Hallo „dora“,
hallo Forum
im Falle dass ein Immobilien-/Wohnungskauf ansteht und nunmehr
die Finanzierung gecheckt werden soll.
Mit beidem sollte man sich viel Zeit lassen und sich vorher *umfassend* informieren. Eine mögliche Finanzierungsvorbereitung ist zum Beispiel der Besuch eines Seminars (Volkshochschule), das Lesen des einen oder anderen Fachbuches und *viele* Gespräche mit Fachleuten (z.B. Banken, Verbraucherzentrale, Honorarberater). Dann sollte das Gehörte und Gelesene verinnerlicht und durchdacht, Nichtverstandenes nachgefragt werden.
Ich weiß, daß sich das nach einer ziemlichen Ochsentour anhört, aber ich kann leider keine andere Empfehlung aussprechen. Es geht nun mal um sehr viel Geld und gerade deshalb lassen sich manche leichtfertig begangenen Finanzierungsfehler nicht mehr reparieren. Die Schäden einer fehlerhaften Finanzierung erreichen nicht selten eine fünfstellige Summe, manchmal mehr und gelegentlich kosten derartige Fehler sogar die Existenz. Angesichts dieser Aussichten lohnt sich der Aufwand allemal.
Sollte man dann Anträge
bei mehreren Anbietern einrechen (örtliche Banken, wie auch
„Internet-Finanzierer“)?
Idealerweise macht man eine Art Ausschreibung. Nach den vielen Gesprächen (siehe oben) ist man in der Lage (ggf. mit Hilfe von Fachleuten), ein Finanzierierungskonzept basierend auf eigenen Bedürfnissen und Voraussetzungen zu erstellen und zusammen mit den erforderlichen Unterlagen an eine Vielzahl von Finanzinstituten einzureichen. Die Adressaten sind dann die örtlichen Banken, die günstigsten Finanzierungsmakler im Internet, Institute bei denen Bausparverträge oder Lebensversicherungen bestehen und der eine oder andere Spezialanbieter.
Wie stehen denn die Chancen auf ein
KfW-Darlehen bei einer dreiköpfigen Familie
Bei den KfW-Darlehen gibt es anders als bei der Eigenheimzulage oder den Förderprogrammen der Bundesländer keine Kinderkomponente. Zu den weiteren „Chancen“ kann leider keine Aussage getroffen werden, da weder von den Bauherren noch vom Immobilienobjekt auch nur das kleinste Detail bekannt ist. Grundsätzlich sind die Hürden zu einem KfW-Darlehen aber nicht höher als die zu einem „normalen“ Hypothekenkredit.
und wie
funktioniert die Antragstellung?
KfW-Darlehen werden über die Bank abgewickelt und beantragt, die auch die Hauptfinanzierung vornimmt. Ein direkter Kreditantrag bei der KfW-Bank ist nicht möglich. Aber Achtung. Nicht alle Kreditinstitute bieten die Beantragung von KfW-Darlehen an und einige Institute, welche die Beantragung zwar grundsätzlich anbieten, versuchen die Kunden auf hauseigene Kredite umzuleiten. Manchmal ist das auch sinnvoll, oft aber auch nicht.
Gibt es sonst noch irgendwelche Tipps?
- Viel Zeit lassen
- Nichts unterschreiben, was man nicht wirklich verstanden hat.
- Fragen, fragen, fragen. Als unbedarfter privater Bauherr hat man auch das Recht auf unzählige scheinbar „dumme“ Fragen. Woher soll das Wissen bei dieser Personengruppe auch kommen?!
Viele Grüße
Robert Hadasch
Honorarberatung für Immobilienfinanzierungen
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