Liebe Forumsexperten,
bin neu hier und möchte gerne Hinweise oder Tipps,
wie man mit so einer Angelegenheit, wie sie mir jetzt passiert ist, umgeht, rechtlich vorgeht und gleichzeitig möchte ich warnen vor solchen Geschäftspraktiken.
Meine Geschichte:
In 2002 mußte ich mit meiner Fa. Insolvenz anmelden.
Ich hatte daran keine Schuld, aber ich war Alleingesellschsfter und Geschäftsführer und somit haftete ich mit allem was ich hatte. Die Abwicklung der Insolvenz zog sich bis Anfang 2010 hin, obwohl der Insoanwalt das meiste Geld bereits in 2006 zusammen hatte.
Die Zinsen der Bank blieben natürlich bei mir hängen,wobei die Höhe eigentlich noch strittig war.
Die ganze Story würde den Rahmen hier sprengen.
Jedenfalls hat sich die Bank daran gemacht, mein bezahltes Einfamilienhaus zu verwerten. Für eine massive Anwaltsvertretung fehlte mir das Geld.
Etwa 10 Tage vor dem Versteigerungstermin meldete sich eine s.g. Hilfsoranisations-GmbH aus Cottbus bei mir und unterbreitete mir das Angebot unsere Immobilie für uns zu retten und legte mir 2 Tage später bei einem persönlichen Gespräch ein schlüssiges Konzept vor. Tenor: Abwürgen bzw. aussetzen der Versteigerung, mit Begründung auf psychische Probleme und ungeklärter Haftungsfragen.
Lt. dem Gf dieser Fa. fast 100% Erfolgsquote, um Zeit zu gewinnen, für die Prüfung aller Umstände, Verhandlungen mit der Bank und Möglichkeit der Umfinanzierung über ein s.g Genossenschaftsmodel.
Kosten= 2000 € und nach der Verhinderung monatlich 500 €, wobei 375 € für eventuelle Nachfolgeprozesse oder Ansparung für die Umfinanzierung sein sollten.
Gesagt getan, der Fa. alle Unterlagen gegeben und die Situation noch einmal ausgiebig Schriftlich dargestellt. Am Tag der Versteigerung erschien erst kurz vor dem termin ein Rechtsanwalt F. beim Gericht, kassierte die 2000 € für den Hilfsverein + Fahrgeld und ging in den Termin mit seinem Antrag, den ich vorher, schon wegen der Kürze der Zeit, nicht zu Gesicht bekommen hatte. Termin 1.12.2009.
Das Haus wurde trotzdem versteigert, weil der Anwalt F. ein falsches Rubrum, nämlich mich, anstatt meiner, als Eigentümerin eingetragenen Ehefrau angegeben hatte. Ein übler Fehler.
Ich habe die Firma zur Rede gestellt und sie und der Ra. F. waren der festen Überzeugung das über eine Rechtsbeschwerde, wegen angeblich fehlendem Geschäftsverteilungsplanes des zuständigen Gerichts, heilen zu können. Dies bei einem Gespräch in Cottbus am 6.12.09. Am 17.12.09 erschien der Ra. F, bei uns zu Hause erläuterte seine Pläne noch einmal ausdrücklich und präsentierte mir noch eine Rechnung, diesmals auf seinen Namen, über insgesamt 2200 €, für die erheblichen arbeiten, um die Randbereiche wie Insolvenz und Zinshöhe zu bearbeiten um keine Zeit zu verlieren und um mit der bank in Verhandlungen zu kommen, während die Beschwerde läuft. Wir wollten überweisen, aber er kam noch mal am 18.12.09 vorbei, um bar zu kassieren. Zum Verständnis Er aus Cottbus wir in Berlin. Ein paar Tage später kam ein Fax mit einer Vollmacht, aber von einem Anwalt B… Wir haben den Ra. F. sofort angerufen und nachgefragt, wer B. ist. F. sagte das sei ein Kollege mit dem er zusammenarbeitet und sich gegenseitig aushelfen und unterstützen. Also habe ich der Vollmacht B. noch handschriftlich Den F. hinzugefügt. Von dem B. wurde dann auch anfang 2010 die Beschwerde eingereicht. Vom F. war nichts mehr zu hören. Wir haben den dannmehrfach angerufen, ohne Erfolg. Angemailt, um ihn an seine Aufgaben, die er sich hat am 18.12. bezahlen lassen, endlich in Angriff zu nehmen. Es passierte nichts, außer einer Mail, mit den Enttwürfen von 2 Kurzschreiben an die Bank und den Insoverwalter. Die Schreiben sind nie dort angekommen. Wie fast zu erwarten, die Beschwerde wurde zurückgewiesen. Dashaben wir aber nicht durch die Anwälte B oder F erfahren, sondern weil uns der Ersteigerer anriefund mitteilte, das ihm die Entscheidungv seit einer Woche vorliegt. Selbst auf tel. Nachfrage beim B. , der F war sowieso nicht zu erreichen, haben wir keine klaren Auskünfte erhalten. B. = weiß nichts, noch nichts da, setze mich mit dem Ersteigerer in Verbindung.
Tatsächlich war die Entscheidung am 5.3.10 gefallen,
aber am 15.3. wußte er angeblich noch nichts. haben mehrfach nachgebohrt und als endlich mal eine sekretariatsangestellte in die Akten nachgesehen hat, hat sie mir am 18.3. die Entscheidung zugefaxt.
Am 20.3. habe ich dann endlich das Original per post erhalten. Der enthielt den Eingangsstempel von B. am 9.3. und ging am 10.3. per Post ab. Aber mit falscher PLZ. Deshalb der lange Postweg.
Anwälte B und F nicht mehr ans Telefon zu bekommen.
Dafür kam vom B., den ich gar nicht beauftragt hatte, sondern den Hilfeverein, eine Rechnung über 3700€. Habe allen Dreien per Einschreiben/ Rückschein die Leviten gelesen. Von F. kam plötzlich eine Mail, wenn ich die Rechnung nicht bezahle wirde die erneute Beschwerde und der Räumungsschutzantrag sofort gestoppt, obwohl ich sie gar nicht dafür beauftragt hatte und auch keinerlei Gespräche in dieser Richtung mit keinem von Beiden geführt hatte. Dann kam auch noch das Schreiben an den F. zurück, mit dem Postvermerk: RA F. nicht bekannt. also habe ich mir erlaubt, bei der Anwaltskammer anzurufen und habe dort erfahren, dass der F. seit 31.12.09 keine Zulassung mehr hat.
Das ist ein Ding aus dem Tollhaus.
Hat noch abkassiert und dann ne Fliege gemacht.
Wie geht man am besten vor?
Der Verein Hilfs-GmbH hat den Auftrag/ Vertrag mit uns, hat das an den F. weitergegeben, der hat’s versiebt und hat wegen fehlender Zulassung die Sache einfach an den B weiter gegeben, ohne uns von den Gesamtumständen zu unterrichten.
Wir wären für eine fachkompetente Antwort dankbar.
Diese Geschichte ist nur das kleine i-Tüpfelchen auf diese Gesamt geschichte, die Dallas und Denver in den Schatten stellt.
Danke im Voraus
Ollilaschi