Hallo Leute,
Folgendes: wir ziehen im August um und wollen unsere jetzige
Bleibe verkaufen. Nachdem wir Freunde/Verwandte etc. um ihre
Meinung gefragt haben, bilden sich zwei Lager heraus. Die
einen sagen, schon jetzt mit dem Verkauf via Makler beginnen.
Der Markt sei schlecht und je länger das Haus am Markt ist, je
größer die Wahrscheinlichkeit einen Käufer zu finden, der
annähernd zu unserer Preisvorstellung kaufen wird
(Verhandlungsspielraum ist immer drin).
Die anderen sagen, dass es denkbar ungünstig sei im Winter zu
verkaufen. Es würde kaum richtig hell werden, die Räume kämen
nicht zur Geltung, der Garten sähe winterbedingt eher trostlos
aus (was richtig ist). Außerdem wäre die Vorlaufzeit bis zu
unserem Auszug noch zu lange.
Folgendes verstehe ich nicht: wieso heißt es, dass es im
Schnitt ein Jahr dauert, bis ein Haus verkauft ist? Wie kann
man das sagen? Dann fängt man doch am besten erst 11 Monate
nach der Verkaufsabsicht an, oder???
Danke schon mal,
Sarah
Hallo !
Es kann eine Woche dauern, es kann Jahre dauern!
Es kommt immer auf den Preis an. Heute muß der Verkäufer nachgeben. Der Markt ist gesättigt.
Im Sommer sieht natürlich alles freundlicher aus. Davon lassen sich aber nicht viele Käufer blenden. Die meisten kommen sowieso mit „Experten“.
Es kommt auch drauf an, wieviel Heizkosten das Haus verpulvert. Also mußt Du ihnen die Gas- oder Lörechnung zeigen.
Hör Dir an, was die zukünftigen Käufer so sagen.
Mein erstes Haus war eine Woche nach der Idee, es zu verkaufen, weg.
Das zweite nach fünf Monaten.
mfgConrad
Hallo Leute,
Folgendes verstehe ich nicht: wieso heißt es, dass es im
Schnitt ein Jahr dauert, bis ein Haus verkauft ist? Wie kann
man das sagen? Dann fängt man doch am besten erst 11 Monate
nach der Verkaufsabsicht an, oder???
naja, du musst dir einen hausverkauf in deutschland als eine übertrieben formbedürftige transaktion vorstellen, deshalb dauert so lange. die erste phase, in der nur käufer und verkäufer handelseinig werden, kann in der tat theoretisch auch in einer woche erledigt werden. das hängt nur von marktgesetzen und der liquidität oder kreditwürdigkeit des käuferns ab.da die meisten käufer aber nicht cash zahlen können, kommt schon weiterer zeitaufwand durch beschaffung eines entsprechenden kredites dazu.
was dann danach so lange dauert ist aber ganz was anderes: die zeit zwischen notariellem kaufvertrag und eintragung der auflassung und damit des eigentlichen eigentumsübergangs bzw. der auflassungsvor-merkung im grundbuch. halte ne sehr sehr langsame behörde.
mfg astrachan