Immer blendend drauf

Hallo,

ich hatte zwei Kolleginnen und eine Nachbarin, die ständig gut drauf waren. Wie funktioniert das?

Die drei waren und sind absolute Powerfrauen und das täglich. Selbst in schwierigen Situationen können sie noch lachen.

Kollegin 1: Ende 50, schwierige Kindheit, Ehe geschieden, drei erwachsene Kinder, davon lebt eins in Amerika also kaum Kontakt, ein Kind straffällig. Sie mußte ständig zum Gericht, 3. Kind verheiratet drei Kinder, sie muß ständig sitten. Zwei Nebenjobs bis in die Nacht, wenig Schlaf 3-5 Stunden täglich. Trotzdem ist sie nie müde. Selbst nach Zahnarztbesuchen mit Ziehungen, kann sie nach drei Stunden schon wieder lachen. Kann 20 Kilometer am Tag laufen ohne müde zu werden und geht abends noch Tanzen. Schafft unheimlich viel.

Kollegin 2: Ende 60 Powerfrau schlechthin. Lebenslustig, unternehmungslustig, ständig unterwegs, reist gern, großer Freundeskreis, Tupperpartys, geht fast täglich Essen, unternimmt jeden Tag etwas, fährt Rad, geht 2 mal die Woche Schwimmen, Fittnessstudio, stets aktiv, kann nicht still sitzen, lacht ständig, löst Probleme anderer

Nachbarin Ende 30: zieht alle paar Monate um, für sie eine Kleinigkeit, alleinerziehend mit Sohn, Ihrem Freund waren ihre ständigen Aktivitäten zuviel, er trennte sich, sie geht ständig auf Partys. Hat neben ihrem Hauptjob noch einige Nebenjobs bis in die Nacht in Kaffes und Bars. Arbeitet 12-14 Stunden am Tag und ist nie müde und erledigt noch die Arbeiten anderer. Tapeziert, repariert alles was nicht niet- und nagelfest ist, richtet Geburtstagsfeiern aus gibt Partys, am Wochenende sind Trödelmärkte/Verkauf angesagt, Yoga und Sport

Wie geht das??? Wenn ich nur 10 % davon schaffen würde, wäre ich schon happy. Bei mir müßte der Tag mind. 36 Stunden lang sein, um nur einen Bruchteil dessen zu schaffen, was sie erledigen und selbst dann würde ich spätestens nach drei Wochen reif für die Insel sein. Ist das Vertuschung falscher Tatsachen? Ich meine eine Art Ausweichmnöver ohne über sein Leben nachdenken zu müssen? Wie lange hält man das durch? Wann kommt das große Erwachen?

Mothers little helpers…
…nehme ich an :wink:

Grüße, jeanne

Immer blendend drauf? Selbst- vs. Fremdwahrnehmung
Hallo!

Das sieht nach einer selektiven Wahrnehmung aus. Wieviele Stunden am Tag (am Stück) hast du diese Frauen wirklich erlebt? Weißt du, ob sie nicht in freien Stunden ihre schwachen Phasen haben, weil sie sich immer so auspowern?

Und hast du noch nie festgestellt, dass andere DICH z.B. ganz anders wahrnehmen als du dich selbst erlebst?

Ist das Vertuschung falscher
Tatsachen? Ich meine eine Art Ausweichmanöver ohne über sein
Leben nachdenken zu müssen?

Ich glaube, da hast du einen sehr guten Impuls! Sicherlich haben Menschen unterschiedliche Energiepotentiale, oder sie schöpfen sie anders aus.

In meinem Bekanntenkreis kenne ich zwei Typen von Menschen, die ein sehr hohes Energiepotential haben:

Einer von ihnen ist sehr mit sich selbst in Verbindung und geht sehr konstruktiv mit seinen Belastungen um. Weil er so mit sich im Reinen ist, kann er seine ganze Kraft ausschöpfen. Ich sehe bei ihm allerdings auch ganz klar die Ruhephasen, die er sich nimmt, weil er sie braucht.

Einige andere erscheinen regelrecht hyperaktiv und auch ich hab mich anfangs oft gefragt, wo sie die Energie hernehmen. Als ich sie näher kennenlernte konnte ich feststellen, dass sie manchmal richtige Zusammenbrüche haben, weil sie sich so verausgaben. Das würden sie aber nie jemand anderen sehen lassen.

Und warum tun sie das? Weil sie viele Dinge verdrängen und nicht wahrhaben wollen. Sie gönnen sich keine Ruhe, weil sie dann anfangen würden nachzudenken - über sich, über das Leben - und das würde soviel aufwühlen, dass sie’s lieber wegdrängen.

Wie lange hält man das durch? Wann
kommt das große Erwachen?

Wer mit sich im Reinen ist und sich auch seine Ruhephasen gönnt, kann lange aus vollen Energiereserven schöpfen - weil er sie eben immer wieder auffüllt.

Wer die Aktivität gewählt hat, um über Probleme nicht nachdenken zu müssen, hat oft nur zwei Perspektiven:

Entweder kommt irgendwann ein psychischer Zusammenbruch; das passiert oft, wenn z.B. ein Schicksalsschlag eintritt, der soviel seelische Energie fordert, dass keine Abwehr der anderen Probleme möglich ist.

Oder die seelischen Probleme werden somatisiert und auf der körperlichen Ebene ausgetragen: Dann kommt eine schwere körperliche Erkrankung, die denjenigen zwingt, sich Ruhe zu geben und vielleicht auch mal nachzudenken.

Ich möchte das nicht zu klischeehaft verstanden wissen, es sind nur Erklärungsansätze, die ich aus meiner Erfahrung habe. Menschen sind unterschiedlich. Aber oft sind sie auch sehr ähnnlich.

Du hast immerhin eine gute Intuition und solltest einfach dir selbst vertrauen. Weil die anderen vermeintlich aktiver sind als du sind sie weder besser noch glücklicher als Du!

Alles Gute wünscht dir
ChrisTine

Ich glaube auch, daß das Grundgefühl eine sehr grosse Rolle spielt!

Wer in sich ruht- mit seinem Leben zufrieden ist- zutiefst- wird immer mehr leisten können, als ein Mensch, für den dann doch so einiges zum „Kampf“ wird.

Sicherlich ist auch jeder anders in seiner Grundaktivität!
Der eine braucht einfach Bewegung, Wallung um sich „auszutoben“- der andere eher Ruhe.

Die Wahrnehmung spielt ganz sicher auch ne gewaltige Rolle!

Nur mal als Beispiel- geh ich arbeiten, muss mich danach um Schulkinder kümmern und allem, was dann so anfällt.
Ich kam mir dann selber zeitweise auch total dämlich vor, weil ich mich nur gestresst gefühlt habe-- machen das doch viele so und da scheints besser zu laufen!!

Naja- was soll ich Dir sagen??
Mit der Zeit bekam ich dann mehr und mehr von anderen Frauen in derselben Situation mit-- und hab dann mal gesehen-- a) daß es für alle wirklich anstrengend ist-- und b) man auch was LEISTET-- auch, wenn es als selbstverständlich gilt!!

Will damit erzählen, daß die Wahrnehmung von sich selber oft nicht stimmt-- und wie schon hier geschrieben- man letztlich diese „bewundernswerten Menschen“ auch nicht immer erlebt-- wer weiss, wie es denen manchmal geht!

Und dazu möchte ich mich auch der Schreiberin, die hier schon geschrieben hat, anschliessen-- denn viele Menschen knallen sich mit Aufgaben einfach nur zu um nicht zum STillstand und zur Ruhe zu kommen-- die Stille, die dann eintreten kann, kann unerträglich sein-- und dann ist es doch auch so in unserer Gesellschaft, daß man einfach nicht klagen darf!!

Hauptsache immer gut drauf wirken- immer lächelnd…

Wer immer nur gut drauf wirkt- wird das nie sein-- das merkt man immer, wenn man bei solchen Menschen auch mal hinter die Fassade schauen kann!

Also- freu Dich an Deiner Beobachtung- daß Du einfach anders bist-- damit vielleicht authentischer als alle die, von denen du hier erzählt hast :wink:

Kitty

Hallo,

ich hatte zwei Kolleginnen und eine Nachbarin, die ständig gut
drauf waren. Wie funktioniert das?

Die drei waren und sind absolute Powerfrauen und das täglich.
Selbst in schwierigen Situationen können sie noch lachen.

Auch wenn sich das, was ich jetzt schreibe, äußerst negativ und neidisch anhört…, dem ist nicht so, denn auch in meinem Bekanntenkreis tritt dieses Phänomen auf. Und man macht sich so seine Gedanken und fragt sich, warum man selber nicht so ist.

Kollegin 1: Ende 50, schwierige Kindheit, Ehe geschieden, drei
erwachsene Kinder, davon lebt eins in Amerika also kaum
Kontakt, ein Kind straffällig. Sie mußte ständig zum Gericht,
3. Kind verheiratet drei Kinder, sie muß ständig sitten. Zwei
Nebenjobs bis in die Nacht, wenig Schlaf 3-5 Stunden täglich.
Trotzdem ist sie nie müde. Selbst nach Zahnarztbesuchen mit
Ziehungen, kann sie nach drei Stunden schon wieder lachen.
Kann 20 Kilometer am Tag laufen ohne müde zu werden und geht
abends noch Tanzen. Schafft unheimlich viel.

Ich tippe mal auf: ignorieren oder… was ich nicht seh, kann nicht sein. Mir persönlich kommt diese Verhaltensweise ziemlich unheimlich daher.

Kollegin 2: Ende 60 Powerfrau schlechthin. Lebenslustig,
unternehmungslustig, ständig unterwegs, reist gern, großer
Freundeskreis, Tupperpartys, geht fast täglich Essen,
unternimmt jeden Tag etwas, fährt Rad, geht 2 mal die Woche
Schwimmen, Fittnessstudio, stets aktiv, kann nicht still
sitzen, lacht ständig, löst Probleme anderer

Der Schlüsselsatz ist der letzte: löst Probleme anderer…Das sind Frauen, die sich ständig in etwas einmischen, weil sie von „ihrem Umfeld“ nicht mehr gebraucht werden (zumindest haben sie das Gefühl)…, auch hier renne ich für gewöhnlich meilenweit.

Nachbarin Ende 30: zieht alle paar Monate um, für sie eine
Kleinigkeit, alleinerziehend mit Sohn, Ihrem Freund waren ihre
ständigen Aktivitäten zuviel, er trennte sich, sie geht
ständig auf Partys. Hat neben ihrem Hauptjob noch einige
Nebenjobs bis in die Nacht in Kaffes und Bars. Arbeitet 12-14
Stunden am Tag und ist nie müde und erledigt noch die Arbeiten
anderer. Tapeziert, repariert alles was nicht niet- und
nagelfest ist, richtet Geburtstagsfeiern aus gibt Partys, am
Wochenende sind Trödelmärkte/Verkauf angesagt, Yoga und Sport

Der Dame geb ich noch ein paar Jahre, dann klappt sie zusammen und weiß überhaupt nicht warum, allerdings tippe ich hier auch auf eine Form von ignorieren. Ihre eigene Situation nicht sehen wollen und ständig mit anderen Dingen beschäftigt sein, damit man sich bloß nicht mit sich und seinen Problemen auseinander setzen muss.

Wie geht das??? Wenn ich nur 10 % davon schaffen würde, wäre
ich schon happy. Bei mir müßte der Tag mind. 36 Stunden lang
sein, um nur einen Bruchteil dessen zu schaffen, was sie
erledigen und selbst dann würde ich spätestens nach drei
Wochen reif für die Insel sein. Ist das Vertuschung falscher
Tatsachen? Ich meine eine Art Ausweichmnöver ohne über sein
Leben nachdenken zu müssen? Wie lange hält man das durch? Wann
kommt das große Erwachen?

Ja…, ich denke, genau das ist es. Es gab mal eine Zeit, in der ich wirklich neidisch auf die Energie dieser Frauen war. Bis mir dann übel aufstieß, dass diese Personen kaum Zeit mit sich verbringen. Immer on the road…, wie man so schön sagt. Aber wehe sie müssen sich wirklich mit sich beschäftigen.
Allerdings ist meine Meinung frei von jedweder fachlichen Begründung, sondern einfach nur das Gefühl…, da stimmt was nicht.
Und mittlerweile hab ich nicht mal mehr ein schlechtes Gewissen, wenn bei meinem „Tagesprogramm“ die Fenster eben nicht geputzt sind.
grüße
kleineklara

Das…

Und mittlerweile hab ich nicht mal mehr ein schlechtes
Gewissen, wenn bei meinem „Tagesprogramm“ die Fenster eben
nicht geputzt sind.

…find ich richtig gut!!!

Da bist du jedenfalls vollkommen bei dir!

Lächelnder Gruß,
ChrisTine

Die drei Ladies da sind…
total normal, du, ey.
Aber im Ernst: Die sind anscheinend wirklich weitgehend un-neurotisch und können den ganzen Stress deshalb so gut verarbeiten.
Ich würde die einfach mal als pumperlg’sund bezeichnen, bewvor da nix anderes zum Vorschein kommt.
Man muss ja nicht immer gleich die Leichen im Keller suchen. Das schmeckt so ein bißchen nach Sozialneid. :wink:
Gruß,
Branden

Da muß ich Dir ausnahmsweise mal zustimmen. Außerdem glaube ich, daß wir alle mittlerweile in einem so großen Maß vom Nichtnormalen umgeben sind, daß uns die wirklich Gesunden schon komisch vorkommen.

Es könnte auch sein, daß sich bei den Damen, vor allem den ersten beiden geschilderten, ihre Lebenshaltung und Lebenskraft erst mit den Jahren und Jahrzehnten entwickelt hat. In vielerlei Hinsicht geht es mir auch so, daß ich, je älter ich werde, immer besser drauf bin. Hab mir eine Weile auch schon Sorgen gemacht, ob mit mir was nicht stimmt. Und das ist doch wirklich verrückt, oder?

Beste Grüße

Avera

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Das freut mich aber, dass wir da mal…
…eine Meinung sind, Avera.
Es grüßt dich
Branden

Hyperaktiv
Hi kleine Klara,

aus hyperaktiven Kinder werden hyperaktive Erwachsene.Gut ,man schafft mehr als andere,ohne auf die Wahrsignale des Körpers zu achten…man iss ständig in Bewegung.

Kommt es zu körperlichen Ausfällen ,ist es das Schlimmste was einen Hyper passieren kann.

Auch wenn sich das, was ich jetzt schreibe, äußerst negativ
und neidisch anhört…,

Nöö!;o)

dem ist nicht so, denn auch in meinem
Bekanntenkreis tritt dieses Phänomen auf. Und man macht sich
so seine Gedanken und fragt sich, warum man selber nicht so
ist.

Ich mache mir Gedanken und frage mich warum ich so bin…keine 10 min.stillsitzen ohne aufzuspringen und irgendwelche Gardinenfalten wegzuziehen,ah ein Staubkorn aufspring…früher war es noch schlimmer …

Ja…, ich denke, genau das ist es. Es gab mal eine Zeit, in
der ich wirklich neidisch auf die Energie dieser Frauen war.

Ich bin neidisch auf Menschen die sich einen faulen Tag leisten,einfach so…

Bis mir dann übel aufstieß, dass diese Personen kaum Zeit mit
sich verbringen. Immer on the road…, wie man so schön sagt.
Aber wehe sie müssen sich wirklich mit sich beschäftigen.

Güte,Langeweile pur…

Allerdings ist meine Meinung frei von jedweder fachlichen
Begründung, sondern einfach nur das Gefühl…, da stimmt was
nicht.
Und mittlerweile hab ich nicht mal mehr ein schlechtes
Gewissen, wenn bei meinem „Tagesprogramm“ die Fenster eben
nicht geputzt sind.

Dafür beneide ich Dich.;o)

LG Biene

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Hi kleine Klara,

aus hyperaktiven Kinder werden hyperaktive Erwachsene.Gut ,man
schafft mehr als andere,ohne auf die Wahrsignale des Körpers
zu achten…man iss ständig in Bewegung.

Kommt es zu körperlichen Ausfällen ,ist es das Schlimmste was
einen Hyper passieren kann.

ich zähl mich durchaus zu den hyperaktiven Menschen. Aber trotzdem kommt irgendwann der Punkt: Es geht nicht mehr. Der Kopf schwirrt, die Glieder summen, man weiß nicht mehr links noch rechts…, Panik überfällt einen, wie man das um Himmels Willen alles schaffen soll…
(Ist mir durchaus bekannt das Problem)

Auch wenn sich das, was ich jetzt schreibe, äußerst negativ
und neidisch anhört…,

Nöö!;o)

Gut:smile: (Angstschweiß abwisch)

dem ist nicht so, denn auch in meinem
Bekanntenkreis tritt dieses Phänomen auf. Und man macht sich
so seine Gedanken und fragt sich, warum man selber nicht so
ist.

Ich mache mir Gedanken und frage mich warum ich so
bin…keine 10 min.stillsitzen ohne aufzuspringen und
irgendwelche Gardinenfalten wegzuziehen,ah ein Staubkorn
aufspring…früher war es noch schlimmer

Gut…, so schlimm isset bei mir nicht mehr. Irgendwann hab ich gemerkt, ich geh dabei drauf. Und damit ist weder mir noch sonstjemandem in meiner Familie geholfen. Also: Staub bleibt Staub und somit auch mal liegen. Umdrehen und weggucken ist einfacher als man glaubt…, vor allem, wenn man sich selber nicht mehr im Spiegel erkennt…oder die eigene Mutter einen anguckt…:smile:

Ja…, ich denke, genau das ist es. Es gab mal eine Zeit, in
der ich wirklich neidisch auf die Energie dieser Frauen war.

Ich bin neidisch auf Menschen die sich einen faulen Tag
leisten,einfach so…

Kann man lernen. Spätestens wenn man es muss.

Bis mir dann übel aufstieß, dass diese Personen kaum Zeit mit
sich verbringen. Immer on the road…, wie man so schön sagt.
Aber wehe sie müssen sich wirklich mit sich beschäftigen.

Güte,Langeweile pur…

Echt…? Nö…, mal von den Menschen in meiner engen Umgebung (eigene Familie), bin ich so ziemlich der interessanteste Mensch, den ich kenne…
(ich komm gerade aus dem Zwinkern nicht mehr raus…ich hoffe, das ist klar:smile:)

Allerdings ist meine Meinung frei von jedweder fachlichen
Begründung, sondern einfach nur das Gefühl…, da stimmt was
nicht.
Und mittlerweile hab ich nicht mal mehr ein schlechtes
Gewissen, wenn bei meinem „Tagesprogramm“ die Fenster eben
nicht geputzt sind.

Dafür beneide ich Dich.;o)

Was mich allerdings nicht daran hindert… ab und an mal die Stellenanzeigen für Putzfrauen zu durchforsten, vllt kann ich ja wenigstens jemanden dafür bezahlen. :smile:

LG Biene

dir auch
kleineklara

Hyperaktiv hat nix mit Powerfrauen zu tun
Hi Biene, hi Klara
Nichts gegen eure Selbstanalysen, das ist schon in Ordnung und spricht für euch, aber der Vergleich mit den 3 Powerfrauen da hinkt trotzdem gewaltig. Die von euch beschriebene Unruhe und Hyperaktivität ist ganz und gar keine notwendige Voraussetzung für dieses „Gut-drauf-sein“, wahrlich nicht. Das sind zwei Paar Schuhe.
Gruß,
Branden

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guten Morgen, Herr Doktor,

auch wenn ich jetzt dem Fachmann widerspreche…,

dem ist nur bedingt so. Es gibt einen gravierenden Unterschied:

Bine und ich haben erkannt, dass etwas nicht stimmt…

Die anderen Drei rennen immer noch mit dem Kopf vor die Wand oder anders…: vor ihren wahren Problemen davon.

grüsse
kleineklara

Ps: habe gerade erfahren, das Eine meiner Extremfälle in der Bekanntschaft, das lange Wochenende dazu genutzt hat, zusammen zu klappen und nun in der Klinik liegt… und ihr Göttergatte mit Tränen in den Augen sagte: Sie war doch immer so gut drauf…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hi Branden,

Nichts gegen eure Selbstanalysen, das ist schon in Ordnung und
spricht für euch, aber der Vergleich mit den 3 Powerfrauen da
hinkt trotzdem gewaltig.

Gut kann sein…ich bin nicht immer gutgelaunt.
Trotzdem gibt es da gewisse Paralellen zu den 3 Powerfrauen,immer Aktion,wenig schlaf,immer am rotieren…kenn ich nur zu gut von mir.

Und es iss echt nicht leicht, einfach mal so da zu sitzen und den schönen Tag zu genießen…

Die von euch beschriebene Unruhe und
Hyperaktivität ist ganz und gar keine notwendige Voraussetzung
für dieses „Gut-drauf-sein“, wahrlich nicht. Das sind zwei
Paar Schuhe.

Gut,aber so ein klein wenig hyper scheinen die 3 in meinen Augen doch zu sein.;o)

LG Biene

Hallo,

einiges wurde ja von den verehrten Vorpostern bereits geschrieben.

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, warum diese Frauen so drauf sind. Ich würde wetten, dass diese Damen Dir selbst keine Antwort geben könnten, wenn Du sie fragen würdest :smile: Mir fallen jetzt aus dem Stegreif auch nur ein paar Dinge ein. Grundsätzlich fällt Deine Frage in den Bereich der Motivationspsychologie. Wie oder wodurch ist ein Mensch motiviert? Warum tut jemand das, was er tut? Was verspricht sich ein Mensch von seinem Handeln? etc, etc. Das hängt dann natürlich wieder davon ab, welche individuelle Realität ein Mensch erlebt. Wie nimmt er sich und seine Umwelt wahr. Was hat er für ein Selbstbild. Ist er positiv oder negativ gepohlt… Mir fallen dazu auch nur ein paar Möglichkeiten ein. Es gibt sicher noch sehr viele andere

Möglichkeit 1: Verdrängung. Um zu vermeiden, dass sie sich mit sich selbst beschäftigen und über ihre Situation nachdenken müssen, geben sie rund um die Uhr Vollgas und spielen nach außen hin die gute Laune vor, innerlich sind sie aber total verzweifelt.

Möglichkeit 2: Sie wollen sich und anderen etwas beweisen. Letztlich steckt das STreben nach Anerkennung, Respekt und Liebe dahinter. Sie wollen für ihre Lebensweise bewundert werden.

Möglichkeit 3: Es sind wirklich Erfolgsmenschen, die sich und ihrer Umwelt gegenüber sehr positiv eingestellt sind. Sie bewältigen gerne Aufgaben. Je schwerer, desto besser. Es gibt für sie keine Probleme, nur Herausforderungen. Daher werden sie auch nicht müde, weil es ihnen Spaß macht. Lagerfeld hat einmal in einem Interview gesagt, er hätte in seinem ganzen Leben noch nie gearbeitet, sondern immer nur sein Hobby ausgeübt :smile:Menschen mit solch einem Drive sind meist aber nicht allzu selbstkritisch, weil sie es sich nicht erlauben können, sich mit Grübeln oder Selbstreflexion aufzuhalten und innerlich zu blockieren. Es sind Macher, keine Theoretiker. Sie dürfen aber auch keine Angst vor Fehlern haben, denn das würde sie auch blockieren. Also sind solche Macher meist auch keine verkrampften Perfektionisten, die lieber nichts machen, als etwas falsch zu machen.

Vielleicht kannst Du damit ja was anfangen.

LG, Rolo

Was treibt dich zur Annahme, dass viel unternehmen gleichzusetzen sei mit AD(H)S, sprich Hyperaktivität? Das ist schlichtweg falsch, und ausserdem ist die Hypothese, dass körperliche Ausfälle das schlimmste sind, was einem Hyperaktiven passieren kann auch nicht grade richtig.

M

ad:

Hi kleine Klara,

aus hyperaktiven Kinder werden hyperaktive Erwachsene.Gut ,man
schafft mehr als andere,ohne auf die Wahrsignale des Körpers
zu achten…man iss ständig in Bewegung.

Kommt es zu körperlichen Ausfällen ,ist es das Schlimmste was
einen Hyper passieren kann.

Hi kleineklara

Bine und ich haben erkannt, dass etwas nicht stimmt…

Erkannt? Nicht gemutmaßt? Kennst Du denn die drei Damen, die Hermelin da beschreibt, persönlich?

Die anderen Drei rennen immer noch mit dem Kopf vor die Wand
oder anders…: vor ihren wahren Problemen davon.

Das ist sehr hypothetisch und ferndiagnostisch, wie mir scheint.

Ps: habe gerade erfahren, das Eine meiner Extremfälle in der
Bekanntschaft, das lange Wochenende dazu genutzt hat, zusammen
zu klappen und nun in der Klinik liegt… und ihr Göttergatte
mit Tränen in den Augen sagte: Sie war doch immer so gut
drauf…

Gut, aber das ist wieder eine andere Person mit einem anderen individuellen Schicksal. Ich denke nach wie vor, dieses gut-drauf-sein muss nicht Hyperaktivität als Basis haben.
Gruß,
Branden

Hi kleineklara

Bine und ich haben erkannt, dass etwas nicht stimmt…

Erkannt? Nicht gemutmaßt?

Definitiv erkannt…zumindest bei mir von einem deiner Kollegen.:smile:

Kennst Du denn die drei Damen, die Hermelin da beschreibt, persönlich?

Jap… liegt jetzt im Krankenhaus…und wäre eine Mischung aus Frau zwei und drei.

Die anderen Drei rennen immer noch mit dem Kopf vor die Wand
oder anders…: vor ihren wahren Problemen davon.

Das ist sehr hypothetisch und ferndiagnostisch, wie mir
scheint.

Beobachtungsgabe…:smile:

Ps: habe gerade erfahren, das Eine meiner Extremfälle in der
Bekanntschaft, das lange Wochenende dazu genutzt hat, zusammen
zu klappen und nun in der Klinik liegt… und ihr Göttergatte
mit Tränen in den Augen sagte: Sie war doch immer so gut
drauf…

Gut, aber das ist wieder eine andere Person mit einem anderen
individuellen Schicksal.

Das ist wohl war…, aber durchaus mit dem was Hermelin beschreibt, vergleichbar.

Ich denke nach wie vor, dieses gut-drauf-sein muss nicht :Hyperaktivität als Basis haben.

Gut…, wenn wir alle mal tüchtig ehrlich sind,… ein hübscheres Modewort als ADS oder Hyperaktivität gibt es nicht…Bei vielen nicht mal vermutet, bei den wenigsten bewiesen, aber alle hamses irgendwie.:smile: Schöne neue Welt.

Allerdings habe ich auch nicht wirklich behauptet, dass es sich bei den drei Damen um eine Hyperaktivität handelt, allerdings auch nie ganz ausgeschlossen.
Mir ging es vornehmlich darum, dass man sich auch selber betäuben kann mit Aktivitäten. Schlechte Erfahrungen, die zum Leben dazu gehören und die man nutzen sollte um daran zu wachsen, einfach mal mit „Hyperaktivität und prima guter Laune“ übertünchen und wenn das noch nicht reicht…räumen wir doch glatt die Leben anderer gleich mit auf…wow.

Gruß,
Branden

jawoll Herr Doktor…:smile:

kleineklara

Guten Morgen Marodeur,

Was treibt dich zur Annahme, dass viel unternehmen
gleichzusetzen sei mit AD(H)S, sprich Hyperaktivität?

*Räusper, ich habe es nicht gleichgesetzt…

Natürlich gibt es unternehmungslustige Menschen die weder Hyperaktiv noch ADHS haben.

Nun,wenn man aber unermüdlich iss,kommt bei mir schon der Gedanke/Verdacht hoch,das die DREI doch "vielleicht"leicht hyperaktiv sein könnten,KÖNNTEN das heißt nicht das ich behaupte das sie es sind…

Das ist
schlichtweg falsch, und ausserdem ist die Hypothese, dass
körperliche Ausfälle das schlimmste sind, was einem
Hyperaktiven passieren kann auch nicht grade richtig.

Nun jeder Mensch iss in der Tat anders und das iss auch gut so…meine Hyperaktivität wurde festgestellt ,da war ich um die 30 j.

Für mich iss es der Horror krank irgendwo rum zu liegen oder einen Bandscheibenvorfall zu haben und zu zugucken etc.pp

Daher meine Annahme das es anderen Hypers vielleicht genauso geht…gut iss/war das falsch.

S

Hallo,

ich hatte zwei Kolleginnen und eine Nachbarin, die ständig gut
drauf waren. Wie funktioniert das?

Die drei waren und sind absolute Powerfrauen und das täglich.
Selbst in schwierigen Situationen können sie noch lachen.

Auch wenn sich das, was ich jetzt schreibe, äußerst negativ
und neidisch anhört…, dem ist nicht so, denn auch in meinem
Bekanntenkreis tritt dieses Phänomen auf. Und man macht sich
so seine Gedanken und fragt sich, warum man selber nicht so
ist.

Kollegin 1: Ende 50, schwierige Kindheit, Ehe geschieden, drei
erwachsene Kinder, davon lebt eins in Amerika also kaum
Kontakt, ein Kind straffällig. Sie mußte ständig zum Gericht,
3. Kind verheiratet drei Kinder, sie muß ständig sitten. Zwei
Nebenjobs bis in die Nacht, wenig Schlaf 3-5 Stunden täglich.
Trotzdem ist sie nie müde. Selbst nach Zahnarztbesuchen mit
Ziehungen, kann sie nach drei Stunden schon wieder lachen.
Kann 20 Kilometer am Tag laufen ohne müde zu werden und geht
abends noch Tanzen. Schafft unheimlich viel.

Ich tippe mal auf: ignorieren oder… was ich nicht seh, kann
nicht sein. Mir persönlich kommt diese Verhaltensweise
ziemlich unheimlich daher.

Kollegin 2: Ende 60 Powerfrau schlechthin. Lebenslustig,
unternehmungslustig, ständig unterwegs, reist gern, großer
Freundeskreis, Tupperpartys, geht fast täglich Essen,
unternimmt jeden Tag etwas, fährt Rad, geht 2 mal die Woche
Schwimmen, Fittnessstudio, stets aktiv, kann nicht still
sitzen, lacht ständig, löst Probleme anderer

Der Schlüsselsatz ist der letzte: löst Probleme anderer…Das
sind Frauen, die sich ständig in etwas einmischen, weil sie
von „ihrem Umfeld“ nicht mehr gebraucht werden (zumindest
haben sie das Gefühl)…, auch hier renne ich für gewöhnlich
meilenweit.

Hat da jemand von meiner Schwiegermutter gesprochen? Gibt dauernd ungebetene Kommentare und Ratschläge von sich - Ergebnis: keiner ihrer drei Schwiegertöchter will sie mehr sehen… Sie ist hyperaktiv, hört nicht in sich rein, muss dauernd irgendetwas renovieren lassen, ist den ganzen Tag in Aktion. Und wenn man anfängt zu reden, kann man sicher sein, spätestens nach dem zweiten Satz unterbrochen zu werden - zuhören: Fehlanzeige… Ich empfinde das als eine gnadenlose Verdrängungsmethode.

Nachbarin Ende 30: zieht alle paar Monate um, für sie eine
Kleinigkeit, alleinerziehend mit Sohn, Ihrem Freund waren ihre
ständigen Aktivitäten zuviel, er trennte sich, sie geht
ständig auf Partys. Hat neben ihrem Hauptjob noch einige
Nebenjobs bis in die Nacht in Kaffes und Bars. Arbeitet 12-14
Stunden am Tag und ist nie müde und erledigt noch die Arbeiten
anderer. Tapeziert, repariert alles was nicht niet- und
nagelfest ist, richtet Geburtstagsfeiern aus gibt Partys, am
Wochenende sind Trödelmärkte/Verkauf angesagt, Yoga und Sport

Der Dame geb ich noch ein paar Jahre, dann klappt sie zusammen
und weiß überhaupt nicht warum, allerdings tippe ich hier auch
auf eine Form von ignorieren. Ihre eigene Situation nicht
sehen wollen und ständig mit anderen Dingen beschäftigt sein,
damit man sich bloß nicht mit sich und seinen Problemen
auseinander setzen muss.

Wie geht das??? Wenn ich nur 10 % davon schaffen würde, wäre
ich schon happy. Bei mir müßte der Tag mind. 36 Stunden lang
sein, um nur einen Bruchteil dessen zu schaffen, was sie
erledigen und selbst dann würde ich spätestens nach drei
Wochen reif für die Insel sein. Ist das Vertuschung falscher
Tatsachen? Ich meine eine Art Ausweichmnöver ohne über sein
Leben nachdenken zu müssen? Wie lange hält man das durch? Wann
kommt das große Erwachen?

Ja…, ich denke, genau das ist es. Es gab mal eine Zeit, in
der ich wirklich neidisch auf die Energie dieser Frauen war.
Bis mir dann übel aufstieß, dass diese Personen kaum Zeit mit
sich verbringen. Immer on the road…, wie man so schön sagt.
Aber wehe sie müssen sich wirklich mit sich beschäftigen.
Allerdings ist meine Meinung frei von jedweder fachlichen
Begründung, sondern einfach nur das Gefühl…, da stimmt was
nicht.
Und mittlerweile hab ich nicht mal mehr ein schlechtes
Gewissen, wenn bei meinem „Tagesprogramm“ die Fenster eben
nicht geputzt sind.
grüße
kleineklara