meine Lebensgefährtin und ich spielen mit dem Gedanken eine Immobilie, sprich ein Haus käuflich zu erwerben.
Da wir nun von vielen Bekannten gehört haben, dass heutzutage eine Immobilienfinanzierung nicht zwingend mit Eigenkapital verbunden ist, ist es für uns zu einer echten Alternative geworden, anstatt sein Leben lang Miete zu zahlen.
Was wir uns vorstellen, ist etweder ein gutes gebrauchtes Haus, oder ein Hausneubau, wovon wir allerdings nach vielen Schauermärchen in Funk und Fernsehen nicht so begeistert sind.
Als Richtwert stellen wir uns eine Immobilie im Wert von 200.000 Euro vor.
Unser beider Nettogehalt liegt bei 3100 Euro zusammen und wir sind langjährig Angestellte mit unbefristeten Arbeitsverträgen ca. 30 Jahre alt.
Meine Frage an Euch? Ist dies ohne Eigenkapital machbar, oder sollten wir die Finger davon lassen? Würde dies eine seriöse Bank mitmachen, oder nur so eine "Nepperschlepperbauernfänger-Bank. Im übrigen haben wir bisher kein großes EK (ausser paar Tausend Euro) angespart, weil so etwas nie zur Debatte stand.
Um wieviel Prozent lässt sich so ein Preis drücken, einmal beim Neubau und andererseits bei einem älteren Haus? Gibt es da ne Faustregel (z. Bsp. 5, 10 oder 15%???)
Du bist ein Anfänger auf diesem Gebiet und solltest Dir ein wenig Zeit nehmen um Erfahrungen zu sammeln.
In dieser Zeit könntest Du dazu noch etwas Geld ansparen
Macht folgendes:
Macht mit euch aus, wieviel Geld ihr für das Haus aufbringen wollt (also Zahlungen für den Kredit und sicher höhere Nebenkosten als momentan) und zieht davon eure momentanen Kosten ab (Miete und Nebenkosten). Die Differenz wird auf die hohe Kante gelegt.
Das hat den Vorteil, daß ihr prüfen könnt, ob die Summe realistisch ist, oder zu hoch oder vielleicht auch zu niedrig und ihr spart Geld an.
Dann sammelt Erfahrungen im Besichtigen von Immobilien.
Das können und sollen Objekte sein, die Euch erst mal nicht interssieren, aber ihr könnt üben, Macken zu erkennen, mit Eigentümern und Maklern zu verhandeln und eine Selbstsicherheit zu entwickeln.
Meine Frage an Euch? Ist dies ohne Eigenkapital machbar,
Grundsätzlich ist so etwas machbar. Bei Euren Einnahmen könnte es klappen.
Würde dies eine seriöse Bank mitmachen,
Natürlich.
"Nepperschlepperbauernfänger-Bank. Im übrigen haben wir bisher
kein großes EK (ausser paar Tausend Euro) angespart, weil so
Die Kaufnebenkosten solltet Ihr schon auf dem Konto haben (5 % vom Kaufpreis beim Kauf ohne Makler, bis zu 11 % beim Kauf über einen Makler).
Um wieviel Prozent lässt sich so ein Preis drücken, einmal
beim Neubau und andererseits bei einem älteren Haus? Gibt es
da ne Faustregel (z. Bsp. 5, 10 oder 15%???)
Das hängt davon ab, wie begehrt diese Immobilie ist. Sollten sich noch andere Käufer für das Objekt interessieren, müßt Ihr evt. noch etwas drauflegen.
zunächst vielen Dank für euere Antworten. Sehe jetzt etwas optimistischer.
Ein paar Fragen hätte ich da noch.
Man sieht ständig bei diversen Immobilienvermittlern (immonet, usw.) Neubauten für einen Fixpreis. Kann man sich auf diesen Preis verlassen, oder wird er zumeist doch um mehrere Tausend wenn nicht sogar zehntausend Euro überschritten?
Welche Bücher (Ratgeber) würdet ihr mir zu diesem Thema empfehlen. Am liebsten eins wo so zienlich von jedem etwas drin ist. (Finanzierung, Hausbau, usw.)
Wie alt sollte ein Haus maximal sein, damit man noch was davon hat? Sprich welches alter sollte ein Haus nicht überschreiten, damit man nicht alles von anfang an erneuern muss. Z. Bsp. nicht älter als 1980???
auf diesen Preis verlassen, oder wird er zumeist doch um
mehrere Tausend wenn nicht sogar zehntausend Euro überschritten?
So ist es. Der erste Preis wird äußerst selten ausreichen.
Wie alt sollte ein Haus maximal sein, damit man noch was
davon hat? Sprich welches alter sollte ein Haus nicht
überschreiten, damit man nicht alles von anfang an erneuern
muss. Z. Bsp. nicht älter als 1980???
Ich würde kein Haus kaufen, dass vor den ersten beiden Ölkrisen Mitte der 70er Jahre gebaut wurde (wegen der Isolierung).
Ich würde kein Haus kaufen, dass vor den ersten beiden
Ölkrisen Mitte der 70er Jahre gebaut wurde (wegen der
Isolierung).
grenzen wir den Zeitraum etwas ein, nämlich aus die Zeit der billigen Energie bzw. den mangelhaften Baustoffen, also die Fünfziger bis Achtziger.
Mein Haus ist rund einhundert Jahre alt, also aus einer Zeit, als Energie knapp und teuer war, da hat man vernünftiger gebaut, als man es z.T. heute tut.
Wenn man mit großer Mühe das Holz aus dem Wald holen und genauso mühsam zerkleinern muß, baut man nicht zugig und schlecht isoliert!
Wenn man mit großer Mühe das Holz aus dem Wald holen und
genauso mühsam zerkleinern muß, baut man nicht zugig und
schlecht isoliert!
Das würde ich in dieser Allgemeinheit nicht so stehen lassen. Insgesamt hast Du natürlich recht, aber, weil ich vom Bauen nicht allzuviel verstehe, muß ich zu Vereinfachungen greifen. Diese Vereinfachung habe ich formuliert.
Wenn ich mich mit sowas auskenne, kann ich jedes Objekt individuell beurteilen, kenne ich mich nicht aus, muß ich zu „Kochrezepten“ greifen.
oder ein Hausneubau, wovon wir allerdings nach vielen
Schauermärchen in Funk und Fernsehen nicht so begeistert sind.
…natuerlich gibt es Negativbeispiele - das sind aber m.E. meist Einzelfaelle die so ein Projekt ohne gruendliche Information und mit einer gehoerigen Portion Selbstueberschaetzung in Angriff nehmen. Ausserdem muessen die Sender heutzutage taeglich 24 Std. Sendezeit vollbekommen .
…der Rest wurde ja schon beantwortet - hierzu moechte ich jedoch einen Kommentar abgeben.
Als Richtwert stellen wir uns eine Immobilie im Wert von
200.000 Euro vor.
Unser beider Nettogehalt liegt bei 3100 Euro zusammen und wir
sind langjährig Angestellte mit unbefristeten Arbeitsverträgen
ca. 30 Jahre alt.
…ich schliesse daraus das ihr ca. Mitte 40 seit - allzuviel Zeit bleibt euch allerdings nicht mehr da viele Banken nur ungefaehr bis zum 65. finanzieren - das waeren dann ca. 20 Jahre - bei 200.000 EUR und 5% macht das eine Rate um 1300 EUR (das sind rund 42% eures Einkommens). Daraus leite ich eine Strategie ab:
Gebraucht - sehr gute Substanz und das Limit einhalten!
oder eben doch
Neu - evtl. ein Fertighaus von einem namhaften Hersteller (da gibt es schnuckelige Dinger um die 110.000) aber auch hier gilt unbedingt das Limit einhalten!
…denn ihr muesst noch die Nebenkosten tragen, wollt in den Urlaub (wo man m.E. eine Menge Abstriche machen kann und doch eine schoene Zeit verleben kann) und ein neues/anderes (kleineres) Auto kommt auch irgendwann.
Sorry wenn ich jetzt ein wenig persoenlich werde - ich denke fuer euch bedeutet dieser Schritt eine einschneidene Veraenderung eurer Lebensweise… zur Zeit koennt ihr euch alles leisten und ihr tut es auch (das schliesse ich aus dem geringen Eigenkapital). Nichts desto trotz sehe ich euer Ansinnen als richtig an und auch der Zeitpunkt der Erkenntnis etwas tun zu muessen ist noch rechtzeitig - unsere Generation wird im Rentenalter nicht gerade ueppig bedacht sein - deshalb muesst ihr „jetzt“ Vorsorge leisten! Ich bin zur Zeit in UK und dort gibt es seit Jahren einen Immobilienboom sollte der auch einmal in den naechsten 20 Jahren nach Deutschland hinueberschwappen, gehen fuer viele Mieter die Lichter aus - egal was sie gespart haben - in Deutschland wuerde ich ein weiteres Haus bauen fuer das was ich hier fuer eine Einzimmerwohnung zahle an Miete zahle.
Zur Buchanfrage faellt mir nix ein - als ich mal angefangen habe mit dem Thema hab ich da einen Heinze Bau bla bla Berater von der Bank bekommen… das Ding flog aber schnell in die Ecke. Ich sag mal surf lieber im Net und stell ein paar Fragen hier dann klappts schon mit dem Nachbarn.