in meinem Garten in Oberbayern, mit teils strengem Frost, hätte ich gerne ein paar weitere Büsche gepflanzt, die nacheinander blühen. Ich möchte gerne immer etwas Farbe im Garten sehen.
Wassermangel gibt es hier nicht, aber durchaus viel Sonne.
Habt ihr pflegeleichte Tips?
Was es bereits gibt, ist z.B. Hibiscus, Waigelie, Holunder.
falls mit Büschen auch andere ausdauernde Pflanzen mit Volumen gemeint sind: Derzeit (sprich gegen Ende der Sommerblüherzeit) habe ich im Garten viel Vergnügen mit Ysop (der auf meinem extrem schlechten Boden ein paar Jahre gebraucht hat, aber jetzt richtig rauskommt) und Minze (der ich stundenlang beim Blühen zusehen könnte, weil sie von Insekten angeflogen wird, von denen ich nicht geglaubt hätte, dass es sie überhaupt noch gibt):
Ein klassischer Buschbaum in der anderen Richtung - blüht dann, wenn sonst noch fast nichts blüht - ist die Cornelkirsche. Sag Bescheid, wenn Du ene haben möchtest - meine macht ständig Sämlinge, zur Pflanzzeit ca. Oktober hab ich sicher was übrig.
Die oben zuerst Genannten brauchen nur am Anfang, bis sie ordentlich eingewurzelt sind, ein bisselchen Pflege (= öfer mal Gießen) und können dann komplett sich selbst überlassen werden.
ach, und noch was zur letzten Blüte des Jahres, nicht sehr bunt, aber ebenfalls recht attraktiv durch die Insekten, die die Blüten anfliegen: Efeu. Der blüht je nach Art und Standort bis weit in den November hinein, allerdings erst in reiferem Alter ab ca. 8-10 Jahren, wenn man ihn lässt und nicht ständig an ihm herumstutzt.
Ich habe eine Rosskastanie in einem Kübel..mein Kind hat die keimende Kastanie einst angeschleppt.
Sie wuchs friedlich auf dem Balkon in ihrem Container.bis..
naja, ich eine Pfefferminz kaufte als Küchenkraut und das kleine Töpfchen in dem Kübel zwischenparkte…lange Rede kurzer Sinn…Die Minze sitzt da jetzt mit drin….Seit Jahren.
Also, wenn sich die Minze nicht uferlos verbreiten soll, bitte eingrenzen.
Drahtstrauch hätte ich noch, der passt aber ohne Winterschutz nicht..oder halt Borretsch.
Bei mir klettert der Drahtstrauch den Zaun hoch und er blüht gerade, da ist jede Menge los.
Ich war auch verwundert, was Minze so alles anzieht! Sogar bunt schillernde Fliegen. Ich habe verschiedene Sorten im Garten, aber mittlerweile ausbruchsicher.
Halloooo,
die üblichen Kandidaten wie Rhododendron und Hortensien wurden noch nicht genannt. Da gibts jetzt so viele verschiedene schöne prachtvolle Sorten und Farben.
Außerdem fällt mir noch rot gefärbter Ahornstrauch ein. Unsere Nachbarn haben so einen, und da bleiben die Fußgänger regelmäßig stehen und fotografieren…
Dann möchte ich dir eindringlich vom genannten Efeu abraten. Den wirst du nach ein paar Jahren nicht mehr beherrschen. Der überwuchert dir alles, und beim Blühen stinkt er außerdem.
Und sorry, der Perückenstrauch sieht zwar hübsch aus, aber das Zeug schwebt durch die Gegend, und färbt rot ab.
Also nicht gerade pflanzen, wo eine Sitzecke in der Nähe ist.
Seltsamer Efeu - meine Hedera Helix hat bisher nur das Dach meiner Datsche überwuchert, was ich auch so haben wollte - sie drängt jedenfalls immer nach oben, und dort, wo sich der übrige Garten befindet, wuchert sich nix. Einzelne Sämlinge sind im Gegensatz zu z.B. gut eingewurzeltem Gänsefingerkraut mühelos mit Links ausjätbar, im Vorbeigehen ohne jedes Werkzeug. Und die niedrigsten Blüten sind in über 2 m Höhe - ich habe das Glück, als Kleinwüchsiger mit 1,75 m von dem angeblichen „Gestank“ exakt nichts mitzukriegen, dafür aber zur Blütezeit, die bei meiner Hedera Ende November erst anfängt, eine Wunderwelt an Insekten, u.a. Wildbienen und Wespen in den seltsamsten Farben und Formen: Schon alleine dafür liebe ich die Hedera, aber auch dafür, dass sie ein regelrechtes Blütenmeer bietet, wenn sonst nichts mehr blüht und erst in einer Weile die eher unscheinbare Haselnussblüte den Reigen fortsetzt.
und beiläufig: Ich wohne in der Nähe des ältesten Naturschutzgebiets Deutschlands, das durch letztwillige Verfügung von Carl Reiß zum Naturschutzgebiet gemacht wurde, bevor der Begriff überhaupt im deutschen Recht definiert worden ist. Es gibt den ganzen Rheinlauf entlang nicht allzuviele Orte, wo Eisvögel direkt am Rhein brüten.
Nicht nur auf der Reißinsel, sondern auch zwischen Rheinau und auf der anderen Seite Altrip und Ketsch gibt es sehr schöne Auenwälder, zu deren markanten und häufigen Bewohnern Efeu zählt. Ich bin dort ganzjährig (außerhalb der Sperrzeit für die Reißinsel zur Vogelbrutzeit) mit dem Radel unterwegs und ich bin sicher, es wäre mir aufgefallen, wenn Efeu in der Blüte stänke. Mein Geruchssinn ist noch lange nicht so kaputt wie meine COPD-Lunge, ich nehme z.B. den Geruch von Bärlauch zur entsprechenden Saison in diesen Auenwäldern durchaus wahr - andere Leute müssen den Bärlauch dafür erst schneiden oder wiegen.
Wenn wir noch mehr Sommer von der Sorte des jetzigen kriegen, würde ich von Hortensien und Rhododendren abraten, außer man hat einen mindestens halbschattigen und feuchten Standort. Die mögen nicht so heiß und trocken. In diesem Jahr hat auch gründlich wässern nicht geholfen.
STIMMT ! ich habe mir eine wunderschöne lila Hortensie gekauft die jetzt im totalen Schatten geparkt wurde und der es trotzdem immer noch viel zu warm ist soviel Wasser kann ich da gar nicht reinschütten wie die braucht .. eventuell sollte ich es mal mit Eiswürfeln versuchen
Denn unsere Hortensien stehen jetzt in voller Pracht, die wurden z.B. gar nicht gegossen. Und es gibt hier im Umkreis noch viele weitere schöne blühende Hortensiensträucher, ohne jeglichen Schaden.
Die Rhododendren in den Parks und auf dem (sehr sonnig gelegenem) Friedhof sehen auch noch ganz gut aus.
Nur in einem Vorgarten/Südseite in der prallen Sonne hab ich paar kleinere vertrocknete Exemplare gesehen…vielleicht waren die auch frisch gepflanzt.
Bei uns hatte es übrigens auch wochenlang nicht geregnet.
Nun, man muss nicht aus jedem Garten einen Auenwald machen.
Ich brauch hier kein Wiki zum antworten… Wir sind seit Jahren real beschäftigt, den herüberwuchernden Efeu vom Nachbarn in Schach zu halten. Was ich jedesmal mit Husten von dem Staub und Ausschlag an den Armen bezahle.
Der wächst auch nicht nur „nach oben“. Efeu wird schließlich auch als Bodendecker verkauft.
Und stinken tut die Blüte doch, besonders nach Regen. Wenn du es nicht (mehr) riechst, gut für dich😉
Hast dich vielleicht dran gewöhnt.
Ja, in der Tat. Und was glaubst Du, wie viel Boden er in meinem Garten bedeckt?
(Spoiler: etwa 0,3 m² - das ist die Gesamtblattfläche der Efeusämlinge, die ich noch nicht ausgejätet habe)
wuchert unter Garantie nicht ebenerdig herüber - und wenn das tatsächlich gemeint sein sollte: Wie viele Minuten wendet Ihr jährlich dafür auf? 7? 17? oder doch vielleicht eher 27?
Das „Husten von dem Staub“ kommt mutmaßlich immer noch daher, dass die mit Braunkohleteer versehenen Straßen der Deidschen Degradschen Rebligge im Sommer sehr klebrig wurden und deswegen mit Braunkohleasche gestreut wurden. Es überrascht mich nicht, dass von diesen Staub- und Dreck-Orgien immer noch Reste übrig sind. Ich habe noch keine einzige Efeupflanze gesehen, die Staub entwickelt hätte.
kann leicht mit diesem Braunkohledreck zu tun haben, mit dem die Rebubligge von Ziddau bis Boltenhagen bedeckt war. Vielleicht auch eine ganz individuelle Allergie, die man beiläufig auch auf Hortensien und Rhododendron entwickeln kann - je nach genetischer Disposition.
Du könntest ja mal einen Floristen fragen, wofür Efeu in der Blumensprache steht - dann würde Dir klarer, weshalb Du ihn so hasst.
Was das „Stinken“ betrifft: Als Pflanzenexpertin weißt Du ja, dass in der Botanik die Abgrenzung zwischen Arten im Gegensatz zur Zoologie eher willkürlich ist, und daher auch in sich (= einschließlich Nachkommen) stabile Stämme vorsichtshalber eher als Sorten bezeichnet werden, bevor man ihnen einen neuen Namen in der Nomenklatur verleiht.
D.h. das, was Du da von Deinem bösen Nachbarn um die armen, geschundenen Nasenflügel kriegst, ist exakt eine Spielart von sehr, sehr vielen Möglichkeiten, was und wie Hedera Helix sein kann. Von dieser auf alle zu schließen, ist - vorsichtig gesagt - vermessen.
In der Benediktinerabtei Stift Neuburg hatte Ingobert Heieck OSB die weltweit größte Efeusammlung zusammengetragen, es ging um etwa 550 in sich stabile „Sorten“, jede mit ihren eigenen Eigenschaften. Leider ist diese Sammlung (ich habe sie noch in gepflegtem Zustand gesehen und genossen) seit Ingoberts Übergang ins nächste Leben ziemlich verwahrlost, weitergeführt wird sein Erbe im Prämonstratenserkloster Roggenburg. Falls Du Dir ein Stück Offenheit bewahrt hast: Fahr mal hin, nicht nur der Efeugarten dort ist einen Besuch wert. Die spätbarocken Klöster Oberschwabens, ihre Bibliotheksäle und ihre Orgeln sind schon für sich allein eine ausgiebige Reise wert.
Nein, an das (auf gut Schwäbisch) Iber’s Maul-raa Schwätza habe ich mich nicht gewöhnt und ich will und werde mich daran auch nicht gewöhnen.
Viel Vergnügen mit den Hortensiensträuchlein, Geranientöpflein und Stiefmütterchen wünscht
übrigens: der meinige zählt nicht nur zu den artenreichsten, sondern auch zu den ertragsstärksten der gesamten Kolonie mit etwa 800 Parzellen.
Du ziehst ahnungslos über diesen Garten her, ohne die geringste Vorstellung, was der alles an Melonen, Pfirsichen, Paprika, Auberginen, Zucchini, Kürbissen, Stangenbohnen, Tomaten, Mirabellen, Himbeeren, Feigen, Mangold usw. usf. bringt.
Schöne Grüße - auch von den Admiralen, Kleinen Füchsen, Kohlweißlingen, Gottesanbeterinnen, Schwebfliegen, Hirschkäfern, Zaunkönigen, Schwanzmeisen, Haubenmeisen, Smaragdeidechse, Zauneidechsen etc. pp., die dort wohnen
1.Efeu kann Kontaktdermititiden auslösen, relevantestes Allergen ist Falcarinol.
2. Efeublüten können und sollen durchaus riechen, manche mögen das unangenehm finden. Das hat rein gar nichts mit einer von dir konstruierten „Sortenvielfalt“ zu tun, sondern mit flüchtigen organischen Verbindungen, die Wespen anlocken sollen.
3. Selbstverständlich wuchert Efeu überall hin, wo man ihn nicht daran hindert, das ist so offensichtlich, dass man darüber eigentlich nicht diskutieren kann und muss.Und
4.
Eigentlich fehlen mir die Worte, bezüglich deiner (abschweifenden) Zeilen. Und weil ich gar nicht weiß, wo ich da anfangen soll mit ernsthaftem Antworten, lasse ich es einfach🙂
Nur soviel …
Ich bin NICHT über deine Garten-Parzelle hergezogen.