Immanenzerfahrung

was bedeutet „Transzendierung von Immanenzerfahrung“?

was bedeutet „Transzendierung von
Immanenzerfahrung“?

hi christian,
ich weiß zwar jetzt schon, dass meine angaben gewiss korrektur- und ergänzungsbedürftig sind, aber trotzdem geb ich dir ein bisschen von meinem halbscharfen senf… :wink:

immanenz und transzendenz sind gegenbegriffe z.b. von gottesvorstellungen. ein immanenter gott wohnt dieser welt inne, tritt auf, handelt, läuft auf der erde rum… [z.b. die griech. götter]. ein transzendenter gott dagegen steht über der welt, lässt sich nicht blicken, thront fern der menschheit über allem…

wenn sich dein zitat also auf gottesvorstellungen bezieht, dann tippe ich, dass sich eine solche gottesvorstellung von einem immanenten zu einem transzendenten gott gewandelt hat.

gruß
jonas
PS: bitte doch mal die leute vom Geisteswissenschaften-brett, sich deine frage hier anzuschauen (poste die frage nicht erneut, sondern verweise nach hierher!)
jo

Ist Gott drinnen oder draußen?
Hallo Jonas,

immanenz und transzendenz sind
gegenbegriffe z.b. von
gottesvorstellungen. ein immanenter gott
wohnt dieser welt inne, tritt auf,
handelt, läuft auf der erde rum… [z.b.
die griech. götter]. ein transzendenter
gott dagegen steht über der welt, lässt
sich nicht blicken, thront fern der
menschheit über allem…

Hallo Jonas,
da du dich mit der Frage offenbar auskennst, interessiert mich folgendes: wir können heute im zeitalter der Raumfahrt)nicht mehr gut glauben, dass Gott „im Himmel“ wohnt oder sonst an einem physischen Ort außerhalb der Erde (diese als Planet betrachtet). Und in gewisser 'weise scheint Gott auch ja auch immanent zu sein, insofern, als er uns z.B. hört, wenn wir lautlose beten - wir brauchen kein Megafon, mit dem wir so laut brüllen, dass er uns im Himmel hört. Wie löst man das Problem, dass es einen Gott „außerhalb“ nicht gut geben kann, heutzutage? Denn mit einer Immanenz im Sinne der griechischen Götter können wir ja auch nicht viel anfangen.
gruß,
bb

wir können heute im zeitalter der
Raumfahrt)nicht mehr gut glauben, dass
Gott „im Himmel“ wohnt oder sonst an
einem physischen Ort außerhalb der Erde

Hallo,
ich denke da muß es sicher auch noch eine dritte Art neben immanenz und trandesenz geben: die Therorie, wonach Gott „in allem“ ist, oder auch in anderen Sphären oder Dimensionen, in „Welten“, die sich der wissenschaftlichen Forschung noch entziehen.
So nach dem Beispiel der Wald ist Natur, obwohl man Natur nicht fassen, messen oder beweisen kann (vielleicht hinkender Vergleich, aber so ähnlich kann man sichs vorstellen).

hi!
ich kenn mich nicht gut mit theorien aus, aber hab die begriffe schon mal gehört.

das, was du beschreibst (gott steckt in allen details der welt), nennt man pantheismus.

gruß
jonas

hallo barbara,
wie in der antwort auf didi gesagt, von theorien hab ich keinen schimmer, nur mal die begriffe erklärt bekommen.

wir können heute im zeitalter der
Raumfahrt)nicht mehr gut glauben, dass
Gott „im Himmel“ wohnt oder sonst an
einem physischen Ort außerhalb der Erde
(diese als Planet betrachtet). Und in
gewisser 'weise scheint Gott auch ja auch
immanent zu sein, insofern, als er uns
z.B. hört, wenn wir lautlose beten - wir
brauchen kein Megafon, mit dem wir so
laut brüllen, dass er uns im Himmel hört.
Wie löst man das Problem, dass es einen
Gott „außerhalb“ nicht gut geben kann,
heutzutage? Denn mit einer Immanenz im
Sinne der griechischen Götter können wir
ja auch nicht viel anfangen.
gruß,
bb

ich weiß nciht, ob die begriffe auf moderne religionen noch angewandt werden. wenn ja, dann in dem sinne, ob geglaubt wird, dass die göttliche macht (oder eine göttliche person) sich in der welt offenbaren würde. im christentum wird ja kaum davon ausgegangen (im praktischen, täglichen glauben), dass gott irgendwo in der welt rumläuft. das kommt erst wieder zum jüngsten gericht, wenn ich recht informiert bin. in anderen religionen sind übernatürliche mächte viel ungenierter und offener am werk - so der glaube.
transzendenz meint meines bescheidenen erachtens nach auch nicht, dass gott irgendwo im all auf einem sternennebel hockt, sondern dass er unsere physische welt transzendiert = darüber hinausgeht. ein transzendenter gott ist nicht räumlich, körperlich. wenn du dir nun vorstellst, dass er in unseren herzen sitzt oder in jedem stein und baum etc, dann ist das glaub ich schon nicht mehr transzendent.

ja, wo gott wohnt, das ist so eine frage. die alten mythologischen kosmologien faszinieren mich; midgard, asgard, utgard o.ä. aber wo willst du gott heute unterbringen? die wenigsten (christen) werden sich heute noch ihren gott körperhaft vorstellen. gott ist nach häufiger europäischer sicht eine art energie, die in allen dingen lebt, die welt durchschwebt, durchwebt, durchwirkt. eine kraft, die im glauben steckt, in dir, in deinen taten. etwas, dass sich in den beziehungen der wesen untereinander ausdrückt - aber nicht selbst auf die welt kommt, um menschen im trojanischen krieg beizustehen oder ein paar unschuldige mädels zu verführen, wie es noch bei den hellenen vorkam.
was sollte gott im weltall? darauf warten, dass die nasa ihn doch findet? dass die russen zu ihm fliegen? dass seine energie angezapft wird? ein gott im weltall wäre in unserer heutigen technik-gesellschaft auch schon eine form der immanenz, oder?
grüße
jonas

Hallo Jonas,

es gibt einen mathematischen Ansatz der davon ausgeht, das höherdimensionale Räume in den niederdimensionalen Räumen inhärent gefaltet sind. Konkret heißt das, ein fünf-dimensionaler Raum zeigt sich in einem drei-dimnensionalen Raum auch nur drei-dimensional und die anderen beiden Ebenen liegen gefaltet in den drei Ebenen.
Aber es gibt ja auch noch die Möglichkeit Gott in Paralleluniversen unterzubringen.

Noch viel Spaß bei der Suche nach dem verstecketen Gott wünscht Euch

Tzadkiel

Hallo Tzadkiel,

es gibt einen mathematischen Ansatz der
davon ausgeht, das höherdimensionale
Räume in den niederdimensionalen Räumen
inhärent gefaltet sind. Konkret heißt
das, ein fünf-dimensionaler Raum zeigt
sich in einem drei-dimnensionalen Raum
auch nur drei-dimensional und die anderen
beiden Ebenen liegen gefaltet in den drei
Ebenen.

Ja, genauso stell ich mir das vor, obwohl mir die mathematischen begriffe fremd waren. Kennst du MC Eschers „Zauberspiegel“, wo eine zweidimensionale Hand sich als dreidimensionale zeichnet (wobei die als Zeichnung auch wieder nur zweidimensional ist).
bb
wenn

Hallo Jonas,
„Du sollst dir kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde“(Dtn5,8 vgl.Ex 20,4). Das Verbot des Kultbildes in Israel bringt zum Ausdruck, was der Theologe Bernhard Welte im 20.Jh. mit der Formel „Gott der ganz Andere“ umschreibt: Jede Vorstellung von Gott-und sei es auch nur ein Wort, ein Begriff-muss berücksichtigen, dass Gott sich jedem Zugriff entzieht, da Gott als Schöpfer auch dem Denken seiner Geschöpfe überlegen ist.Gott ist immer wieder anders; er begegnet und immer wieder neu und überraschend…
Ich hoffe ich konnte dir bei deiner Suche nach Gott ein wenig helfen!!
Gruß, Silvia

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