Immobilie gleich Steuervorteil?

Hallo,

ich habe eine wahrscheinlich für Euch Experten sehr einfache Frage:
Immer wieder wird gesagt, dass der Erwerb einer Immobilie unter „Zuhilfenahme“ eines Kredits aus steuerlichen Gründen immer gut ist. Ich dachte bisher, dass man dann die Tilgungsbelastung vom Einkommen abziehen kann. Dies scheint aber nicht zu stimmen.
Warum ist es also vorteilhaft, statt zu mieten, am besten in deneigenen vier Wänden zu wohnen? Welche steuerlichen Vorteile hat man?

Danke vorab!
Jürgen

Hallo

bei der eigengenutzten Immobilie hat man keine Steuervorteile mehr, alles gekippt, gibt auch keine Eigenheimzulage mehr.

Die Tilgungsbelastung konnte man noch nie absetzen.
Höchstens die Zinsbelastung.

Der Vorteil einer eigenen Wohnung/eigenes Haus ist:
man wirtschaftet in die eigene Tasche und irgendwann gehört es einem und man wohnt mietfrei.

Kannst dir ja mal ausrechnen was du z.B. in 30 Jahren an Miete zahlst und für den gleichen Zeitraum die Aufwendungen für was eigenes.

Beim Kauf von einem 2-Familienhaus, in dem eine Wohnung vermietet wird, kannst du die anteiligen Zinsen gegenüber der Mieteinnahme verrechnen, gleichfalls die Aufwendungen für das Haus. Hast du ein rechnerisches Minus kann man dieses bei der Steuer absetzen.

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Hallo,

ich habe eine wahrscheinlich für Euch Experten sehr einfache
Frage:
Immer wieder wird gesagt, dass der Erwerb einer Immobilie
unter „Zuhilfenahme“ eines Kredits aus steuerlichen Gründen
immer gut ist. Ich dachte bisher, dass man dann die
Tilgungsbelastung vom Einkommen abziehen kann. Dies scheint
aber nicht zu stimmen.

Du verwechselst Zins mit Tilgung. Tilgung war noch nie absetzbar, sondern immern nur die Zinsen - das aber nur bei nicht selbstgenutzten Wohnungen/Häusern.

Warum ist es also vorteilhaft, statt zu mieten, am besten in
deneigenen vier Wänden zu wohnen? Welche steuerlichen Vorteile
hat man?

Für selbstgenutztes Wohneigentum gab es bis vor einem Jahr die Eigenheimzulage, die ist aber gestrichen worden; steuerliche Vorteile hat man keine. Trotzdem kann sich Wohneigentum besonders im Hinblick auf die Altersversorgung lohnen, besonders auch in Zeiten niedriger Zinsen. Über den Daumen gepeilt kostet eine Eigentumswohnung (außer in Ballungszentren) ungefähr 11 Jahresmieten, die Zinsen für ein Baudarlehen verdoppeln ungefähr den Kaufpreis, nach spätestens 30 Jahren hättest Du also die Bude über die Miete bezahlt (aber der Wert der Immobilie gehört Dir, bloß die Zinsen sind verloren!). Als Eigentümer wohnst Du danach mietfrei, Dir verbleiben allerdings noch die Reparaturkosten und die Grundsteuer. Außerdem bist Du unkündbar.
Allerdings bist du immobil, der Verkauf einer Immobilie kann zeitraubend sein, daher ist schwieriger den Wohnort aus welchen Gründen auch immer zu wechseln.

Wolfgang D.

Hallo,

eine Immobilie ist dann rentabel, wenn man sie BILLIG kauft, TEUER vermietet (und dafür gerne einen Haufen Steuern zahlt, je mehr desto besser) und dann irgendwann HORREND TEUER wieder verkauft. (Wobei man gerne und mit einem glücklichen Lächeln den Staat daran beteiligen kann)

Steuersparmodelle entpuppen sich oft als Geldverbrennungsmaschinen.

Faustregel: je mehr Leute daran mitverdienen wollen, desto weniger lukrativ ist das Geschäft.

Wenn man Verluste macht, muss man zwar weniger Steuern bezahlen, aber man macht Verluste.

Ungünstig ist, wenn man das eigengenutzte Haus mit einem Kredit finanziert und das vermietete bar bezahlt. Andersrum gehen die Kreditzinsen von den Einnahmen weg.

Gruß

Peter

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Jürgen Deine Frage ist ganz einfach beantwortet. Wer ein Haus zur Eigennutzung kauft, hat keine Steuervorteile, sondern eine Immobilie an der Backe, die er lange finanzieren muss und die sich nur rechnet, wenn Du mit der schwarzen Kiste rausgetragen wirst.

Es gibt natürlich auch Immobilienspekulanten, die mit dem Handel von Immobilien Geld verdienen, aber das sind Profis mit dem Immobilienexpertenwissen. Wenn Dich meien Meinung interessiert, dann lese ein wenig auf meinen Seiten […].

[Team: URL entfernt]

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Vielen Dank an Dich, Roger,
und an die bisher drei weiteren Experten!

Eure Antworten haben mir weitergeholfen!

Viele Grüße,
Jürgen

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Kannst dir ja mal ausrechnen was du z.B. in 30 Jahren an Miete
zahlst

…das möchte ich auch können…schreib doch bitte mal wie das geht. Mich würde hier speziell die Mietentwicklung in den Innenstadtbezirken von Berlin interessieren
(wenn ich so rückwirkend die letzten 30 Jahre betrachte, haben alle, die ich kenne mit ihren Prognosen total daneben gelegen.)

und für den gleichen Zeitraum die Aufwendungen für was
eigenes.

auch das möchte ich mal vorgerechnet haben. Insbesondere würden mich die Hypothekenzinsen z.B. in 15 Jahren dringend interessieren.
Gruß n.