Meine Frage passt überall und nirgends so recht rein, deshalb hier unter dem groben Unterpunkt der Alltagspsychologie:
Um es kurz zu machen bin ich im „Freundeskreis“ immer der Planer.
Wenn ich etwas anleiere, dann sind meist alle dabei, wenn ich nix mach, passiert halt nix. Mir geht das auf den Keks und ich beschließe dann immer, nicht mehr für andere den „Idioten“ zu machen und mache es dann aber genau wieder.
Leider fördere ich damit nur die Passivität meiner Mitmenschen, anstatt Impulse zu setzen dass auch andere mal was vorschlagen.
Gibt es vielleicht ein paar Möglichkeiten das Ganze etwas umzuverteilen, so dass „jeder“ mal einen Vorschlag macht oder ist das total utopisch?
Du machst es deinen Freunden ja auch ziemlich einfach: Wer so toll bedient wird hat wenig Grund, sich zu verändern. Vor allem, wenn das mehr Anstrengung bedeuten würde.
Wenn du dein Engagement plötzlich einstellst, sind alle verwundert, was jetzt mit dir los ist. Leuchtet ja auch ein, so kennen sie dich ja nicht.
Wenn du etwas daran ändern willst, kannst du das ankündigen, dann wissen die anderen, warum du erstmal nichts tust.
Und dann musst du mal eine Zeit lang die Passivität der anderen aushalten. Bis die verstanden haben, dass du wirklich nichts unternimmst und sie selbst in Schwung kommen könnte es etwas dauern!
Möglicherweise werden sie auch nicht auf dein Aktivitätslevel kommen, Menschen sind ja verschieden, und es ist eben nicht jeder ein Organisationstalent. Dann trefft euch in der Mitte!
Wenn es wirklich gute Freunde sind, dann könnt ihr drüber reden. Und wenn du dann noch ein bisschen Geduld hast…
du musst es einfach nur durchziehen: nichts vorschlagen -abwarten.
aber „einfach“ ist es für dich nicht, alle notorischen planer, checker und aktiv-junkies haben ihren grund für das hohe action-niveau: sie kontrollieren damit situationen und menschen, sie haben „die sache in der hand“!
das wirkt der angst entgegen, andere könnten einem etwas tun, das einem entgegensteht oder nicht guttut. andere könnten überhaupt anders sein und sich damit bei einem durchsetzen. sie könnten schon durch nichts-vorschlagen zeigen, wie anders sie sind und einen damit verärgern.
das lerne mal auszuhalten, bleibe offen für die anderen, die, merke: immer so bleiben, wie sie sind.
gleichzeitig neben dem aushalten ist das aushandeln wichtig: setze dich angemessen für deine wünsche ein und teile diese den freunden mit, damit wirst du wenig übung haben, stimmt´s?
mir drängt sich die Frage auf, ob Du wohl neben anderen „Planern“ klarkämst oder nicht doch früher oder später versuchen würdest, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen . . .