IMMOBILIE aus den sechziger Jahren

Guten Morgen,

angenommen es gäbe ein Einfamilienhaus aus den sechsziger Jahren, das zum Kauf angeboten wäre. An dem Haus wurde das Dach 1989 erneuert und die Heizanlage 1993. Die Heizanlage besteht aus Nachtspeicheröfen, von welchen ich bislang nie irgend etwas Positives gelesen habe. Gibt es von Euch ERfahrungen hierzu. Sollte diese Anlage lieber ausgewechselt werden. Was meint IHr worauf bei der Besichtigung des Hauses noch geachtet werden sollte - mal abgesehen, von offensichtlichen Fehlern…

Gruß und Dank
Dora

Hallo Dora !

Wenn das Haus von 1860 wäre, würde ich zugreifen.
Aber 1960!!! Das ist primitivstes Hausbauen in der Nachkriegszeit.

Sucht Euch etwas Neueres oder stilvolles Altes!

mfgConrad

was ist denn daran so primitiv? Ich als völliger Immo-Laie würde mich über diesbezüglicher Aufklärung freuen.

Gruß
Dora

was ist denn daran so primitiv? Ich als völliger Immo-Laie
würde mich über diesbezüglicher Aufklärung freuen.

Die Wände sind nicht nach Norm isoliert.
Die Heizungsrohre wahrscheinlich noch für natürlichen Umlauf ausgelegt. Deshalb überdimensioniert und aus verzinktem Material.

Thermopenfenster?

Frag den Vorbesitzer nach dem Gas- bzw Ölverbrauch!

mfgConrad


hallo,

erst wollte ich garnicht auf dieses posting antworten. Ich tue es aber doch, weil ich mich ärgere. Man kann doch so etwas überhaupt nicht verallgemeinern ! Jeder, der ein Haus besitzt, dass dieses Baujahr hat, könnte sich echt auf den Schlips getreten fühlen !

gruss

chatboy

erst wollte ich garnicht auf dieses posting antworten. Ich tue
es aber doch, weil ich mich ärgere.

Na, Du tust mir aber leid!

Man kann doch so etwas

überhaupt nicht verallgemeinern ! Jeder, der ein Haus besitzt,
dass dieses Baujahr hat, könnte sich echt auf den Schlips
getreten fühlen !

Das ist doch Blödsinn! Hier geht es darum, viel Geld für so ein Haus auszugeben. Wer es geschenkt kriegt, soll darin glücklich werden!
Ich habe seid 1956 diese Häuser mit aufgebaut und weiß, was damals Isolierung hieß! Das Wort gab es im Bau überhaupt nicht.

mfgConrad

hallo,

natürlich muss ein so altes Haus saniert werden und eine Isolierung bekommen, und das ist teuer …

gruss

chatboy

Na, Du tust mir aber leid!

Man kann doch so etwas

überhaupt nicht verallgemeinern ! Jeder, der ein Haus besitzt,
dass dieses Baujahr hat, könnte sich echt auf den Schlips
getreten fühlen !

Das ist doch Blödsinn! Hier geht es darum, viel Geld für so
ein Haus auszugeben. Wer es geschenkt kriegt, soll darin
glücklich werden!
Ich habe seid 1956 diese Häuser mit aufgebaut und weiß, was
damals Isolierung hieß! Das Wort gab es im Bau überhaupt
nicht.

mfgConrad

Hallo zusammen,
wohl kaum ein Haus wird noch in dem zustand sein, wie es in den sechziger Jahren gebaut worden ist, dann wären noch einfach verglaste Fenster darin usw. Inwieweit das Haus sinnvoll modernisiert worden ist und den heutigen Anforderungen enstspricht kann man nicht per Ferndiagnose sagen. Jemand der sich damit auskennt muss die Immobilie begutachten, alles andere ist lesen aus der Kristallkugel, genauso wir pauschalverurteilungen, dass so ein Haus nicht empfehlenswert wäre.
Gruß elmore

Hallo Dora!

was ist denn daran so primitiv?

Zu allen Zeiten gab es gut geplante und handwerklich sauber gebaute Häuser. Aber was in den ersten Nachkriegsjahrzehnten gebaut wurde, gehört oft nicht dazu. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn ich höre, daß das Gebäude eine Nachtspeicherheizung hat, vervollständigt sich das negative Vorurteil und es spricht viel dafür, daß das Haus nicht zu den wenigen Ausnahmen gehört. Aber es bleibt natürlich eine höchst fragwürdige Ferndiagnose.

Augenfällig bei Häusern aus den 60ern ist oft schon der Grundriß. Ein Haufen kleiner Zimmer, piffelig enge Flure, enge, steile Treppen. Solche Hütten kann man nur noch entkernen. Aber auch das stößt an enge Grenzen, weil die vermeintlichen Betondecken oftmals nur aus Hohlsteinen mit wenig Armierung bestehen. Solche Konstruktionen brauchen in engen Abständen tragende Wände. Alles ist furchtbar primitiv, stumpf einschlagende Zimmertüren, Fenster mit spargeldünnen Rahmen und flätiger Mechanik und oft vollständig fehlende thermische Isolation von Dach und Außenwänden. Die Wasserinstallation wird am Ende ihrer Lebensdauer sein und die E-Installation verdient ihren Namen nicht. In welche Ecke man auch guckt, wird man lieblosen Pfusch entdecken, der im schlimmsten Fall nachträglich mit Brettern (womöglich mit giftigem Zeugs imprägniert), Paneelen und was die Baumärkte hergeben, verkleidet wurde. Darunter wachsen ganze Pilzkulturen. Viel Pfusch hat seine Ursache im früher üblichen Alkoholkonsum auf Baustellen. Arbeiter waren spätestens ab Mittag betrunken und verließen ihren Arbeitsplatz mit geklautem Material. Das war so usus, wenn nicht dauernd jemand mit harter Hand daneben stand.

Ein Haus kann man nur beurteilen, nachdem man in buchstäblich alle Ecken gekrochen ist, Verkleidungen entfernt hat und u. U. von außen an der einen oder anderen Stelle aufgegraben hat. Andernfalls kann man nur Vermutungen äußern, mit denen Du nichts anfangen kannst.

Gruß
Wolfgang

Wie recht Du hast!
Aber gefragt wurde hier und deshalb ist nur eine Ferndiagnose möglich.

mfgConrad

danke, werde mir das ganze nochmals durch den Kopf gehen lassen…

gruß
dora

was ist denn daran so primitiv? Ich als völliger Immo-Laie
würde mich über diesbezüglicher Aufklärung freuen.

Also wir haben vor 2 Jahren ein Haus Bj. 1952 gekauft. Es wurde während der Jahre nur das Notwendigste renoviert, weshalb wir jedoch froh waren, weil wir so nichts Wertvolles, was uns aber nicht gefällt, rausschmeißen mussten.

Ansonsten haben wir es nicht bereut ! Wir haben dafür nur den ortsüblichen Wert des Grundstückes bezahlt. Mit einem Reihenhaus könnten WIR nicht glücklich werden, diese Hasenställe haben doch keinen Charme ! Wir haben 750 m² Grundstück, drei Garagen, ein zusätzlches Nebengebäude(WErkstatt) und einen großen Garten. Das Haus kann als 1 oder 2-Familienhaus genutzt werden.

Also, nur Mut !

Hallo Dora,

also ich glaube daß ein Haus in den 60er nicht ein schlecht bebautes Haus sein muß. Zu den typischen Nachkriegshäusern würde ich es jedenfalls nicht zählen, so daß man jetzt schlechte Baustoffe verwendet hat, das war sicherlich 10 Jahre früher. Die Isolation ist sicherlich nicht die beste, Nachtspeicheröfen sind halt Stromfresser, das würde ich mir schon gut überlegen, ob nicht eine moderne Heizung besser wäre. Wir haben vor 3 Jahren ein Reihenhaus (Baujahr 1959) gekauft, und haben es bisher nicht bereut. Das gewisse Moderniesierungen vorgenommen werden müssen ist klar, aber oft haben Häuser aus dieser Zeit mehr Charme als die Neubauten von Heute. Ansonsten kannst Du auch einen Architekten beauftragen, der das Haus mal unter die Lupe nimmt und begutachtet, dann Du bist auf der sicheren Seite.

Liebe Grüße

Sabine

Hallo Charly!

Also wir haben vor 2 Jahren :ein Haus Bj. 1952 gekauft. :Wir haben dafür nur den
ortsüblichen Wert des :Grundstückes bezahlt.

Das ist ja auch in Ordnung, aber es ist ein eher seltener Fall. Sieh Dich einmal um nach Häusern aus den 50ern und 60ern. Die Eigentümer legten sich dafür 30 Jahre lang krumm und sind i. d. R. tatsächlich der Meinung, eine wer weiss was für wertvolle Immobilie zu besitzen. In etlichen Fällen wurde die gerade abgezahlte Hütte mit allerlei Scheußlichkeiten (hauchdünne Verblender, Dachbeschichtung, Außenrolläden, Laminat, Paneele an Decken und Wänden und einer wunderschönen Haustür mit Butzenscheiben aus dem Baumarkt) „aufgewertet“.

Der Eigentümer träumt von einem Preis mit 5 Nullen und dann kommt jemand daher und will nur den Grundstückspreis zahlen… Merkwürdigerweise finden sich immer noch Leute, die trotz eines großen Angebotes von Immos aller Baujahre für die fragwürdige und nachträglich weiter vermurkste Substanz richtiges Geld hinblättern.

Gruß
Wolfgang

Ansonsten haben wir es nicht bereut ! Wir haben dafür nur den
ortsüblichen Wert des Grundstückes bezahlt.

Na gut, einem geschenkten Gaul, guckt man nicht ins Maul!

Hasenställe haben doch keinen Charme ! Wir haben 750 m²
Grundstück, drei Garagen, ein zusätzlches
Nebengebäude(WErkstatt) und einen großen Garten. Das Haus kann
als 1 oder 2-Familienhaus genutzt werden.

Was hat das alles mit dem Haus aus der eigentlichen Frage zu tun?

mfgConrad

Hej Dora,

ich habe vor Jahrenden ein Haus aus den Endfünfzigern, mit Erweiterung in den Mittsechzigern, gekauft. die Kaufentscheidung habe ich bis heute nicht bereut.
Vor dem Kauf habe ich mir das Haus mit einem befreundeten Bauingenieur angeschaut, um die Substanz zu checken. Diese war soweit in Ordnung.
Punkte die negativ aufgefallen sind:

  • Einzelverglasung
  • alte Ölheizung
  • alte Stromverkabelung, im Altteil.
    Dieses führte auch zu einem erheblichen Preisnachlass :wink:
    Die negativen Punkte wurden nach und nach abgearbeitet. Zwischenzeitlich wurden noch Dachrinnen, Zu- und Abwasser erneuert. Nun habe ich erst einmal meine Ruhe. Ok, rumgebastelt wird immer.

Empfehlen würde ich Dir/Euch, wenn ihr an dem Haus interessiert seid, nehmt einen Fachmann zu Rat und lasst Euch beraten.
Zu den Nachtspeicheröfen, holt Euch mal ein unverbindliches Angebot einer Fachfirma für die Entsorgung ein. Stellt mit dem Fachmann eine Mängelliste auf, und fixiert diese preislich - was heisst, was kostet mich die Instandsetzung von

  • Einbau Heizung
  • neue Fenster etc.
    Danach macht dem Verkäufer ein Angebot und wartet ab was er dazu sagt, Verhandlungspielraum ist immer. Viel Glück!

Hejdå
Joker