Hallo,
Miete gegen Rate zu stellen, reicht bei weitem nicht aus. Die gröbsten Fehler werden in der Vorbereitung des Hauskaufes gemacht und zwar bei der Kalkulation der Veranstaltung. Auch wenn Kreditinstitute ihr Geld gerne wieder haben möchten und daher eher vorsichtig kalkulieren (sollten), ist das nicht immer der Fall. So werden meist die Lebenshaltungspauschalen zu gering angesetzt.
Führt am besten im Vorfeld ein Haushaltsbuch und schaut mal, was Ihr wirklich ausgebt. Anschließend sollte man berücksichtigen, daß man im eigenenen Haus mit seinem Geld großzügiger umgeht/umgehen will, als bei der Mietwohnung, also beispielsweise Reparatungen und Ersatzinvestitionen eher oder großzügiger vornimmt. Außerdem sollte man Luft lassen für steigende Ausgaben - schließlich ist man ja Großgrundbesitzer.
Dann gilt es sich natürlich um die laufenden Kosten zu kümmern. Wenn man schon ein Objekt im Auge hat, kann man vielleicht die potentiellen Nachbarn fragen, was an Gebühren für Müll, Abwasser, Straßenreinigung anfällt bzw. wie hoch das Hausgeld (falls ETW) ist. Knifflig beim Neubau: der erste Ansatz beim Hausgeld wird meist zu niedrig angesetzt, so daß im zweiten Jahr eine Erhöhung folgt. Die Gefahr ist geringer, wenn es sich um eine größere (und damit erfahrenere) Verwaltung handelt. Der werdende Hauseigentümer sollte an der Stelle nicht vergessen, daß er die Reparaturen aus eigener Tashce zu zahlen hat. Über den Daumen gepeilt 5-10% der Baukosten sollte man über die ersten zehn angespart haben.
Anschließend sollte man sich realistisch (!) überlegen, was man an neuem Mobiliar benötigt und welches von dem alten Geraffel man wirklich in dem schönen neuen Haus wieder aufbauen will. Bei den meisten, die ich kenne, lief es am Ende auf einen fast vollständigen Austausch des Mobiliars hinaus. Hinzu kommen Dinge, an die man vorher nicht dachte, also bspw. Rasenmäher, Heckenschere, Schlauch (bitte hier auch das Wasser berücksichtigen, daß man im Sommer auf dem Rasen und unter den Hecken verteilen muß), Gartenstühle, Außenbeleuchtung, Gartenhaus etc.
Das ganze teilt man dann in Pflicht- und freiwillige Ausgaben bzw. einmalige und laufende Ausgaben auf. Wenn dann noch alles locker paßt, kann man die Sache beruhigter angehen. Und wie mein Vorredner schon schrieb: das ganze ist auch eine Gefühlssache. Die eigene Hütte um sich rum ist schon ein gutes Gefühl 
Gruß
Christian