Hallo,
angenommen jemand hat eine Immobilie über einen Makler entdeckt und einigt sich über den Makler mit den Besitzern auf einen akzeptablen Preis. Nächster Schritt vom Makler vorgeschlagen ist ein Treffen zum weiteren Vorgehen und (soweit vermutet) für die entsprechende Unterschrift.
Was wäre zu beachten?
Im Prinzip hieße die Unterschrift ja, dass dann der Makler seine Provision einkassieren kann. Welche „bösen“ Überraschungen könnte es nachher noch geben? Beispielsweise wurde Einblick in den Grundbuchauszug gegeben. Von der Seite sollte also alles im Reinen sein…
Oder was wäre bei den Folge-Schritten zu beachten (Reihenfolge, Notar etc.)?
Würde mich über ein paar Tips freuen!
July
Hallo!
Also unterschrieben wird beim Makler nichts, sondern erst beim Notar, und damit kriegt der Makler auch erst Provision, wenn der Verkauf notariell über die Bühne gegangen ist. Der Makler könnte lediglich zur Absicherung einen Wisch zur Unterschrift vorlegen, auf dem Ihr bestätigt, dass Ihr die Maklerprovision bei Kauf des Hauses zahlt. (Ich würde sowas allerdings nicht unterschreiben, sondern erst Mal versuchen, ob die Courtage nicht auch noch verhandelbar ist.)
Ich denke mal, das 2. Gespräch mit dem Makler jetzt soll dazu dienen, letzte offene Fragen zu beantworten, vielleicht auch die Frage der Finanzierung zu beantworten, sofern der Makler auch Finanzierungsberatung anbietet, er will sicher abschätzen, ob Ihr Euch die Immobilie auch leisten könnt, also sollte man auch Fragen nach Einkommen, Eigenkapital usw. vorbereitet sein. Dieses Gespräch sollte vor allem dazu dienen, zu klären, was Euch das Haus effektiv kosten wird (Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notar, Maklercourtage, aber auch überschlagen, was noch gemacht werden muss an Sanierung, Modernisierung, Renovierung und was das noch für Kosten verursachen wird) und ob Ihr Euch das auch leisten könnt. Ein guter Makler ist auch dafür da, sowas zu klären mit Euch zusammen, und erst, wenn die Finanzierung auf festen Beinen steht, dann kann man einen Finanzierungsantrag bei der Bank (VERGLEICHEN!!!) stellen und erst, wenn die Bank die Finanzierung zusagt, erst dann wird der Notartermin vom Makler arrangiert und erst danach fällt die Courtage an.
LG
Claudia
Herzlichen Dank für die ausführliche Erklärung!
die Nachweisbestätigung ist schon unterschrieben, damit ist die Provision nicht mehr verhandelbar.
Da die Immobilie im aktuellen Zustand kaum Wert hat, wäre die Überlegung den Kauf (soweit möglich) aus eigener Tasche zu bezahlen und dann bei der Bank eine Baufinanzierung zu beantragen. Sollte man in dem Fall auch auf die Bank warten?
July
Hallo July,
also gerade wenn es sich anscheinend um ein Sanierungsobjekt handelt, solltet Ihr vor dem Kauf schon genau wissen, was es Euch kosten wird, „den Kasten“ wieder bewohnbar zu machen! Wart Ihr schon mit einem Sachverständigen (Architekt, Gutachter, Handwerkervereinigung o.ä.) in dem Haus und habt es auf Herz und Nieren geprüft? Wenn nicht, bitte unbedingt noch nachholen, diese Leute können Euch ganz genau sagen, was gemacht werden muss und vor allem, was es kostet!!!
Ich gehe davon aus, dass Ihr nach dem Kauf schon das Haus auch bezugsfertig machen und in näherer Zukunft dort einziehen wollt, oder? Dann solltet Ihr in jedem Fall einen genauen Plan aufstellen, was an Sanierungs-, Modernisierungs- und Renovierungskosten noch anfällt und Euch von der Bank das OK für die Finanzierung des gesamten Pakets geben lassen. Denn aus dem Eigenkapital werden normalerweise Teile dieser Modernisierungskosten und die Nebenkosten bestritten, nicht der Hauskauf selbst. Eine genaue Übersicht, was das alles zusammen kostet und damit dann das OK der Bank, dass das unter Berücksichtigung Eures Eigenkapitals und Einkommens realisierbar ist, ist schon erforderlich, bevor Ihr zumKauf schreitet.
Um einen ungefähren Überblick zu bekommen, was man sich überhaupt leisten kann, ist so ein Rechner ganz praktisch:
http://www.geldsparen.de/inhalt/rechner/Baugeld/Baug…
LG
Claudia
Hallo Claudia,
wir waren mit einem befreundeten Architekten vor Ort. Im Endeffekt würde sich der Kaufpreis aus Grundstück minus Abrisskosten ergeben. Es ist auch nicht absehbar, das ein paar Sanierungsmaßnahmen reichen würden um das Haus bewohnbar zu machen. Die Idee ist eher eine Komplett-Entkernung und nachfolgende Sanierung von Grund auf (kommt also fast einem Neubau gleich).
Grüße,
July
Hi
Hallo Claudia,
wir waren mit einem befreundeten Architekten vor Ort. Im
Endeffekt würde sich der Kaufpreis aus Grundstück minus
Abrisskosten ergeben. Es ist auch nicht absehbar, das ein paar
Sanierungsmaßnahmen reichen würden um das Haus bewohnbar zu
machen. Die Idee ist eher eine Komplett-Entkernung und
nachfolgende Sanierung von Grund auf (kommt also fast einem
Neubau gleich).
der Sinn der Übung erschliesst sich mir nicht. Warum nicht ein einfaches Baugrundstück und gleich neu bauen? Dürfte mit Sicherheit vielleicht sogar billiger werden, die Überraschungen bei Modernisierung zeigen sich erst beim umbauen.
Grüße,
July
Wallflower
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Hi, auf jeden Fall vor d. Notartermin d. Finanzierung sicher stellen! Das heisst, eine schriftliche, verbindliche Zusage der finanzierenden Bank über das Darlehen u. dessen Bereitstellung in d. Händen haben.
MfG ramses90.
Billiger ist nicht gleich besser.
Lage und Gegebenheiten des Grundstücks sind einfach sehr gut und dazu ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Einfach machen könnte man es sich mit wegreißen und neu bauen, aber uns ist der Charakter einfach wichtig, der beim kompletten Neubau leider verloren geht…
Noch eine Frage
Also der Makler möchte beim Termin die Unterschrift zu unserem Angebot, zudem sollen Ausweiskopien mitgebracht werden, die für die „Überprüfung der Identität“ (Begriff war etwas anders, kann mich aber grad nicht erinnern…) dienen sollen. Würden wohl nicht dafür aber wohl für einen folgenden Schritt benötigt…
Ist das soweit alles okay?
July
Hi, da Du das unter meinen Beitrag geschrieben hast auch meine Antwort dazu.
wenn die Bank die Finanzierung zusagt, erst dann wird der Notartermin vom Makler arrangiert
Das ist eben nicht selbstverständlich!
Aus eigener Erfahrung vor einigen Monaten, kann ich dem nicht zu stimmen!
Ich sollte als Bürge vor der Zusage der Finanzierung d. Bank den Kaufvertrag beim Notar unterschreiben. Den Termin hattte d. Makler fest gemacht. Natürlich habe ich mich geweigert u. das war auch gut so, da d. Finanzierung nicht zustande kam u. d. Immo-Kauf daran scheiterte.
Es ist sicher nicht d. normale u. seriöse Weg den d. Makler da eingeschlagen hat aber es gibt derartige Makler halt doch!
Deshalb mein Hinweis an d. Threaderstellerin.
MfG ramses90.
Psst…
Hi, da Du das unter meinen Beitrag geschrieben hast auch meine
Antwort dazu.
Offensichtlich bist Du mit diesem Forum noch nicht so richtig vertraut: Ihr Beitrag steht unter Deinem, weil sie ihn vor Dir eingestellt hat. Anhand der Linien kannst Du verfolgen, auf welches Posting geantwortet wurde - nicht auf Deins. Als Du Deinen Beitrag am Dienstag Abend geschrieben hast, war Claudias Posting schon knapp vier Stunden alt…
Gruß Stefan
Hallo, sorry dafür u. danke!
MfG ramses90