Immobilie als altersvorsorge

hallo leute,

  1. was denkt ihr, reicht eine immobilie aus als altersvorsorge?

  2. ist es sinnvoll noch eine immobilie zu kaufen um es zu vermitten und somit später seine rente erhöhen?

hallo leute,

hallo rick

  1. was denkt ihr, reicht eine immobilie aus als
    altersvorsorge?

nein.

  1. ist es sinnvoll noch eine immobilie zu kaufen um es zu
    vermitten und somit später seine rente erhöhen?

kommt u.a. auf die rendite der vermieteten immobilie an.

gruß, boris

Hallo,

  1. was denkt ihr, reicht eine immobilie aus als
    altersvorsorge?

Nein. Ich denke sogar, dass eine Immobilie nicht die beste Möglichkeit zur Altersvorsorge ist.

Die Gesetze in Deutschland machen es sehr schwer, einen Mieter wieder loszuwerden. Und nicht alle Mieter gehen pfleglich mit der ihnen anvertrauten Wohnung um. Nicht alle Mieter zahlen regelmäßig. Erst nachdem das dritte Mal die Miete nicht gezahlt wurde, kannst du als Vermieter eine fristlose Kündigung aussprechen. Dann hast du den Mieter aber immer noch nicht draußen. Unter Umständen muss eine Räumungsklage folgen, und wenn der Mieter vielleicht noch alt oder krank ist, kann es sein, dass ein Arzt bescheinigt, dass ihm kein Umzug zugemutet werden kann. Das ist dann ein Fall von „dumm gelaufen“ für dich als Vermieter … guck mal auf youtube unter „Mietnomaden“ und „Messies“.

Klar, dass sind Extrembeispiele, und die meisten Mieter sind ok. Wenn aber nicht, dann hast du ein großes Problem.

  1. ist es sinnvoll noch eine immobilie zu kaufen um es zu
    vermitten und somit später seine rente erhöhen?

Na ja. Wenn du schon eine Immobilie hast, würde ich nicht unbedingt noch eine zweite Immobilie kaufen, sondern eher eine andere Anlageform wählen, z.B. Aktienfonds oder eine Direktanlage in Aktien. Es gibt keine Gesetze, die Aktien davor schützen, verkauft zu werden :wink:

Noch eine andere Idee:
Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber wenn bei euch in der Gegend Parkplätze ein knappes Gut sind, würde ich auch mal über den Kauf von Parkplätzen zur Vermietung nachdenken. Der Grund? Für Parkplätze gibt es keinen Mieterschutz. Außerdem kann man an einer Garage nicht so viel kaputt machen wie an einer Wohnung. Vielleicht hast du nach „Auszug“ des Mieters einen Ölfleck auf dem Boden oder ein Lackspur an der Wand. Dem neuen Mieter wird das egal sein.

Ich würde aber eine abschließbare Box mit Stromanschluss kaufen. Kein Duplex, die muss man warten und das kann teuer werden. Abschließbar, damit das Auto des Mieters optimal geschützt ist. Und Stromanschluss für den Fall, dass jemand ein Elektroauto unterstellen möchte.

Schöne Grüße

Petra

hallo leute,

hallo rick

Morgen!

  1. was denkt ihr, reicht eine immobilie aus als
    altersvorsorge?

nein.

Ja.

kommt u.a. auf die rendite der vermieteten immobilie an.

Weise, weise.

Gruß
Stefan

Morgen!

Nein. Ich denke sogar, dass eine Immobilie nicht die beste
Möglichkeit zur Altersvorsorge ist.

Welche wäre denn die Beste deiner Meinung nach?

sondern eher eine
andere Anlageform wählen, z.B. Aktienfonds oder eine
Direktanlage in Aktien. Es gibt keine Gesetze, die Aktien
davor schützen, verkauft zu werden :wink:

Das haben in den letzten Jahren 100tausende gelernt, schneller
kann man seine Rente nicht durchbringen. Messies gegen Insolvenzen
oder Börsencrashs zu bringen ist Gröenordnungsmäßig eher
hömeopathisch.

Gruß
Stefan

hallo leute,

hallo rick

Morgen!

hi stefan!

  1. was denkt ihr, reicht eine immobilie aus als
    altersvorsorge?

nein.

Ja.

na einem ersten „hä?“ komm´ ich langsam drauf: je nachdem, wo man die betonung bei der ursprungsfrage setzt, fällt die antwort anders aus. mein „nein“ kam auf (meine lesart) "reicht allein eine immobilie [und sonst nix] als altersvorsorge aus.
dein „ja“ ist wohl eher auf „reicht eine immobilie aus [oder müssen es gar zwei, drei, vier,… sein“
also: jein :smile:

kommt u.a. auf die rendite der vermieteten immobilie an.

Weise, weise.

Gruß
Stefan

gruß, boris

hallo zusammen,

es geht in erster linie in der immobilie selber zu wohnen und nicht zu vermieten. (bei 1)

Die Sache mit Aktien ist doch, dass da großes Risiko dahinter steckt, dazu muss man sich dort auskennen
und immer auf den aktuellen Stand sein.
Bei der Immobilie ist das Risiko um einiges niedriger.
Wenn wir das mit heutiger Zeit vergleichen, spart man ohne die Miete nicht zu zahlen ca. 600 Euro monatlich -
und das auch wenn die nächste Wirtschafskrise kommt - bei den Aktien wäre evtl. ein großer Teil der ganzen Ersparnise weg.

Hallo Rick

es geht in erster linie in der immobilie selber zu wohnen und
nicht zu vermieten. (bei 1)

zu beachten ist, dass eine selbstbewohnte Immobilie nicht kostenfrei ist. Selbst wenn Du vor Rentenbeginn noch einmal alles alterungsanfällige (Dach, Rohre, Heizung, Elektrik) überholt haben solltest:
Wie lange darf das Leben dann noch Dauern, um nicht irgendwann im nassen, kalten dunkeln zu sitzen?

Außerdem kann man eine Immobilie nicht essen, trinken und anziehen.
Die Antwort lautet also: Nein. Eine Immo kann ein guter Bestandteil der AV sein. Aber nicht der einzige.

Die Sache mit Aktien ist doch, dass da großes Risiko dahinter
steckt, dazu muss man sich dort auskennen
und immer auf den aktuellen Stand sein.

Ja, ein bißchen Engagement muss einem die Altersversorgung schon wert sein.
Aktien sollten aber auch nur ein Teil einer Vorsorgestrategie sein. Auch hier nicht alles auf ein Pferd setzen.

Bei der Immobilie ist das Risiko um einiges niedriger.
Wenn wir das mit heutiger Zeit vergleichen, spart man ohne die
Miete nicht zu zahlen ca. 600 Euro monatlich -
und das auch wenn die nächste Wirtschafskrise kommt - bei den
Aktien wäre evtl. ein großer Teil der ganzen Ersparnise weg.

Man sollte schonmal genau nachrechnen. Meistens finanziert man ja eine Immobilie. Wenn ich beispielsweise 20% Eigenkapital habe (drunter sollte man es eh lassen), dann finanziere ich 80%. Mit Zinsen zahle ich das doppelte zurück.
Beispiel
Kaufpreis 250.000,-
Eigenkapital: 50.000
Finanzierung: 200.000

Zins Tilgung gesamt:400.000

Ich habe also insgessamt 450.000 euro bezahlt. Für ein Haus, das bei Kauf 250.000 wert war.
Hätte ich die 200.000, die für die Zinsen drauf gegangen sind, irgendwo sinnvoll auf die Seite gepackt (z.B. 555,- euro mtl. für 30 Jahre bei 3% Zinsen) käme da ein kleines Vermögen (im Beispiel 322.000 euro) raus.

Niemand kann heute sagen, was wirklich besser sein wird. Letztlich ist die Entscheidung für die selbstgenutzte Immo eine Gefühlsentscheidung. Weil man das will und toll findet. Wenn man das dann auch noch mit einem positiven Einfluss auf die Altersversorgung begründen kann, tut einem das halt gut.

Viel Glück wünscht der Money-Schorsch

Hallo Money-Schorsch,

ich gebe Dir mit fast allem, was Du geschrieben hast, recht. Allerdings finde ich, dass Du mit dem folgenden eine kleine Milchmädchenrechnung aufmachst:

Man sollte schonmal genau nachrechnen. Meistens finanziert man
ja eine Immobilie. Wenn ich beispielsweise 20% Eigenkapital
habe (drunter sollte man es eh lassen), dann finanziere ich
80%. Mit Zinsen zahle ich das doppelte zurück.
Beispiel
Kaufpreis 250.000,-
Eigenkapital: 50.000
Finanzierung: 200.000

Zins Tilgung gesamt:400.000

Ich habe also insgessamt 450.000 euro bezahlt. Für ein Haus,
das bei Kauf 250.000 wert war.
Hätte ich die 200.000, die für die Zinsen drauf gegangen sind,
irgendwo sinnvoll auf die Seite gepackt (z.B. 555,- euro mtl.
für 30 Jahre bei 3% Zinsen) käme da ein kleines Vermögen (im
Beispiel 322.000 euro) raus.

Bewohne ich die Immobilie selbst, dann spare ich über den gesamten Zeitraum von 30 Jahren die Miete + die in dieser Zeit anfallenden Mietsteigerungen. Das ist nicht zu verachten.

Ob es sich lohnt oder nicht, sieht man dann eben nach 30 Jahren. Entscheidend dafür wären dann die Zinsen und die Mietsteigerungen, die angefallen wären.

Gruß

Willi

Mahlzeit!

  1. was denkt ihr, reicht eine immobilie aus als
    altersvorsorge?

nein.

Ja.

na einem ersten „hä?“ komm´ ich langsam drauf: je nachdem, wo
man die betonung bei der ursprungsfrage setzt

Nee stimmt auch nicht, es war eher das kommentarlose „nein“ das mich
gestört hat.

Wenn man halbwegs auf dem Boden bliebt dann sollte sowas
http://www.amerika-berlin.de/uploads/tx_gsislideshow…
durchaus ausreichend sein.

Bei einer selbstgenutzten Immobilie hingegen ist es nur ein kleiner
Stein zur Altersvorsorge.

Gruß
Stefan

Bewohne ich die Immobilie selbst, dann spare ich über den
gesamten Zeitraum von 30 Jahren die Miete + die in dieser Zeit
anfallenden Mietsteigerungen. Das ist nicht zu verachten.

Hallo Willi,

ich bin über die mathematischen Fähigkeiten dieser ominösen Milchmädchen immer wieder überrascht… :wink:

Du hast vollkommen Recht, in diesem Beispiel sind viele Konjunktive. Die Miete habe ich genauso weg gelassen, wie die Tilgungsleistung auf das Darlehen.
Da kann man 1000 Szenarien durchrechnen und weiß trotzdem nicht, was auf so einen langen Zeitraum passieren wird.
Auch das Risiko, das mit einer Finanzierung verbunden ist, (z.B. durch Jobverlust) ist nicht erwähnt.
Ich wollte den Fragesteller auch nur anregen, noch einen weiteren Aspekt zu bedenken. Falls er es noch nicht getan hat.

Der Money-Schorsch