Immobilie und Hartz IV - etwas lang geraten!

Hallo liebe Wissenden,

ich bin in folgender eklatant desolater Situation: 40, Single, habe 2003 ein 3-Familien-Haus gekauft (mein Elternhaus - Baujahr 1911 - Zustand ganz ordentlich). Habe eine Hypothek von 90.000,- aufgenommen, um Geschwister auszuzahlen und für Modernisierungsmaßnahmen. Angedacht war zunächst, dass das ganze in 16 Jahren abbezahlt ist (eine Etage bewohne ich und die Mieteinnahmen deckten in etwa den Abtrag)

Seit Sommer 2005 ist „der Wurm drin“. Hatte zweimal extremes Pech mit Mietern. Im letzten Herbst verlor ich den Job. Dann stand eine Wohnung 4 Monate leer, dreimal waren Handwerker da. Es waren eher Kleinigkeiten zu reparieren, aber die kosten auch. Von einer Ex-Mieterin musste ich noch Miete einklagen, die aber jetzt immerhin in Raten kleckerweise gezahlt wird (vielleicht frage ich mal im Esoterikbrett, ob jemand mir so viel Pech angehext hat und wie ich das loswerde, oder im Astrologiebrett. Meine Sterne scheinen 2005/2006 extrem schlecht zu stehen:smile:

Mit den Mietern ist jetzt zum Glück wieder alles ok, aber finanziell kriege ich das hier nicht mehr auf die Reihe. Bei der Rückzahlung der Hypotheken bin ich im Rückstand und ich habe das ungute Gefühl - eigentlich die Gewissheit, dass die Bank nur darauf wartet, dass mir finanziell die Puste ausgeht. Wenn ich ehrlich bin, ist es schon seit einiger Zeit der Fall. Momentan zahle ich zwar weniger an die Bank zurück, aber nur unwesentlich mehr als die Zinsen. In 16 Jahren schuldenfrei, bisschen Miete für Reparaturen zurücklegen und bisschen Extrageld für mich (quasi als zusätzliche Altersversorgung) is alles schon mal nich.

Möglichkeit 1 - verkaufen. Den ganzen sentimentalen Mist von wegen Elternhaus, wo meine Wiege stand, lasse ich jetzt aussen vor. Viel Geld kriegt man bei den derzeitigen Immobilienpreisen nicht mehr raus. Wenn die Bank ihren Teil hat, muss ich dann, falls ich nicht in absehbarer Zeit wieder in Lohn und Brot bin, das Geld bis auf den Freibetrag aufbrauchen (wären in meinem Fall 6000 Euro). Ob das so toll ist?

Möglichkeit 2 - behalten, sich irgendwie durchwurschteln, auch wenn es momentan schwer fällt und zusehen, dass man in absehbarer Zeit wieder einen (halbwegs gut bezahlten) Job bekommt.

Möglichkeit 3 - mir ist letztens der Gedanke gekommen, ob es nicht möglich ist, evtl. eine Wohnung bzw. Etage zu verkaufen. Ich brauche nicht unbedingt das Gefühl, dass mir alles gehört (tut es ja ohnehin nicht), und ich unumschränkt in meinem Hause herrsche :smile:
Wenn so etwas möglich wäre, hätte ich den Vorteil, dass ich mit einem Schlag wesentlich weniger Schulden hätte und immer noch Einnahmen aus der verbleibenden Wohnung.

Möglichkeit 4 - Heiraten (falls jemand von Euch einen 98jährigen
herzkranken Millionär kennt…)

Möglichkeit 5 - Banküberfall (am besten meine Hausbank - ich würde es
ja auch wieder zurückbringen… gewissermaßen)

Möglichkeit 6 - Drogenhandel (lukrativ aber unmoralisch)

Möglichkeit 7 - Lotto- oder Roulette-Gewinn (höchst unwahrscheinlich)

Möglichkeit 8, 9, 10 ???

Ich bedanke mich bei den werten Lesern für die Aufmerksamkeit und freue ich mich auf kreative Vorschläge.

Stoff-Ede

Hallo Stoff-Ede,

Seit Sommer 2005 ist „der Wurm drin“.

Tja, manchmal wird die persoenliche Lebensplanung ueber Nacht hinfaellig.
Zu ein paar der Moeglichkeiten moechte ich mich mal aeussern.

Möglichkeit 1 - verkaufen.

Verkaufen ist eigentlich in den wenigsten Faellen die beste Loesung. Die Probleme sind zwar hierdurch schneller geloest, aber der finanzielle Misserfolg am hoechsten.

Möglichkeit 2 - behalten, sich irgendwie durchwurschteln, auch
wenn es momentan schwer fällt und zusehen, dass man in
absehbarer Zeit wieder einen (halbwegs gut bezahlten) Job
bekommt.

Das erscheint mir persoenlich die beste Loesung. Wenn es in absehbarer Zeit einen Job fuer Dich geben sollte, dann durchwurschteln und an der Zukunft orientieren.

Möglichkeit 3 - mir ist letztens der Gedanke gekommen, ob es
nicht möglich ist, evtl. eine Wohnung bzw. Etage zu verkaufen.
Ich brauche nicht unbedingt das Gefühl, dass mir alles gehört
(tut es ja ohnehin nicht), und ich unumschränkt in meinem
Hause herrsche :smile:
Wenn so etwas möglich wäre, hätte ich den Vorteil, dass ich
mit einem Schlag wesentlich weniger Schulden hätte und immer
noch Einnahmen aus der verbleibenden Wohnung.

Sicherlich kann man eine Teilungserklaerung aufsetzen und eine Wohnung verkaufen. Jeder Notar kann hier fundierte Auskunft erteilen.Die Schulden werden zwar auf einen Schlag weniger. Allerdings sind auch die Mieteinnahmen weniger und somit die monatliche Belastung nicht zwingend niedriger. Desweiteren ist dieser Schritt mit erheblichen Kosten (Notar, Grundbuch etc.)aber nicht unbedingt mit Erfolg verbunden. Weiterhin weiss man auch nie, wie sich ein Kaeufer in Zukunft verhaelt und das „Klima“ im Haus kann sehr schnell umschlagen.

Ich hoffe, dass Du eine geeignete Loesung fuer die Situation finden wirst.

Gruss,
Alfred

Hallo Ede *lol*

du brauchst jetzt einen guten Vodoo-Zauber *grins*

Nee, mal ernsthaft:

verkaufen würde ich nicht, bringt nicht viel (weiß ja nicht in welchem Bundesland und welcher Lage) und Geld ist irgendwann futsch.

Die Möglichkeit eine oder 2 Wohnungen zu verkaufen, d.h. das ganze in ETW umzuwandeln, das wäre die Möglichkeit, die ich wählen würde.
Kommt natürlich darauf an ob die Teilung problemlos möglich ist, ob du Käufer findest und was du erzielen würdest, d.h. ob sich deine Schulden dann auch drücken lassen.

Nun weiß ich nicht wie das mit Harz IV (saublöder Name) ist, wenn du Geldeingänge hast und die hättest du ja. Damit willst du zwar deine Bankschulden zurückzahlen, aber ob das so einfach geht - das lieber Ede, weiß ich nicht.

Vielleicht kennt sich hier jemand aus, oder du postest mal in einem entsprechenden Forum unter recht oder jura.

Wünsche dir jedenfalls viel Glück und immer schön ehrlich bleiben *lol*

Vielen Dank!(mit Text)

Hallo Ede *lol*

Hallo Irene

Danke für Deine Antwort! Hat mich wirklich aufgebaut!

du brauchst jetzt einen guten Vodoo-Zauber *grins*

Guute Idee. Da bastel ich so Püppchen, z.B. für den lieben Herrn H. und dann werden da Nadeln reingepiekst (nicht gleich ins Herz. In den Po reicht für den Anfang :smile:

Nee, mal ernsthaft:

verkaufen würde ich nicht, bringt nicht viel (weiß ja nicht in
welchem Bundesland und welcher Lage) und Geld ist irgendwann
futsch.

Stimmt. Man hätte zwar momentan das Gefühl, dass man etwas besser schlafen könnte, aber wenn das Geld irgendwann futsch ist, hat man in ein paar Monaten/Jahren das selbe Problem.

Die Möglichkeit eine oder 2 Wohnungen zu verkaufen, d.h. das
ganze in ETW umzuwandeln, das wäre die Möglichkeit, die ich
wählen würde.
Kommt natürlich darauf an ob die Teilung problemlos möglich
ist, ob du Käufer findest und was du erzielen würdest, d.h. ob
sich deine Schulden dann auch drücken lassen.

Ich liebäugle auch mit dieser Möglichkeit. Natürlich müsste man gucken, an wen man verkauft. Hauseigentümergemeinschaften sind ja auch immer so eine Sache. Andererseits kann man mit Mietern auch viel Pech haben…

Nun weiß ich nicht wie das mit Harz IV (saublöder Name) ist,
wenn du Geldeingänge hast und die hättest du ja. Damit willst
du zwar deine Bankschulden zurückzahlen, aber ob das so
einfach geht - das lieber Ede, weiß ich nicht.

Kann natürlich sein, dass das nicht so einfach geht.

Vielleicht kennt sich hier jemand aus, oder du postest mal in
einem entsprechenden Forum unter recht oder jura.

Werde mich mal schlau machen.

Wünsche dir jedenfalls viel Glück

Danke! Dir auch!

und immer schön ehrlich bleiben *lol*

Wieso eigentlich?

Danke nochmal und schönen Gruß

Stoff-Ede (der Komplize von Baller-Otto)

Vielen Dank!(mit Text)

Hallo Stoff-Ede,

Hallo Alfred,

schönen Dank für Deine Antwort! Hat mich hier schon weitergebracht!

Seit Sommer 2005 ist „der Wurm drin“.

Tja, manchmal wird die persoenliche Lebensplanung ueber Nacht
hinfaellig.
Zu ein paar der Moeglichkeiten moechte ich mich mal aeussern.

Möglichkeit 1 - verkaufen.

Verkaufen ist eigentlich in den wenigsten Faellen die beste
Loesung. Die Probleme sind zwar hierdurch schneller geloest,
aber der finanzielle Misserfolg am hoechsten.

Die Frage ist auch, inwieweit das wirklich eine Lösung ist.

Möglichkeit 2 - behalten, sich irgendwie durchwurschteln, auch
wenn es momentan schwer fällt und zusehen, dass man in
absehbarer Zeit wieder einen (halbwegs gut bezahlten) Job
bekommt.

Das erscheint mir persoenlich die beste Loesung. Wenn es in
absehbarer Zeit einen Job fuer Dich geben sollte, dann
durchwurschteln und an der Zukunft orientieren.

Mal sehen, was die nächsten Monate so bringen.

Möglichkeit 3 - mir ist letztens der Gedanke gekommen, ob es
nicht möglich ist, evtl. eine Wohnung bzw. Etage zu verkaufen.
Ich brauche nicht unbedingt das Gefühl, dass mir alles gehört
(tut es ja ohnehin nicht), und ich unumschränkt in meinem
Hause herrsche :smile:
Wenn so etwas möglich wäre, hätte ich den Vorteil, dass ich
mit einem Schlag wesentlich weniger Schulden hätte und immer
noch Einnahmen aus der verbleibenden Wohnung.

Sicherlich kann man eine Teilungserklaerung aufsetzen und eine
Wohnung verkaufen. Jeder Notar kann hier fundierte Auskunft
erteilen.Die Schulden werden zwar auf einen Schlag weniger.
Allerdings sind auch die Mieteinnahmen weniger und somit die
monatliche Belastung nicht zwingend niedriger. Desweiteren ist
dieser Schritt mit erheblichen Kosten (Notar, Grundbuch
etc.)aber nicht unbedingt mit Erfolg verbunden.

Da stimme ich Dir zu.

Weiterhin
weiss man auch nie, wie sich ein Kaeufer in Zukunft verhaelt
und das „Klima“ im Haus kann sehr schnell umschlagen.

Was das „Klima“ im Haus betrifft, da gebe ich Dir recht. Es gibt ja Hauseigentümergemeinschaften, in denen die Menschen nicht sonderlich harmonisch leben. Und das ist noch gelinde ausgedrückt.

Ich hoffe, dass Du eine geeignete Loesung fuer die Situation
finden wirst.

Ich schwanke immer noch zwischen Variante 2 + 3. Aber das Handtuch werfen werde ich wohl nicht :smile:

Gruss,
Alfred

Gruß
Ede

Verkaufen ist eine schlecht idee. Ich würde erst mal abklären wie es mit dem Hartzilein abläuft. Und frag doch deine gechwister ob die dich nicht unterstützen?

mfg Tim

Hi Tim,

auch Dir vielen Dank für Deine Einschätzung.

Verkaufen ist eine schlecht idee.

Stimmt schon, verkaufen wäre das allerschlechteste. Nur momentan ist es echt ganz schön schwer. Und man ist geneigt, die Brocken hinzuwerfen.

Ich würde erst mal abklären
wie es mit dem Hartzilein abläuft.

Auf jeden Fall! Nicht dass man sich, falls man verkaufen sollte, noch ein Eigentor schiesst.

Und frag doch deine
gechwister ob die dich nicht unterstützen?

Wer Geschwister wie ich hat, braucht keine Feinde mehr! Traurig, aber wahr!

mfg Tim

Gruß
Stoff-Ede