Hallo Kristina,
In Ort 1 wohnen unsere Eltern, Ort 2 gefällt uns
landschaftlich (Freizeit) etwas besser. Sie liegen 50 km
auseinander - also auch nicht die Welt.
Ich finde, die Familienplanung sollte nicht das ausschlaggebende Kriteriunm für eure Wahl sein.
Viele Familien - darunter auch wir - kriegen den Alltag auch ohne Großeltern in der näheren Umgebung hin, warum solltet ihr das nicht schaffen? Oma und Opa in der Nähe ist bestimmt oft schön und praktisch, aber meiner Meinung nach keine Bedingung um ein glückliches Familienleben zu führen.
Und dann noch etwas anderes: Ihr wisst doch noch gar nicht, ob ihr jemals Kinder bekommt (oder habe ich das falsch verstanden?)! Auch deswegen würde ich diese Entscheidung nicht auf dieser Grundlage fällen.
Folgende Gedanken kommen mir außerdem:
Könnt ihr eure Eltern wirklich einplanen, habt ihr das abgesprochen?
Was ist, wenn die Größeltern ganz andere Pläne haben (z.B. viel reisen) oder einfach keine Lust haben, spontan oder regelmäßig als Babysitter zur Verfügung zu stehen? Was ist, wenn die Großeltern körperlich nicht mehr fit sind, wenn ihr Kind bekommt? Was ist, wenn ihr merkt, dass euch die Art, in der sie mit dem Kind umgehen, euch nicht in den Kram passt und das zu Konflikten führt?
Zusammengefasst: Was ist, wenn ihr euch für Ort 1 entscheidet und der
einzige hier genannte Vorteil fällt weg? Gibt es weitere Vorteile? Wollt ihr trotzdem dort wohnen oder wäre dann Ort 2 euer Favorit?
Wenn euch die Wahl des Ortes so schwer fällt, könntet ihr ja auch anders an die Sache herangehen: Sucht in beiden Orten nach einer Immobilie und entscheidet euch nicht für den Ort, sondern für euer Traumhaus.
Viel Glück wünscht euch
SingSang
P.S:
Keine Antwort auf Frage, aber gehört für mich irgendwie dazu:
Ich möchte hier doch auch mal ein bisschen an die Position der Großeltern erinnern (obwohl es bei mir bis zum Omawerden wohl noch ziemlich lange dauern wird).
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis höre ich mitunter mit sehr großem Erstaunen, wie sehr und wie selbstverständlich Großeltern für das Betreuen ihrer Enkel eingespannt werden, und das natürlich ohne Bezahlung. Mich wundert es, dass es z.B. von einer Mutter als normal angesehen wird, dass die Oma ganze Tage auf den Enkel aufpasst, damit die Mutter arbeiten gehen (= Geld verdienen kann), und die Oma keinen Cent bekommt oder irgendeinen anderen Vorteil davon hat. Eine Tagesmutter oder Krippe müsste man schließlich auch bezahlen, und wenn die Oma kein Geld will, kann man sich ja etwas anderes einfallen lassen.
Ich habe auch schon Omas erlebt, die ziemlich genervt sind, dass die Enkel so oft spontan bei ihnen abgeliefert werden. Immerhin haben sie schon einmal Kinder großgezogen und wollen vielleicht jetzt einfach nur noch für Verwöhnen und Spielen zuständig sein, nicht für Windeln wechseln und andere Alltagspflichten.