Immo-Preise

Hallo liebe Wissenden,

ich habe vor, in einem Hochhaus eine sehr schöne Wohnung zu kaufen. Ist aber total runtergekommen.
Und die Fenster haben noch keine Isolierverglasung. Das Haus macht einen ordentlichen und sauberen Eindruck.
Wie und wo kann ich am besten ermitteln was für solch eine Wohnung zu zahlen ist.
Von Interesse ist der Raum Köln.
t.

Ich würde den Verwalter anrufen (Tel.erfährst du vom Verkäufer). Sprich mit ihm über deine Fragen. z.B. sind Fenster immer Gemeinschaftseigentum, an denen du so ohne weiteres nichts machen darfst. Über ihn erfährst du auch die Namen des Verwaltungsbeirats - das sind Eigentümer, die häufig in dem Haus wohnen. Die wissen meist, welche Wohnungen zum Verkauf stehen - und können dir auch häufig sagen welche Preise in jüngster Vergangenheit gezahlt wurden. Ein Gespräch mit ihnen weist dich auch häufig auf Probleme hin, die so ohne weiteres nicht erfahrbar sind. Streitigkeiten unter Miteigentümern, Sanierungsbedarf mit denen demnächst zu rechnen ist, Wohngeldrückstände einzelner Eigentümer usw.

Gruß Norbert

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Hochhaus, Renovierungsstau, Raum Köln

qm unter 500 euro. dazu Rücklage pro Monat 500 euro, für renovierung Haus, dazu rücklage pro Monat 100 Euro für Renovierung Wohnung, dazu Rücklage pro Monat 50 euro für zukünftige Abrisskosten.

gruss

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Hallo liebe Wissenden,

ich habe vor, in einem Hochhaus eine
sehr schöne Wohnung zu kaufen. Ist aber total runtergekommen.
Und die Fenster haben noch keine Isolierverglasung. Das Haus
macht einen ordentlichen und sauberen Eindruck.
Wie und wo kann ich am besten ermitteln was für solch eine
Wohnung zu zahlen ist.
Von Interesse ist der Raum Köln.
t.

Hochhaus, Renovierungsstau, Raum Köln

qm unter 500 euro.

Seit wann liegt Köln im Osten?

dazu Rücklage pro Monat 500 euro, für

renovierung Haus,

das macht 500Eurox12=6000 Euro/Wohnung und Jahr.
Sind 240000Euro/Jahr bei 40 und 360000Euro/Jahr bei 60 Eigentümern.
Davon kann man ein Hochhaus innerhalb von einem-zwei Jahren auf Neubauniveau bringen…
Die Durchschnittsrücklage in einem HH liegt monatlich bei ca 80-130 Euro und das reicht locker, wenn regelmäßig renoviert wird.

>dazu rücklage pro Monat 100 Euro für

Renovierung Wohnung,

klar, auch wenn man bei Einzug alles neu gemacht hat *g*

Grüße Helen

Manche Städte haben einen Preisspiegel. Dazu gibt es noch (in Hessen zumindest) Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, die sowohl eine Kaufpreisammlung führen als auch Gutachten erstellen. Außerdem findet man bei diversen Immobilienbörsen auch erste Anhaltspunkte (sagt auch einiges über Angebot und Nachfrage in dieser Gegend aus)

Allerdings ist das alles nicht besonders aussagekräftig, wenn das Objekt von den üblichen Vorgaben abweicht.
Deswegen sollten von der ersten Schätzung die Renovierungskosten für die Wohnung abgezogen werden.
Außerdem sollte man genau wissen, welche Renovierungsmaßnahmen vorgesehen sind (Heizung!!!), was bereits vor kurzem gemacht wurde, welche Sonderumlagen geplant sind, wie hoch die Rücklagen sind, wie gut die Verwaltung wirtschaftet, ob manche Eigentümer mit den Zahlungen im Rückstand sind (falls das für die gekaufte Wohnung gilt, ist man dazu verpflichtet, die Rückstände für die Wohnung nachzuzahlen usw). Und dementsprechend sollte der Kaufpreis reduziert werden.

Persönlicher Rat: ich würde keine Wohnung mit alten Fenstern kaufen.
Denn erstens weist es darauf hin, daß das Haus nicht regelmäßig saniert wurde (man sollte auch nach den Aufzügen gucken…), zweitens sind die Heizkosten enorm (dazu ist die Heizung garantiert alt und muß nach der tollen EnergieEinsparVerordnung neu gemacht werden) und drittens werden die Fenster dann (hoffentlich) doch erneuert, was mit Dreck, Baulärm, dunklen Zimmern und sonstigen Unannehmlichkeiten verbunden ist. Und viertens sind die Fenster Gemeinschaftseigentum und dürfen nicht nach Lust und Laune selbst gewechselt werden (das gilt auch für den evtl. sanierungsbedürftigen Balkon)
Wenn also schon Hochhaus (uns geht es auch nicht anders, in FFM und Umgebung kann man mit normalem Einkommen fast nur im Hochhaus was kaufen, auch wenn Neubauwohnungen in kleinen Einheiten natürlich viel toller und schöner sind *seufz*), dann umfangreich saniert und modernisiert, damit es hinterher nicht zu teuer wird.
Außerdem darf man das Hausgeld nicht vergessen, das liegt meist wesentlich höher, als in kleinen Häusern, weil Hausmeister, Putzfrau, Aufzug uswuswusw, sprich, die Gesamtmonatsbelastung steigt dadurch um einiges.

Grüße Helen

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Hallo Helen !

D A N K E !
Deine Antwort hat mir sehr geholfen.
t.

Hallo Helen!

das macht 500Eurox12=6000 Euro/Wohnung und Jahr.
Sind 240000Euro/Jahr bei 40 und 360000Euro/Jahr bei 60
Eigentümern.
Davon kann man ein Hochhaus innerhalb von einem-zwei Jahren
auf Neubauniveau bringen…

Wenn es in einem Hochhaus noch nicht einmal Iso-Verglasung gibt, ist es ein alter Kasten aus den 60er Jahren oder älter. Eine mehrgeschossige Villa kann gerne 100 Jahre alt sein und kürzlich sah ich mir eine „Hütte“ Baujahr 924 (in Worten neunhundertvierundzwanzig) an, also über 1000 Jahre alt. Über den Zustand der Substanz konnte man nicht meckern - natürlich auch keine Iso-Verglasung :smile:. Ich würde lieber den 1000 Jahre alten Bau nehmen, als das Kostenrisiko des 40 Jahre alten Hochhauses zu tragen. Wenn da Heizung, Fenster, Dach, Regenrinnen, Fassade, Wasserleitungen, Fahrstühle fällig werden, sind hunderttausend Euro die Ungenauigkeit beim Kostenvoranschlag.

Im Klartext: In einem 60er Jahre-Hochhaus würde ich nicht mal tot über’n Zaun hängen wollen und die Finger vom Kauf einer Wohnung lassen, egal wie schön die Wohnung ist. Ausnahme: Das HH wurde in letzter Zeit von Grund auf saniert. Das kostet aber in jedem Fall Millionen und wer investiert solchen Betrag in ein altes Hochhaus? Sprengung kommt billiger.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ich hab ja weiter oben geschrieben, daß ich da auch nichts kaufen würde, da sind wir also einer Meinung.
Allerdings halt ich die Aussage „500 Euro reine Rücklage jeden Monat“ eindeutig für übertrieben, wenn man weder weiß, wie hoch die bereits bestehenden Rücklagen sind, noch was in letzter Zeit gemacht wurde.
Viel mehr wollte ich damit nicht sagen :smile:

Meine Schwiegereltern wohnen übrigens in einem Fachwerkhaus, 18. Jahrhundert, aber in den 80ern komplett saniert. Die Isolierung ist besser als in einem Neubau :smile:

Grüße

Helen

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