Hallo !
Offene Immobilienfonds sollen ja eine wirksame Absicherung gegen
inflationäre Risiken darstellen, da es ja Sachwerte sind. Wenn man einen angesparten Betrag mit Zinsesezins für einen Anlagezeitraum für 40 Jahre ausrechnet, muss man dann noch eine etwaige Minderung des Betrages mit einkalkulieren oder enstspricht der Geldewert dem tatsächlichen Wert ?
Gruss
Silke
Moin,
Offene Immobilienfonds sollen ja eine wirksame Absicherung
gegen
inflationäre Risiken darstellen, da es ja Sachwerte sind.
Ist prinzipiell richtig. Der Fondspreis errechnet sich allerdings aus dem Wert der enthaltenen Anlagen (Immobilien, Liquidität) dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile. Bei Immobilien wird der Preis durch Gutachter in regelmäßigen Abständen ermittelt. Schwankungen sind - auch wenn sie in der Vergangenheit relativ gering ausfielen - auch bei Immobilien nicht ausgeschlossen.
Wenn
man einen angesparten Betrag mit Zinsesezins für einen
Anlagezeitraum für 40 Jahre ausrechnet, muss man dann noch
eine etwaige Minderung des Betrages mit einkalkulieren oder
enstspricht der Geldewert dem tatsächlichen Wert ?
Zinseszinsen (welchen Zinssatz würdest du zugrundelegen?) kannst du nicht ausrechnen, da deine Einzahlung nicht mit einem festen Zinssatz verzinst wird, sondern von der Wertentwicklung der enthaltenen Anlagen abhängt. Die kann besser oder schlechter sein als andere Anlageformen.
Das Bild „verzerrt“ sich noch dadurch, da du meistens eine jährliche Ausschüttung erhältst, die du auch wieder anlegen müsstest, damit du deinen Zinseszinseffekt ermitteln könntest.
Daneben behält der Fonds zusätzlich noch Verwaltungskosten ein (Fondsmanagement, Aufwendung für die Schätzung der Immobilien, Depotgebühren etc.), die deinen Rückzahlungswert und damit den Zinseszinseffekt mindern.
Fazit: Auch mit einem offenen Immobilienfonds kannst du besser oder schlechter als die Inflation liegen. Ich würde einen solchen, wenn überhaupt, nur als Depot beimischung verwenden.
Gruß vom Wolf
Hallo Silke,
da Immobilien Sachwerte sind, ist es so, daß sie eine Absicherungsmöglichkeit gegen Inflation sind. Aber auch Immobilien haben kein Privileg, krisenfrei zu sein. Inflation begründet sich nicht nur aus steigenden Immobilienpreisen. Deshalb höchstens als Beimischung.
Dein errechneter Wert entspricht schon dem erwarteten tatsächlichen Geldwert. Nicht aber der Kaufkraft in 40 Jahren. Beispiel:
1000 EUR ergeben bei 4% Rendite nach 40 Jahren 4.800 EUR.
Bei 2% Inflation benötigst Du für 1.000 EUR heutige Kaufkraft in 40 Jahren aber 2.200 EUR.
Also hast Du nach heutiger Kaufkraft in 40 Jahren effektiv 2.180 EUR zur Verfügung.
40 Jahre abwarten mit dem Ergebnis, Dein effektives Kapital zu verdoppeln.
Gruß Boris