könnens mehr sein bei, schwachen sollten es deutlich weniger sein. Monokulturen sind nichts duerhaftes für Bienen. Auch fliegt die Biene erst bei relativ hohen Tempertauren ab mind 10Grad aufwärts. Die nächsten Verwanten der Biene, die Hummel fliegt auch schon bei Tempetrraturen knapp über 0 Grad. Hummeln erzeugen übrigens auch Honig, der aber eventuell Giftig sein kann. Ausserdem fängt im Frühjahr eine Hummelkönigin alleine an im Frühjahr ihr nest zu bauen. Während die Biene da schon ein Volkstärke von mindestens 10.000 Induvidien erreicht hat. Alles etwa zur Zeit der Obstblüte. Ein Hummelvolk erreicht höchstens eine Volksstärke von maximal 800 bis 1000 Exemplaren. Überwintern tut nur die Königin dabei. Bei den Bienen dagegen das ganze Volk.

Ein Bienenvolk fliegt etwa bis zu 2,5 bis zu 3 km weit von Ihrem Stock. Nur ist der Weg weiter verbraucht die Biene mehr vom Pflanzenetar bis zum Stock als Treibstoff. Ergenis: weite wege = geringer Nektareintrag

Und noch eines ein Honig kann gravierend anderes schmecken als die Blume geduftet hat. Pfazellia Honig schmeckt zum beispiel leicht Bitter. Auch sagt man unterschiedlichen Honigsorten unterschiedliche Wirkungen nach.

Ein Bienenvolk erzeugt auch Propolis / Kittharz. Die ist das höcht wirksame bekannteste naürliche Antibiotika der ganzen Welt. 2 % der Bevölkerung regieren allerdings allergiscgh darauf. Aber dieses Antibotika ist EXTREM GUT!!!

Blütenpolen und Bienenbrot kann auch noch gewohnen werden. Blütenpollen steigern die Vitalität und ist auch zudem ein gut wirksames Potenzmittel. Zudem findet eine Immunisierung von Innen statt. Ein Allergiger gegen Raps kann z.B. sein Beschwerden sehr deutlich reduzueren indem er ein halbes Jahr vor der Blüte jeden Tag mindesten ein beseser moergens und Abens einen Teelöffel Rapshonig zu sich nimmt. Die Berichte sind da sehr eindeutig posetiv. Auch für bestimmte andere zahlreiche Erkrangungen sind spezielle Honigsorten gut. Die hier zu erläutern sprengt aber defenitiv den Rahmen.

Auch sollte überlegt werden welche Bienen angeschafft werden sollen. Hier verbreitet ist dir melifera Carnica Biene. Die tratidionelle Biene die hier Jahrhunderte Jahre natürlich gelebt hat, wird nur noch in Österreich und in Norwegen gezüchtet ( Melifera melifera melifera, Ist kein Schreibfehler)

Vereinzelt trifft man hier auch noch ganz selten die Mittelmeer Biene Melifera Ligusta an.

Über vor Nachteile, oder stärken und schwächen möchte ich mich jetzt lieber nicht auslassen, das wäre Abendfüllend.

Das Problem bei den Bienen ist eine Ausreichende versorgung mit Blumen oder Trachtpflanzen über gesammte Wachstumsjahr. Monokulturen sind schlecht für Bienen. Genmanipulierte Pflanzen oft Tödlich für Bienen. Und Neue Spritzmittel oft ebenso tödlich für Bienenen. Auch wenn viele was anderes sagen. Man sollte sich dabei vor augen halten wer die Tauglichkeitsstudien bezahlt. Hier wir vieles schön geredet. Der Imker ist oft der Dumme.

Eingeschleppte Parasiten und Krankheiten erschweren das Immkerleben massiv. Grundregeln sind hier zu erlernenam besten von erfahren Imkern.

Auch gibt es unterschiedliche Imkertechnicken. je nach dem wohin ich die „Kraft“ der Bienen steuern möchte. In z.B. Bienenvolk Nachzucht, Honigerträge oder Wabenbau. Auch ist z.B. die Heideimkerei eine besondere Technik.

Und noch etwas: Ich persönlich würde die Imkerei nur noch aus einen eigen kleinen Imkerhaus betreiben, oder dierekt bei mir am Grundstück. Die angeblich so werten Imkerkolegen, oftmals viele ältere Semester haben nichts besseres zu tun als regelmäßig bei Neuen / Anfängern, in den Bienen rum zu wühlen. Dabei stören Sie die Bienen und machen ach manchesmal etwas kaputt. Und das ist bei mir recht häufig vorgekommen, ohne das ich das genehmigt hatte. Auch diebstahl kann zum Problem werden.

Der Landes Imkerverband sollte für Fragen über die eigene Imkerei die erste Wahl sein.Der gesunde Menschenverstand sollte aber angeschaltet bleiben! Aber ansonsten würde ich mich aber bei den oft monatlichen Versammlungen sogut wie in Stillschweigen hüllen, und einfach zuhören. Keinesfalls dort irgendwem den Standort der eigenen Bienen verraten. Nur der Meldepflicht würde ich noch nachkommen.

Bei weiteren Fragen bitte noch mal nachfragen. Ich hoffe ich konnte etwas weiter helfen.

Es grüßt Andreas Busse

Hallo Herr Engl,
Bienen sind „blütenstet“, d.h. wenn sie sich einmal auf eine Blüte eingeflogen haben, dann bleiben sie dabei, solange es davon gibt. Und Bienen fliegen nicht unnötig. Solange also eine Tracht- (Nektar-)quelle in der Nähe ist, werden sie dorthin fliegen. Wenn also alle Bienen (was aber trotzdem selten der Fall ist), an eine Trachtquelle fliegen, dann gibt es Honig von dieser Sorte. Sortenhonig heißt nur, dass mehr als 52 % dieses Nektares in dem Honig sein müssen. Wenn man sich nicht sicher ist, aber Sortenhonig verkaufen möchte, dann kann man den an verschiedenen Bienen-Instituten auf seine Herkunft untersuchen lassen.
Selbstverständlich könnte man an eine Plantage aussäen und dort Bienenvölker aufstellen. Ist ja nicht so viel anders, wenn Imker Bienen am Raps aufstellen. Wieviel das sein muss, kann ich ihnen nicht sagen, weil der Nektargehalt jeder Blütensorte unterschiedlich ist und auch vom Wetter abhängt.

Viele Grüße
Sabine Graf

Da bin ich nicht der beste Ansprechpartner, da ich noch nie „sortenreinen“ Honig erzeugt habe, aber meines Wissens gibt es in Deutschland Lebensmittelgesetzte, in denen ziemlich streg geregelt ist, wann ein Honig unter welchem Namen verkauft werden darf. Er muß zu einem bestimmten Prozentsatz aus Nektar der entsprechenden Pflanze erzeugt sein - der genaue Prozentsatz ist wohl bei den Honigsorten wieder unterschiedlich. Woraus ein Honig entstanden ist kann man übrigens an den Pollenkörnern erkennen, die (als Verunreinigung) darin enthalten sind. Unter dem Mikroskop kann man (wenn man sich auskennt) erkennen, von welcher Pflanze die die Pollenkörner stammen. Duch Abzählen und Ermittlung des Prozentsatzes kann man schlußfolgern, woraus der Honig entstanden ist.

Prinzipiell kann man natürlich (reinen) Honig aus einer beliebigen nektarerzeugenden Pflanze erzeugen. Vieviel von der entsprechenden Pflanze notwendig ist hängt davon ab, vieviel Nektar sie erzeugt (und ggf. welche anderen Pflanzen in der Nähe sind), und das kann je nach Pflanzenart, aber auch je nach dem Wetter stark variieren. Ich glaube da kann man kaum pauschal eine „Plantagengröße“ angeben.

Lieber Herr Busse,
das war ja mal eine gleichsam umfassende und auch
verständliche Auskunft! Sehr sehr herzlichen Dank
dafür.
Ich wünsche Ihnen, trotz der erlittenen Schäden,
weiterhin viel Spaß bei der Imkerei.
Nochmal vielen Dank und Ihnen eine gute Zeit.
Mit den besten Grüßen
Dietmar Engl

Hallo Frau Graf,
ganz herzlichen Dank für diese fachkundige Antwort. Jetzt
„sehe ich schon etwas klarer“.
Viel Spaß noch mit der Imkerei.
Nochmal besten Dank und ebensolche Grüße
Dietmar Engl

Lieber Herr Langhammer, vielen Dank für Ihre Antwort.
Damit weiß ich nun schon ein Stückchen mehr und den Rest
werde ich auch noch herausfinden. :wink:
Mit den besten Grüßen
Dietmar Engl

Hallo Herr Engl,
Ich habe 24 Jahre im Norden Schleswig-Holsteins geimkert.Dann musste ich leider wegen einer Krankheit diese schöne Tätigkeit aufgeben.Ich war aber kein Berufsimker. Jetzt zu Ihrer Frage,wir bei uns hier oben im Norden haben hauptsächlich unsere Bienen in die Rapsblüte gebracht.Wir haben dann auf ca.1 ha Raps-Schlag 3-4 Völker auf gestellt.die Biene hat ein Flugradius von ca 3 km. Der moderne Bauer hat uns dann auch erlaubt die Bienen direkt in den Raps zustellen.Er weis genau das seine Ernte durch die Zuverlässige Bstäubung reicher ausfällt. Nur sich auf den Wind zu verlassen ist ein Glücksspiel.Ich bin jetzt nur noch beratend tätig bei Jungimkern. Eine sehr schöne Aufgabe.Ich hoffe Ihre Frage einigermaßen beantwortet zu haben.
Mit freundlichen Grüssen Matthias Asmussen

Lieber Herr Asmussen,
vielen Dank für Ihre Antwort, jetzt weiß ich schon wieder
etwas mehr.
Ihnen eine gute Zeit.
Mit den besten Grüßen
Dietmar Engl