Immer wieder bin ich mir unsicher mit das/dass

Kann mir bitte jemand ein für allemal erklären,
wann ich es wie benutze?
Das wäre wirklich unbezahlbar!
Habe zwar ein kleines Eselsbrückchen, aber oft bin ich mir trotzdem unsicher…
Schön, das ich dich kenne
Du wirst sehen, daß wir…
usw.

Vielen Dank!

Grüße

Freddie

Hallo, Freddie,
immer dann, wenn Du für „das(s)“ entweder „welches“ oder „dieses“ einsetzen könntest, wird es mit einfachem s geschrieben.
Das heißt, dass es in den anderen Fällen mit doppel s geschrieben wird.

Grüße
Eckard.

Servus Freddie !

Hab’ mir gerade einen kleinen Übungssatz ausgedacht, bei dem Du versuchen kannst, die Regel von Eckard anzuwenden. Alle „das“ sind mit normalem „S“ geschrieben. Stimmt das?

„Die neue Rechtschreibreform besagt, das das das, das früher mit „ß“ geschrieben wurde, nun mit Doppel-S zu schreiben ist.“

Viel Erfolg und
Grüße aus Wien
Helmut (derdierächtschreiprevorrmplötvinnded)

nein
Hallo Helmut,

Hab’ mir gerade einen kleinen Übungssatz ausgedacht, bei dem
Du versuchen kannst, die Regel von Eckard anzuwenden. Alle
„das“ sind mit normalem „S“ geschrieben. Stimmt das?

„Die neue Rechtschreibreform besagt, das das das, das früher
mit „ß“ geschrieben wurde, nun mit Doppel-S zu schreiben ist.“

Dieser Satz ist nicht korrekt.

Korrekt ist:

Die neue Rechtschreibreform besagt, dass (hier kannst du weder „welches“ noch „dieses“ einsetzen) das (=dieses) „das“ (wobei dieses das aber hier korrekterweise schon mit Doppel-s geschrieben werden müsste), das (=welches) früher mit „ß“ geschrieben wurde, nun mit Doppel-S zu schreiben ist.

Gruß
Uschi

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Ergänzung
Hallo,

Der Unterschied ist auch hörbar!

Das (langes a und weiches s) heißt, dass (kurzes a und zischendes s) es in den anderen Fällen mit doppel s geschrieben wird.

Ciao
Renato

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und kontra:
Hi Renato,

Der Unterschied ist auch hörbar!

das glaube ich nicht, zumindest scheinen es die Deutschen nicht zu hören, sonst könnte es doch nicht so sauschwer sein. Dennoch sind auch wir bereit, Neues aufzunehmen, deshalb sprechen wir inzwischen von der „shozzze“ - sakra, wie geht denn Lautschrift? Ich meine hier

  • ein stimmloses sch,
  • ein nasales a,
  • ein stimmhaftes s,
  • das dumpfe e

frei nach dem Motto „Schöner sprechen mit dem ZDF“. Dann lieber doch die gute alte Schanxe! Noch schöner ist die „Branche“, hier finden wir das stimmhafte sch, von dem ich immer dachte, wir hätten das im Deutschen gar nicht. Also doch!

Gruß Ralf

aber…
Hallo Uschi,
ich habe Helmut so verstanden, dass dieser Satz ein kleiner Test
der neuen Regel sein soll…jetzt hast du alles verraten,
tststs!
(wobei, ich gebe zu: ganz eindeutig war das nicht, Helmut, ich
musste auch 2x hingucken)
Gruesse,
baw

Hallo Renato,

Der Unterschied ist auch hörbar!

Das (langes a und weiches s)

wird in D exakt genauso gesprochen wie „daß“. Der Unterschied ist vielleicht in der Schweiz hörbar, in Deutschland jedenfalls nicht (jedenfalls nicht im Hochdeutschen).

Gruß Kubi

Hilfe durch Dialekt?
Hallo Freddie!

Vielleicht wird auch in deiner Gegend ein Dialekt gesprochen, der dir helfen kann, ‚das‘ und ‚dass‘ eindeutig zu unterscheiden.

In unserem Dialekt wird nur „dass“ mit einem reinen „a“ ausgesprochen - dass,
„das“ spricht man entweder ‚dås‘ oder ‚des‘.
Für unsere Schüler natürlich eine tolle Hilfe, die schon in der Grundschule angewendet wird.

Überleg mal…

Gruß Helene

Servus baw und Uschi !

Da wollt ich ‚mal richtig gescheit sein und jetzt dieses Chaos. Das kommt davon, wenn man schneller schreibt als man denkt (dabei schreib ich gar nicht so schnell). Also, es sollte so sein: Freddie hatte Probleme zu entscheiden, wann ein „das“ mit einfachem „s“ oder doppel „s“ (vormals „ß“) zu schreiben ist. Daraufhin hat ihm Eckard eine Regel genannt. Ich hab mir daraufhin einen Satz ausgedacht, in dem möglichst viele „dässer“ vorkommen und bei dem Freddie die Regel von Eckard anwenden sollte. Etwa nach dem Motto „… ich glaube, das das das, das das Relativpronomen repräsentiert…“ Ob der Satz inhaltlich korrekt ist, hab‘ ich dabei gar nicht beachtet. Offensichtlich war aber auch die „Arbeitsanweisung“ mißverständlich.
Also Asche auf mein Haupt - oder vielleicht sollte mir besser der ganze schiefe Turm von Pisa (was für eine Metapher! selbstschulterklopf) auf die Birne dengeln.
Jedenfalls Danke für die Hinweise und
Grüße aus Wien
Helmut

Hi Freddie.

Ist doch einfach, schlicht & simpel:

Wenn sich das entsprechende Wort auf ein OBJEKT bezieht, ist es ein „das“ (z. B. DAS Haus, DAS Wetter, DAS Was-auch-immer).

Bezieht sich ein Satz aber auf einen UMSTAND („Es sah, DASS der Hund hinter ihm her lief.“, „Sie erkannte, DASS es so sein müsste.“) stehen dahinter ein Doppel-S.

Alles klar?

cu