Hallo www´ler,
ein Paar möchte ein freistehendes Haus kaufen und signalisiert nach der langen und ausführlichen Besichtigung dem Immobilienberater der Volksbank ihr Interesse. Dieser Berater gesteht nach dem langen und ausführlichen Besichtigungstermin (1,5 Std), dass schon zwei Paare vor uns da waren und auch Interesse haben, und er der fairnesshalber die Reihenfolge einhält. Seltsam dachten wir uns, aber nun gut. Es lohnt sich zu Warten.
Das erste Paar ist (wenn es denn wirklich andere Interessenten gibt), mangels Finanzierungsmöglichkeiten abgesprungen. Das zweite Paar möchte die Immobilie noch einmal sehen. Sie wollen dann doch kaufen, die Frau ist Ärztin,wurde meinem Partner mitgeteilt, somit sei die Finanzierung kein Problem. Der Immobilienberater der Volksbank erläutert meinem Partner dann, dass wir gegen eine Zahlung von 3000,00 Euro auf Platz zwei vorrücken können. Leider hat mein Partner nicht genauer nachgefragt wie das gemeint sei, schwarz oder als Aufpreis auf die Immobilie, die ja doch günstig sei, dass sagte er noch. Nun ist er 14 Tage im Urlaub und wir sollen uns dann wieder melden.
Was haltet ihr von der Situation?
Sicherlich ist es sein gutes Recht, den Preis in die Höhe zu treiben. Obwohl ich mich dann wundere, wie er auf diese Summe kommt. Da hätte ich mehr verlangt. Aber das kann ja auch für ihn sprechen.
Besten Gruß
Doris
Guten Morgen,
wir haben auch eben über die Volksbank eine Immobilie gekauft und ich kann nur sagen, dass diese Banker teilweise ganz üble Spielchen spielen…war auch entsetzt, was für Machenschaften die an den Tag bei uns legen wollten - wir haben dann uns direkt an die Eigentümerin gewendet und fortan nur noch mit ihr verhandelt…Maklercourtage musste natürlich trotzdem bezahlt werden. FAZIT: NEIN DANKE VOLKSBANK!
Hallo Dora,
vielen Dank für deine Information.
Ist es dir möglich, konkretes mitzuteilen, damit ich mich darauf einstellen kann, was noch kommen kann.
Es handelt sich ja hier um keine Patt-Situation. Die Immobilien-Menschen sind uns Käuferinnen und Käufern an Erfahrung und Ausgebufftheit in diesen Bereich weit voraus.
Du kannst mich auch gerne direkt anschreiben, wenn du es nicht öffentlich machen möchtest. Meine Mailadresse findest du oben im Posting.
Besten Gruß
D. Grummel
Hallo Frau Grummel,
wie ich immer predige; als privater Käufer man ist der Verkäufergilde nicht gewachsen.
Was wirklich hinter dem „Gesülze“ steht, wird nicht aufgedeckt.
Letztlich ist das einzige Ziel des Maklers, das Geld des Käufers zu bekommen.
Dabei wird auch nicht zurückgeschreckt, zum vereinbarten Besichtigungstermin noch andere Leute einzuladen, die dann als Kaufinteressent auftreten und mit „AAHH“ und „OHH“ das Objekt „besichtigen“, nur damit der Makler den wirklichen Kaufinteressenten zum Kauf drängen kann:„Sie sehen ja das bekundete Interesse…“
Ob dies Makler von Bankentöchter sind oder freie Vermittler, spielt dabei keine Rolle.
Das freie Spiel der Kräfte verliert der private Käufer in schöner Regelmäßigkeit. Dennoch gibt es Leute, die wirklich glauben, ohne fachliche Unterstützung selbst klar zu kommen.
Haben Sie sich schon mal direkt mit dem Eigentümer in Verbindung gesetzt?
Haben Sie bei diesem Makler etwas unterschrieben?
Ich würde Ihrem Partner keine Vorwürfe machen. Er wird ja wohl kein Fachmann sein und auch die Tricks der Verkäufergilde nicht kennen.
Ganz nebenbei:
Ist das auch wirklich das Objekt, was Sie sich wünschen?
Haben Sie ein Alternativangebot?
Haben Sie den Kaufpreis (Marktpreis) geprüft?
Gibt es Vergleichsangebote?
Haben Sie sich eine GENAUE Checkliste erstellt, worin ALLE Umstände aufgeschrieben sind, was das zukünftige Objekt haben MUSS und was es NICHT haben DARF?
Eine Immobilie ist das Teuerste, was sich ein Mensch in seinem Leben kauft. Es ist also in jedem Fall Vorsicht geboten.
Der notarielle Kaufvertrag ist absolut bindend. Wenn nachträglich etwas moniert werden soll, haben Sie schlechte Karten.
Ist die Finanzierung gesichert?
etc, etc, etc…
Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Pausch
www.immobilienratgeber.com
Hallo Herr Pausch,
vielen Dank für ihre Ausführung.
Ich möchte nur kurz erwähnen, dass ich meinem Partner keinen Vorwurf mache. Falls das so herüber gekomme ist, ist das nicht so gemeint gewesen.Es sollte lediglich verdeutlicht werden, dass ich im dunklen tappe, und das ist eine unbefriedigende Situation.
Wird die Summe auf den Kaufpreis aufgeschlagen, habe ich so gut wie kein Problem damit. Wenn es „unter der Hand“ laufen soll, dann schon. Damit kenne ich mich überhaupt nicht aus und dann ist die Sorge da, dass das Geld weg sein könnte und die Immobilie an eine andere Person geht.
Wir sind beide vorsichtige Käufer, informieren uns gut und haben etliche Vergleichsmöglichkeiten. Das Haus ist das beste Angebot, welches wir bisher bekommen haben (wir suchen seit 1 Jahr) mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Nichts desto trotz
soll noch ein unabhängiber Gutachter, falls wir es denn bekommen, das Objekt in Augenschein nehmen.
Besten Gruß
Doris