Immobilie kaufen statt Miete, lohnt das immer?

Hallo zusammen,

mein Mann und ich möchten gerne ein kleines Häuschen für uns und unsere Kinder kaufen. Etwas haben wir ja auch bereits selber angespart, allerdings sind bei uns die Immobilienpreise so ordentlich, dass unser Erspartes wahrscheinlich leider nur etwa 20% ausmachen könnte. Aber weiter weg wollen wir nicht ziehen (wo die Preise günstiger sind).

Ist so etwas zu riskant? Wir haben Angst dass wir uns damit übernehmen könnten. Aber auf längere Sicht können wir auch nicht mehr in unserer kleinen Mietwohnung bleiben, weil die aus allen Nähten platzt.
Und jetzt nochmal in eine andere Mietwohnung ziehen??? Ich möchte endlich mal „ankommen“ und zumindest für lange lange lange Zeit ein Zuhause finden.

Was meint Ihr dazu???

Vielen Dank im voraus.

Ist so etwas zu riskant? Wir haben Angst dass wir uns damit
übernehmen könnten.

Die Angst kann Euch keienr nehmen. Ein finanzilles Risiko ist ein Immobilienkauf schon.

Was meint Ihr dazu???

Ein finnazielles Risiko ist der Hauskauf schon, ob es sich kostenmäßig gelohnt hat, wißt Ihr frühestens in 30 Jahren. Aber die eigenen vier Wände sind eben etwas besonderes. Ich wollte nicht mehr zur Miete wohnen.

Hallo,

Miete gegen Rate zu stellen, reicht bei weitem nicht aus. Die gröbsten Fehler werden in der Vorbereitung des Hauskaufes gemacht und zwar bei der Kalkulation der Veranstaltung. Auch wenn Kreditinstitute ihr Geld gerne wieder haben möchten und daher eher vorsichtig kalkulieren (sollten), ist das nicht immer der Fall. So werden meist die Lebenshaltungspauschalen zu gering angesetzt.

Führt am besten im Vorfeld ein Haushaltsbuch und schaut mal, was Ihr wirklich ausgebt. Anschließend sollte man berücksichtigen, daß man im eigenenen Haus mit seinem Geld großzügiger umgeht/umgehen will, als bei der Mietwohnung, also beispielsweise Reparatungen und Ersatzinvestitionen eher oder großzügiger vornimmt. Außerdem sollte man Luft lassen für steigende Ausgaben - schließlich ist man ja Großgrundbesitzer.

Dann gilt es sich natürlich um die laufenden Kosten zu kümmern. Wenn man schon ein Objekt im Auge hat, kann man vielleicht die potentiellen Nachbarn fragen, was an Gebühren für Müll, Abwasser, Straßenreinigung anfällt bzw. wie hoch das Hausgeld (falls ETW) ist. Knifflig beim Neubau: der erste Ansatz beim Hausgeld wird meist zu niedrig angesetzt, so daß im zweiten Jahr eine Erhöhung folgt. Die Gefahr ist geringer, wenn es sich um eine größere (und damit erfahrenere) Verwaltung handelt. Der werdende Hauseigentümer sollte an der Stelle nicht vergessen, daß er die Reparaturen aus eigener Tashce zu zahlen hat. Über den Daumen gepeilt 5-10% der Baukosten sollte man über die ersten zehn angespart haben.

Anschließend sollte man sich realistisch (!) überlegen, was man an neuem Mobiliar benötigt und welches von dem alten Geraffel man wirklich in dem schönen neuen Haus wieder aufbauen will. Bei den meisten, die ich kenne, lief es am Ende auf einen fast vollständigen Austausch des Mobiliars hinaus. Hinzu kommen Dinge, an die man vorher nicht dachte, also bspw. Rasenmäher, Heckenschere, Schlauch (bitte hier auch das Wasser berücksichtigen, daß man im Sommer auf dem Rasen und unter den Hecken verteilen muß), Gartenstühle, Außenbeleuchtung, Gartenhaus etc.

Das ganze teilt man dann in Pflicht- und freiwillige Ausgaben bzw. einmalige und laufende Ausgaben auf. Wenn dann noch alles locker paßt, kann man die Sache beruhigter angehen. Und wie mein Vorredner schon schrieb: das ganze ist auch eine Gefühlssache. Die eigene Hütte um sich rum ist schon ein gutes Gefühl :smile:

Gruß
Christian

Hallo,
es lohnt sicher nicht immer (wie man an Zwangsversteigerungen sieht) aber meistens, meine ich. Wer beruflich staendig umziehen will, ist mit einer Immobilie fester gebunden, kann eben schwieriger wechseln.
Wenn ihr mit wenig Geld in einem Gebiet mit hohen Immobilienpreisen lebt, braucht ihr nicht ein kleines Haus sondern in erster Prioritaet ein kleines Grundstueck, wenns Haus noch groesser werden soll, ist es ein altes Haus.
Rechen mal selbst zurueck, in der kleinen Mietwohnung bei wenig Miete habt ihr wie lange gebraucht fuer das Ersparte? Im Haus, das groesser als die Wohnung werden soll, braucht ihr wahrscheinlich mehr Heizung und anderes. Da reicht die Miete der jetzigen Wohnung eher nicht fuer Zins und Tilgung, fairerweise muesste man aber die Miete eines Hauses in die Vergleichsrechnung einbringen. Sowas muss genau mit den persoenlichen Daten gerechnet werden, damit finanziell nichts schiefgeht (schiefgehen sollte, denn in die Zukunft schaut niemend), aber openoffice hilft beim Kalkulieren.
Besonders solltet ihr die ersten Jahre ansehen, da ist es meistens knapp gerechnet, dann die Reparaturen in spaeteren Jahren, und zuletzt das Rentenalter betrachten. Dann hat das Eigentum normalerweise Vorteile, wenn es DANN in brauchbarem Zustand ist, waehrend der Mieter weiter (steigende) Mieten erdulden muss.
Zur Zeit sind die Zinsen recht guenstig, von daher ist es deutlich leichter Schulden zu tragen als bei 8 Prozent. Fuer den Fall, dass die Preise und Loehne steigen, haltet ihr den Kaufpreis beim Kauf fest und zahlt spaeter mit mehr Lohn einfacher zurueck, das geht meist prima. Es muss aber nicht so kommen.
Man braucht immer etwas Mut, sprecht mit Bekannten, die ein Haus gekauft haben, solche die zufrieden sind und solche die Probleme haben, dann gibt es zusammen eine objektivere Information. Und schaut Euch 5 oder mehr Haeuser an, nicht lange suchen, solche die ihr sowieso nicht kaufen wollt, und denkt ueber jedes Angebot, dessen Moeglichkeiten zum Leben und die Finanzierung nach, einfach um Uebung zu bekommen, damit ihr ein wirklich interessantes Angebot schneller und richtiger beurteilen koennt. Man kann sich dazu einen Spickzettel ausdenken (zig Punkte), was alles zu beachten ist, dieser wird normalerweise stets laenger, und ihr entscheidet dann besser.
Gruss Helmut

20 % Eigenkapital ist mehr wie bei vielen anderen Käufern.

Einfache Belastungsprüfung: gesparte Miete plus bisherige Sparrate minus höhere Nebenkosten der Immobile sollte in etwa der künftigen Belastung aus Zins- und Tilgung entsprechen.

15 Jahre Zinsbindung wählen und evt. Födermittel prüfen. Evt. hilft eine zusätzliche Absicherung gegen die größten finanziellen Folgen einer Arbeitslosigkeit, Tod und Krankheit ect. Risiken zu minimieren.
Wobei: im Mietverhältniss treten in diesen Fällen auch Herausforderungen auf :wink:

Unabhängige Beratung beanspruchen.

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