ich bin gerade dabei eine / zwei Immobilien zur Kapitalanlage zu erwerben und im Rahmen dessen würde mich eure Einschätzung interessieren, bei welcher Rendite Ihr „zuschlagen“ würdet.
Ich hatte ursprünglich mal 10% im Kopf habe aber im Laufe der Jahre festgestellt, dass diese doch ein wenig zu hoch gegriffen ist.
ich bin gerade dabei eine / zwei Immobilien zur Kapitalanlage
zu erwerben und im Rahmen dessen würde mich eure Einschätzung
interessieren, bei welcher Rendite Ihr „zuschlagen“ würdet.
Ich hatte ursprünglich mal 10% im Kopf habe aber im Laufe der
Jahre festgestellt, dass diese doch ein wenig zu hoch
gegriffen ist.
Die Lage und nur die Lage ist entscheidend. Ausser 1A Lage in 3-4 Gegenden in D dürfte wohl nirgends mit Immobilien grossartige Renditen erzielt werden. Gewerbe mal aussen vor.
Manni3
ach so, sonst wäre es ja zu einfach und jeder würde es machen,siehe US Blase
Die Lage und nur die Lage ist entscheidend. Ausser 1A Lage in
3-4 Gegenden in D dürfte wohl nirgends mit Immobilien
grossartige Renditen erzielt werden. Gewerbe mal aussen vor.
Manni3
ach so, sonst wäre es ja zu einfach und jeder würde es
machen,siehe US Blase
Danke für Deine Antwort. Bei der Lage stimme ich Dir zu. Gesetz dem Fall es handelt sich um nachhaltig erzielbare Mieteinnahmen - wie wäre dein Anspruch an eine Rendite?
Auch bei einer 1APlus - Lage würde ich mich nicht mit 2% Rendite zufrieden geben, daher denke ich, wenn die Miete nachhaltig erzielbar ist, muss die Rendite in jeder Lage passen.
Man muß unterscheiden, um welches Objekt es sich handelt.
Die durchschnittliche Rendite sinkt in folgender Reihenfolge: Einfamilienhaus, Eigentumswohnung, Mehrfamilienhaus.
Weitere Faktoren am Beispiel des Mehrfamilienhauses: Alter des Hauses, Ausstattung, Zustand, Anzahl der Parteien, Wohnungsgrößen, Lage.
Renditen von 10%+ sind eigentlich nur mit Mehrfamilienhäusern zu erzielen, welche sich in einem schlechten Zustand befinden und üblicherweise in relativ kleine Einzeleinheiten (1-2 Zimmerwohnungen) unterteilt sind.
Bei solchen Objekten besteht natürlich eine erhöhte Gefahr sehr viel Geld in die Erhaltung und Modernisierung stecken zu müssen.
Nachträgliche Modernisierungsmaßnahmen und Instandsetzungsarbeiten können sich (in einem gewissen Rahmen) durchaus steuerlich positv bemerkbar machen. Dies hängt von der persönlichen Einkommensituation ab.
Sie lassen sich jedoch relativ gut vermieten, wenn die Lage ein Bedarf an günstigen Wohnraum aufweist. Gerade solche Wohnungen lassen sich gut an ALGII-Bezieher vermieten mit dem Vorteil, dass (wenn vereinbart) die Miete direkt vom Arbeitsamt gezahlt, wenig Mietausfälle entstehen.
Vielleicht noch angemerkt, als Vermieter bedarf es einer gewissenen Gelassenheit gegenüber kritischen Mietern. Hat man diese Fähigkeit nicht, so kann man nur anraten das Geld auf andere Art und Weise anzulegen. Eine kleine Geschmacksprobe zu den Vorstellungen der Mieter bietet zum Beispiel das hiesige Brett Mietrecht.
Bevor man seinen Traum von einem Mehrfamilienhaus in die Tat umsetzt, sollte man sich unbedingt von einem Steuerberater beraten lassen.
Das Problem ist weniger die Grenzrendite anzugeben, als vielmehr sie zu berechnen. Was sind die Annahmen, 100% Auslastung, 80%? Was ist mit unvorhergesehenen Ausgaben?
Wieviel Stunden pro Monat muss man sich damit herumschlagen?
Welchen Stundenlohn berechnest du für deine eigene Arbeit? (fiktiv)
Für die Arbeit, die ich reinstecken muss, würde ich nix unter 6-8% Rendite machen wollen.(ohne Einberechnung meiner Arbeitsstunden)
Da das recht unwahrscheinlich ist, würde ich persönlich die Finger davon lassen.
4-5% gibt es auch für sichere Anlagen, für die man keinen Finger rühren muss…
Vielen Dank für Eure Antworten. In der Tat habe ich noch keine Erfahrugn mit der Vermietung von Eigentum - was aber wohl, so mein Empfinden, keine Schande ist…anyway
In der Tat habe ich noch keine Erfahrugn mit der Vermietung von Eigentum - was aber wohl, so mein Empfinden, keine Schande ist…anyway
Natürlich ist das kein Schande.
Stimmen die Voraussetzungen und hat man sich im Vorfeld gut informiert, so kann das durchaus eine gute Geldanlage sein. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, je konservativer man an ein Projekt herangeht, umso weniger Überraschungen erlebt man. Mein erster Gang zum Beispiel war zur Hausbank, um einfach mal zu erfahren, inwieweit die mein Projekt unterstützen würden. Danach habe ich Tage und Wochen mit dem Taschenrechner verbracht, abgewägt was es mir bringen könnte, Risiken bedacht, mich auf allen möglichen Seiten informiert und dann beschlossen, dass es für mich eine gute Entscheidung ist. Heute weiss ich, meine anfänglich konservative Einstellung war sehr berechtigt und sorgt dafür, dass ich auch heute noch ruhig schlafen kann. Mein letztes Objekt war mehr eine Bauchentscheidung, habs gesehen und mir war klar, das kommt in mein Portfolio (gegen das Anraten vieler (Fach)Leute). Dies konnte ich aber nur verwirklichen, weil ich mir zuvor eine gute Basis geschaffen hatte.
Daher mein Tipp an Dich: Nicht abschrecken lassen, anfänglich sehr konservativ sein, genügend Rücklagen schaffen, Informationen verschlingen und lieber auf das ein oder andere Objekt verzichten bis sich was gefunden hat das wirklich passt.
Die Tage und Nächte mit dem Taschenrechner kann ich gut nachvollziehen. Schließlich soll das erste Objekt nicht in einem Desaster enden und gleich den „Portfolio - Traum“ zu Nichte machen.
Ich bin jetzt schon seit knapp drei Jahren auf der Suche und kann langsam keine ETW und EFH mehr sehen:smile:
Hast Du auch Erfahrungen mit Objekten aus der Zwangsversteigerung gemacht?
Hast Du auch Erfahrungen mit Objekten aus der
Zwangsversteigerung gemacht?
Dort kann der Überraschungsfaktor noch viel grösser und unangenehmer sein, nämlich wenn man die Hütte sich nicht ansehen konnte oder erhebliche Mängel sich erst im Nachgang rausstellen
Ich bin jetzt schon seit knapp drei Jahren auf der Suche und
kann langsam keine ETW und EFH mehr sehen:smile:
Erst mal dazu, EFH als Vermietungsobjekt ist so mit die schlechteste Wahl überhaupt.
Hast Du auch Erfahrungen mit Objekten aus der
Zwangsversteigerung gemacht?
Habe ich, 7 Parteien-MFH. Viele Fachleute haben mir davon abgeraten, es stellte sich aber bisher als renditestärkstes Objekt heraus. Wie aber Manni3 hier schon richtig angemerkt hat ist dies eine sehr riskante Wahl, nicht umsonst ist das Objekt in der Zwangsversteigerung. Als erstes Objekt wirklich nur zu empfehlen, wenn man so ziemlich alle Faktoren kennt und genug Rücklagen hat um ein eventuelles Disaster mit einem blauen Auge überleben kann.
das EFH meine Renditeerwartungen nicht erfüllen, habe ich auch schon x-fach feststellen müssen. Für mich war diese Art Objekt halt die „schönste“ - aber sei es drum.
Inzwischen habe ich mich auf ETW konzentriert und denke auch bei zwei Objekten kurz vorm Abschluss zu sein. Insbesondere da es das erste Objekt für mich ist, versucht man natürlich alles richitg zu machen… schwere Geburt - und wenn dann die Tagesgeldzinsen in x-Jahren wieder auf 9% liegen ärgere ich mich vermutlich weil ich das Risiko für eine Rendite von 8% eingegangen bin.-)
Also ich habe 2 ETW, die Ihr Geld abwerfen und keine Verluste machen.
Aber mehr Rendite hätte ich mit Festgeld gehabt.
Bleibt das Gefühl und der Spaß ein Haus zu kaufen und aus einem alten Esel über die Zeit ein Rennpferd zu basteln.
Ich habe Spaß daran, zu modernisieren. Mein Stundenlohn dürfte bei dieser arbeit aber bei ca. 1€ liegen.
Andereseits ist mein 2. Objekt (2Fam Haus) 110% Finanziert und die Mieteinahmen decken alle Ausgaben + inkl. Rücklage.
Da ich schon vorher viel gerechnet habe und mit Excel umgehen kann hab ich dieses Schnäpchen kurzentschlossen an Land gezogen.
Hier kann mich nur ein Mietnomade Ärgern, alles andere ist palletti.
Also rechnen rechnen rechnen UND Liquität vor Rendabilität
warum ist deiner Meinung nach ein EFH nicht gerade
renditestark?
Im Vergleich zur ETW oder zum MFH ist in der Regel der Kaufpreis bezogen auf die Wohnfläche wesentlich höher. Dieser Umstand ist auch nicht durch den höher zu erzielenden Mietertrag pro qm zu heilen. Ausnahmen mögen auch hier die Regel bestätigen.