Hallo,
Kennt ihr das?
Ich erlebe in den letzten Wochen ein komisches Phänomen an mir.
Ich schaue immer auf die Uhr, habe keine Geduld, will immer weg. Es ist egal ob es ne Party ist, ich einen Freund besuche, mich mit Freunden oder Geschäftspartnern treffe.
… immer dieses Gefühl heim zu müssen/wollen, selbst wenn ich es gar nicht will.
Sogar wenn ich unten beim Nachbarn sitze (der mir nahe steht), also auch keinen Heimweg oder so habe, ich sehe ständig auf die Uhr.
Auch wenn ich REIN GAR NICHTS mehr vorhabe an dem Tag.
Ich muss hinzufügen, ich krabbel gerade aus einer heftigen Krise (schwere Krankheit - erwachsenes Kind)Gehört diese Unruhe zur Bewältigung?
Kennt ihr das? Was ist das?
Vielen Dank.
Sabine
Die Ferne ist wo ich nicht bin…
… ich geh und geh und komm nicht hin
Hi,
Kennt ihr das?
Ja, geht mir mein ganzes Leben schon so. Aber das hat sich bei mir, seit es mir besser geht(Gehirntumor + Depressionen etc.) deutlich verstärkt. Ein bisschen schieb ich das darauf, das ich gemerkt habe das ich sterblich bin.
… immer dieses Gefühl heim zu müssen/wollen, selbst wenn ich
es gar nicht will.
Bei mir ist es eher das Gefühl dahin zu wollen wo ich gerade nicht bin.
Sogar wenn ich unten beim Nachbarn sitze (der mir nahe steht),
also auch keinen Heimweg oder so habe, ich sehe ständig auf
die Uhr.
Auch wenn ich REIN GAR NICHTS mehr vorhabe an dem Tag.
Eine meiner Lieblingsfilmszenen ist am Anfang von Easy Rider, da wirft Dennis Hopper(?) seine Uhr weg. Wenn keine Uhr da ist hab ich auch das Bedürfnis draufzuschauen nicht, wenn ich weiss es ist eine da schau ich ständig hin.
Gehört diese
Unruhe zur Bewältigung?
Bei mir schon, an was das liegt weiss ich aber auch nicht.
gruss Jan
Hallo Sabine, ich finde dieses Gedicht von Brecht trifft es ganz gut…
Ich sitze am Strassenrand
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gerne, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gerne, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel
Mit Ungeduld?
[Bertolt Brecht]
Viele Grüße - Sue