Immobilie - Lage

Hallo an alle,

wir sind auf der Suche nach einer passenden Immobilie bzw. zunächst nach dem passenden Ort.

Wir schwanken zwischen zwei Orten. Beide Wahl-Orte haben alle Einkaufsmöglichkeiten, Schulen (auch weiterführende), Vereine, Ärzte, gute Verkehrsanbindungen etc.

In Ort 1 wohnen unsere Eltern, Ort 2 gefällt uns landschaftlich (Freizeit) etwas besser. Sie liegen 50 km auseinander - also auch nicht die Welt.

Wir haben momentan noch keine Kinder und können deshalb nicht abschätzen, was da auf uns zukommt.

Was meint ihr: Ist es ratsam, die Unterstützung der Eltern (nicht ständig, aber ab und zu) „vor der Haustüre“ zu haben.

Danke für Rückmeldungen und viele Grüße
Kristina

Hi,

In Ort 1 wohnen unsere Eltern, Ort 2 gefällt uns
landschaftlich (Freizeit) etwas besser. Sie liegen 50 km
auseinander - also auch nicht die Welt.

Was meint ihr: Ist es ratsam, die Unterstützung der Eltern
(nicht ständig, aber ab und zu) „vor der Haustüre“ zu haben.

meiner Erfahrung nach ist es ideal, wenn die Eltern erreichbar, aber nicht direkt um die Ecke sind. 50km sind keine problematische, aber eine ganz angenehme Distanz.

Findet

Malte

Hallo Kristina,

wenn Ihr Euch gut mit den Eltern versteht, kann ich persönlich nur dazu raten im selben Ort zu bleiben.
Wir sind leider (da waren die größeren Kinder 3 u. 5 Jahre alt) 40 Km von unseren Eltern weggezogen und wußten erst dann, welche Vorteile die gleiche Stadt hatte.

Als Beispiel:

-Kinder sollten bei Oma u. Opa schlafen, da wir zum Geb. eingeladen waren. Kind I fing an sich zu übergeben. Dies kann man nicht jeden Großeltern zumuten.

-Man muß mal „schnell“ was erledigen, Opa kommt kurz für 'ne Stunde vorbei.

-Später könnte auch Opa oder Oma einen „Fahrdienst“ übernehmen, der ganz bestimmt irgendwann anfällt, sei es zum Schwimmkurs oder auf den Sportplatz zum Auswärtsderby.

-Falls Du nach dem Kind/Kindern wieder arbeiten möchtest, - nichts besseres, als wenn die Kid’s dann nach der Schule oder in den Ferien gut in der Familie untergebracht sind. Ganz davon abzusehen, wenn Sie mal krank sind, u. Du mußt trotzdem arbeiten.

Gut, bei einem Kind (ich weiß ja nicht wie Eure Familienplanung aussieht) ist man nicht so auf Familienhilfe angewiesen.
Bei uns mit drei Kindern u. Tieren - jetzt ohne Großeltern - bin ich manchmal ganz schön am rödeln. Ich würde sonst was dafür geben, wenn Oma u. Opa im Ort wohnen würden.

Muß ja nicht gleich um die Ecke sein.

Frohe Ostern, wünscht Momi

Hi,

auch ich rate eindeutig zum „Elternort“.
50km sind ziehmlich genau die Entfernung, in der meine Mutter und meine Schwester mit Familie wohnen. Für alltägliche oder kurzfristige Hilfe ist das einfach zu weit. Und im Alltag mit Kindern ist kurzfristige Hilfe unbedingt notwendig - wir greifen dafür auf Nachbarn und Freunde im Ort zurück. Die Großeltern sind zu dieser Hilfe aber viel öfter, kurzfristiger und schneller bereit.
Freunde und Nachbarn hat man im Elternort auch, die Eltern fehlen aber im anderen Ort. Gerade wenn es z.B. um eine regelmäßige Betreuung geht (jeden Mittag eine Stunde o.ä.), kommt man bei Freunden/Nachbarn schnell an Grenzen.

Wir sehen es täglich: wer die Eltern im Ort hat, hat es leichter im Alltag.

Gruß Stefan

Die Faustformel
Hallo,

meine Faustformel zur Berechnung des „Mindest-Wohnabstands“ zu (allen) nahen Verwandten lautet: So weit weg, dass man üblicherweise nicht unangemeldet mit dem Fahrrad kommt.*

M. E. sind das > 10 km

* Es ist keineswegs gesichert, dass „gutes Verstehen“ oder „gewünschte Nähe“ dauerhaft sind.

Gruß

Klarissa

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Hallo Klarissa,

* Es ist keineswegs gesichert, dass „gutes Verstehen“ oder
„gewünschte Nähe“ dauerhaft sind.

Was ist heutzutage schon „dauerhaft“? - Leider. Schau nur mal die Scheidungsraten an.

Gruß Momi

Hallo,

In Ort 1 wohnen unsere Eltern, Ort 2 gefällt uns
landschaftlich (Freizeit) etwas besser. Sie liegen 50 km
auseinander - also auch nicht die Welt.

Wir haben momentan noch keine Kinder und können deshalb nicht
abschätzen, was da auf uns zukommt.

Da kommt einiges auf Euch zu, schon mit „nur“ einem Kind :wink:.

Was meint ihr: Ist es ratsam, die Unterstützung der Eltern
(nicht ständig, aber ab und zu) „vor der Haustüre“ zu haben.

Wählt Ihr den Ort der Eltern, dann habt Ihr sie ständig „vor der Haustüre“, wenn nicht sogar dahinter.
Wenn erstmal das Baby da ist, dann kann es schon vorkommen, dass sie ständig um Euch sind.
Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein. Und das hängt von Euch ab, wie Ihr Eure Eltern „erzogen“ habt.

Gruß
Frank

Ohne Grosseltern würde so manches nicht laufen
Hallo,

wir wohnen nicht nur im selben Ort sondern auch im selben Haus. Letzteres hat aber auch Vor- und Nachteile, wobei die Vorteile schon überwiegen. Bei uns mit unseren Zwillingen würde auch so manches ohne die Grosseltern nicht gehen und dass obwohl wir versuchen diese so wenig wie möglich zu belasten. Aber wenn nun mal Not am Mann ist, dann ist dass einfach viel Wert!

LG

1 „Gefällt mir“

Hallo,
die unmittelbare Nähe zu den Eltern ist mit Kindern eine sehr bequeme Situation, die allen zugute kommt - eine Win-win-Situation: die Großeltern erfreuen sich der Zeit mit ihren Enkeln, die Kinder freuen sich über die Entlastung und die Enkelkinder haben einen Generationenkontatkt, der an Erfahrungswert unbezahlbar ist - vorausgesetzt ihr versteht euch gut und die Eltern bleiben wo sie sind.

Viele Grüße

Hallo Kristina,

meiner Meinung nach kann es dafür keine allgemeingültige Empfehlung geben, weil alles steht und fällt mit dem Verhältnis zwischen Großeltern und Eltern. Ist es nicht gut (und da reicht schon zu einem Partner), dürfte die Entscheidung Richtung 50 km gehen. Ist es eigentlich gut, dann kommt es darauf an: Neigen die Großeltern zum Gluckenverhalten und dieses ist bei den Eltern nicht gewünscht, dann ist eine größere Distanz gesünder. Ist das Gluckenverhalten willkommen, dann ist Nähe besser. („Gluckenverhalten“ an sich ist nicht positiv oder negativ. Die Wertung kommt mit der Einstellung der Eltern rein.)

Der bessere Ratgeber als das Internet wäre in meinen Augen ein intensives Gespräch mit dem Partner - und dann ein ebensolches mit den künftigen Großeltern! Denn egal wie man es dreht und wendet, in jedem Fall wird ja ein Verhalten von ihnen erwartet / gewünscht. Und da schadet es nicht, mal offen über die Vorstellungen einer solchen Rolle zu sprechen. Es könnte ja bspw. auch sein, dass die „Großeltern“ kurz vor dem Ruhestand stehen und dafür schon die dicken Planungen haben. Und im Traum nicht daran denken, sich in eine was-auch-immer Rolle „reindrängen“ zu lassen. Unter Umständen kann bei so einem Gespräch aber auch rauskommen, dass ehemals als „sachlich“ empfundene eigene Eltern beim Gedanken an eine Großelternrolle auf einmal total (zu?) engagiert werden.

Hier geht es um erwachsene Leute. Daher ein schönes Fläschchen Wein gemeinsam köpfen und da mal offen drüber reden.

Die Vor- und Nachteile beider „Lagen“ liegen in meinen Augen offen auf der Hand. Genauso genial, wie es sein kann, die Großeltern ums Eck zu haben (für alles mögliche, organisatorische Sachen, aber auch ein intensives Großeltern-Enkel-Verhältnis an sich), so negativ kann es sein, wenn es zu intensiv wird.

LG Petra

Tztztz, …
Guten Morgen,

vorausgesetzt ihr versteht euch gut
und die Eltern bleiben wo sie sind.

Gruß
Der Franke

Meine Rede !
Hallo Momi,

Was ist heutzutage schon „dauerhaft“? - Leider. Schau nur mal
die Scheidungsraten an.

eben - und möchtest Du im Fall der Trennung/Scheidung Deine Immobilie visavis oder gar gar im Garten der (Schwieger-) Eltern haben?

M. E. rechtfertigen die vermeintlichen Vorteile dieser Nähe (GESICHERT ist keinesfalls, dass die Großeltern sich dauerhaft als Babysitter einsetzen lassen und obendrein betrifft das nur einige Jahre) deren „Risiken“ und „Nachteile“ keineswegs: Wenn (Schwieger-) Eltern Hilfe* brauchen, wenden die sich auch folgerichtig an die Nächstliegenden . . .

* Das kann sowohl „regelmäßige“ Unterstützung bei der Gartenarbeit, als auch tägliche Hilfe/Pflege im Alltag bedeuten.

In meinem Verwandten- und Bekanntenumfeld hatten einige das vermeintliche Glück, im Haus der (Schwieger-) Eltern wohnen zu können oder in deren Garten ein Haus bauen zu dürfen: Unter 4 Augen wurden mir mehrfach Haus oder (Schwieger-) Eltern zum Tausch angeboten.

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Fehlt das nicht was?
Hi Melli,

wir wohnen nicht nur im selben Ort sondern auch im selben
Haus. Letzteres hat aber auch Vor- und Nachteile, wobei die
Vorteile schon überwiegen. Bei uns mit unseren Zwillingen
würde auch so manches ohne die Grosseltern nicht

müsste hier nicht eingeschoben werden „so einfach“

gehen und
dass obwohl wir versuchen diese so wenig wie möglich zu
belasten. Aber wenn nun mal Not am Mann ist, dann ist dass
einfach viel Wert!

Oder willst Du ernsthaft sagen, dass Zwillinge, die nicht im Haus von Oma und Opa aufwachsen, generell benachteiligt sind, weil bei denen „so manches nicht geht“?

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Hallo,

Ich würde davon abraten, die Nähe zu den Eltern zum ausschlaggebenden Kriterium bei der Wahl des Wohnorts zu machen.

In Ort 1 wohnen unsere Eltern, Ort 2 gefällt uns
landschaftlich (Freizeit) etwas besser. Sie liegen 50 km
auseinander - also auch nicht die Welt.

Nicht die Welt? Seid ihr beide denn nicht berufstätig? Wo liegt seine/deine Arbeitsstelle, in Ort 1, in Ort 2, oder irgendwo dazwischen? 50 km zur Arbeit jeden Tag sind nicht ohne, und vielleicht entscheidender für die Lebensqualität als die Entfernung zu Omi und Opi.

Ort 1 scheint euer beider Heimatort zu sein. Wenn das so ist, dann leben dort vielleicht Geschwister, sonstige Verwandte, Schulfreunde und Bekannte. Wie wichtig ist euch die räumliche Nähe zu diesen Menschen?

Wir haben momentan noch keine Kinder und können deshalb nicht
abschätzen, was da auf uns zukommt.

Aber wir sollen es abschätzen können? Obwohl wir von euch und eurer Lebenssituation so gut wie nichts wissen? Euer Alter, Alter der Eltern/Schwiegereltern, Verhältnis zu den Eltern/Schwiegereltern, Lebensplanung, Kinderzahl, Wohnverhältnisse…

Letzendlich müsst ihr es „abschätzen“, es ist eure Entscheidung, ihr müsst mit den Konsequenzen zurecht kommen. Versucht doch einfach mal, euch vorzustellen, wie es sein könnte, wenn ihr in Ort 1 wohnen würdet, wie, wenn ihr in Ort 2 wohnen würdet, wie es in eurer Kindheit bzgl. eurer Eltern und Großeltern war, wie es bei Familien in eurem Umfeld läuft.

Was meint ihr: Ist es ratsam, die Unterstützung der Eltern
(nicht ständig, aber ab und zu) „vor der Haustüre“ zu haben.

Das ist eine rhetorische Frage. Natürlich ist es nützlich. Die Frage ist doch, ob ihr die damit verbundenen Verpflichtungen und eventuelle Nachteile in Kauf nehmen wollt.

Grüße
Rainer

Hallo an alle,

wir sind auf der Suche nach einer passenden Immobilie bzw.
zunächst nach dem passenden Ort.

Wir schwanken zwischen zwei Orten. Beide Wahl-Orte haben alle
Einkaufsmöglichkeiten, Schulen (auch weiterführende), Vereine,
Ärzte, gute Verkehrsanbindungen etc.

In Ort 1 wohnen unsere Eltern,

Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt - ein unschätzbarer Vorteil, wenn ihr einmal Kinder habt, oder euch um die alten Herrschaften einmal kümmern wollt.

Ort 2 gefällt uns
landschaftlich (Freizeit) etwas besser. An die schönere Landschaft gewöhnt man sich, das ist auf dauer kein Motivator.

Sie liegen 50 km
auseinander - also auch nicht die Welt.

Naja, auf Dauer schon - ein kurzer Besuch bei 2 Std. Fahrzeit, das hängt an!

Wir haben momentan noch keine Kinder und können deshalb nicht
abschätzen, was da auf uns zukommt.

Was meint ihr: Ist es ratsam, die Unterstützung der Eltern
(nicht ständig, aber ab und zu) „vor der Haustüre“ zu haben.

Eigentlich schon. Es geht aber nicht nur um die Unterstützung „durch“ die Eltern, sondern irgendwann mal auch „von“ den Eltern. Wenn sie einmal krank sein sollten: Im Ort 1 geht man mal kurz vorbei, aus Ort 2 ist gleich mal der halbe Tag weg…

Danke für Rückmeldungen und viele Grüße

Gleichfalls

Wolfgang D.

Hallo Wolfgang

Sie liegen 50 km
auseinander - also auch nicht die Welt.

Naja, auf Dauer schon - ein kurzer Besuch bei 2 Std. Fahrzeit,
das hängt an!

es muss ja nicht immer zu Fuß oder mit dem Fahrrad sein - mit dem Auto sollte es erheblich schneller gehen.

Eigentlich schon. Es geht aber nicht nur um die Unterstützung
„durch“ die Eltern, sondern irgendwann mal auch „von“ den
Eltern. Wenn sie einmal krank sein sollten: Im Ort 1 geht man
mal kurz vorbei, aus Ort 2 ist gleich mal der halbe Tag weg…

Es sei denn, ein anderer (Kind oder Verwandter) wohnt näher :wink:

In Ort 1 ist man ggf. ganz schnell „Vollzeitpflege/rin“ aus vermeintlich moralischen Verpflichtungen, alos nix „freiwillig“ . . .

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Ja dass kannst du hinzufügen !
Hallo Klarissa,

als Ausländerin nicht ganz so einfach…

LG

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Hallo Kristina,

In Ort 1 wohnen unsere Eltern, Ort 2 gefällt uns
landschaftlich (Freizeit) etwas besser. Sie liegen 50 km
auseinander - also auch nicht die Welt.

Ich finde, die Familienplanung sollte nicht das ausschlaggebende Kriteriunm für eure Wahl sein.
Viele Familien - darunter auch wir - kriegen den Alltag auch ohne Großeltern in der näheren Umgebung hin, warum solltet ihr das nicht schaffen? Oma und Opa in der Nähe ist bestimmt oft schön und praktisch, aber meiner Meinung nach keine Bedingung um ein glückliches Familienleben zu führen.

Und dann noch etwas anderes: Ihr wisst doch noch gar nicht, ob ihr jemals Kinder bekommt (oder habe ich das falsch verstanden?)! Auch deswegen würde ich diese Entscheidung nicht auf dieser Grundlage fällen.

Folgende Gedanken kommen mir außerdem:
Könnt ihr eure Eltern wirklich einplanen, habt ihr das abgesprochen?

Was ist, wenn die Größeltern ganz andere Pläne haben (z.B. viel reisen) oder einfach keine Lust haben, spontan oder regelmäßig als Babysitter zur Verfügung zu stehen? Was ist, wenn die Großeltern körperlich nicht mehr fit sind, wenn ihr Kind bekommt? Was ist, wenn ihr merkt, dass euch die Art, in der sie mit dem Kind umgehen, euch nicht in den Kram passt und das zu Konflikten führt?
Zusammengefasst: Was ist, wenn ihr euch für Ort 1 entscheidet und der
einzige hier genannte Vorteil fällt weg? Gibt es weitere Vorteile? Wollt ihr trotzdem dort wohnen oder wäre dann Ort 2 euer Favorit?

Wenn euch die Wahl des Ortes so schwer fällt, könntet ihr ja auch anders an die Sache herangehen: Sucht in beiden Orten nach einer Immobilie und entscheidet euch nicht für den Ort, sondern für euer Traumhaus.

Viel Glück wünscht euch
SingSang

P.S:
Keine Antwort auf Frage, aber gehört für mich irgendwie dazu:
Ich möchte hier doch auch mal ein bisschen an die Position der Großeltern erinnern (obwohl es bei mir bis zum Omawerden wohl noch ziemlich lange dauern wird).
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis höre ich mitunter mit sehr großem Erstaunen, wie sehr und wie selbstverständlich Großeltern für das Betreuen ihrer Enkel eingespannt werden, und das natürlich ohne Bezahlung. Mich wundert es, dass es z.B. von einer Mutter als normal angesehen wird, dass die Oma ganze Tage auf den Enkel aufpasst, damit die Mutter arbeiten gehen (= Geld verdienen kann), und die Oma keinen Cent bekommt oder irgendeinen anderen Vorteil davon hat. Eine Tagesmutter oder Krippe müsste man schließlich auch bezahlen, und wenn die Oma kein Geld will, kann man sich ja etwas anderes einfallen lassen.
Ich habe auch schon Omas erlebt, die ziemlich genervt sind, dass die Enkel so oft spontan bei ihnen abgeliefert werden. Immerhin haben sie schon einmal Kinder großgezogen und wollen vielleicht jetzt einfach nur noch für Verwöhnen und Spielen zuständig sein, nicht für Windeln wechseln und andere Alltagspflichten.

Hallo SingSang

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis höre ich mitunter mit
sehr großem Erstaunen, wie sehr und wie selbstverständlich
Großeltern für das Betreuen ihrer Enkel eingespannt werden,
und das natürlich ohne Bezahlung. Mich wundert es, dass es
z.B. von einer Mutter als normal angesehen wird, dass die Oma
ganze Tage auf den Enkel aufpasst, damit die Mutter arbeiten
gehen (= Geld verdienen kann), und die Oma keinen Cent bekommt
oder irgendeinen anderen Vorteil davon hat. Eine Tagesmutter
oder Krippe müsste man schließlich auch bezahlen, und wenn die
Oma kein Geld will, kann man sich ja etwas anderes einfallen
lassen.
Ich habe auch schon Omas erlebt, die ziemlich genervt sind,
dass die Enkel so oft spontan bei ihnen abgeliefert werden.
Immerhin haben sie schon einmal Kinder großgezogen und wollen
vielleicht jetzt einfach nur noch für Verwöhnen und Spielen
zuständig sein, nicht für Windeln wechseln und andere
Alltagspflichten.

Man sollte doch meinen, dass sich das unter Erwachsenen klären lässt, oder? Grundsätzlich besteht natürlich die Gefahr, dass eine Seite ausgenutzt wird. Entweder sind es die Großeltern, die als Tagesmutter-Ersatz herhalten müssen oder die Kinder, die als unfreiwillige Altenpfleger ihr Dasein fristen.
Ich kann nicht verstehen, dass man sich als Großmutter ausnutzen lässt und sich dann noch (anderen gegenüber) genervt äußert. In aller Regel wird sowas geklärt BEVOR die Mutter ihre Arbeit wieder aufnimmt. Meiner Meinung nach gibts da ein Kommunikationsproblem…

Allerdings sind Großeltern „in der Nähe“ schon ein Vorteil, ich persönlich finde es sehr schade, dass wir demnächst ca 60 km weit wegwohnen werden. Unsere Großeltern sind zwar alle noch berufstätig und deswegen nicht als Babysitter geeignet, aber mal eben zum Kaffee geht dann eben nicht mehr.

Lg,
finnie

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Egoistisch
Hallo,

echt Wahnsinn finde ich, mit welcher absoluten Selbstverständlichkeit immer davon gesprochen wird, die Eltern als Babysitter auszunutzen - man braucht nur die Argumente hier zu lesen -, aber wie unzumutbar es scheint, umgekehrt den eigenen Eltern zu helfen wenn sie pflegebedürftig sind, aus „vermeintlich moralischen Verpflichtungen“ wie du das so schön ausdrückst.

Ich gebe zu, ich habe das auch nicht viel anders gesehen, als meine Eltern noch lebten. Hinterher ist man immer schlauer, vor allem wenn man erst zu spät feststellt, wie egoistisch man sich verhalten hat.

Übrigens, das beliebte sich Rausziehen, wenn andere Geschwister näher wohnen, ist nun wahrhaftig auch keinen Deut besser, den Geschwistern gegenüber.

Bleibt nur, wahrscheinlich vergeblich darauf zu hoffen, dass die eigenen Kinder später mal nicht nur an sich selber denken. Aber warum sollten die besser sein als wir selbst.

Julia

In Ort 1 ist man ggf. ganz schnell „Vollzeitpflege/rin“ aus
vermeintlich moralischen Verpflichtungen, alos nix
„freiwillig“ . . .

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