Hallo zusammen,
ein Bekannter aus unserem Verein (http://www.hippel-lindau.de)bekambekam) folgende Behandlung: Eine Immunisierung des Blutes mit den dentritischen Zellen von Dr. Kübler, Siebertstrasse 6, 81675 München.
Die Behandlung baut sich wie folgt auf:
- 6-10 Zyklen dentritische- und LAK Zellen
- Herstellung einer Heat-Shock- Proteine Therapie
- 10 Infusionen mit dem monoklonalen Antikörper Herceptin
Nun gibt es Ärger/Probleme mit der Krankenkasse, obwohl die Behandlung angeschlagen hat. Die Kosten dieser Behandlung belaufen sich auf 80.000 DM(!).
Hat jemand von Euch Erfahrung mit dieser Behandlung oder irgendwelche Tipps/Infos?
Schon einmal besten Dank im voraus!
Gruss Andreas
Hallo Andreas,
wie bei jeder Behandlung stellt sich hier die Frage, ob die Besserung zufällig eingetreten ist oder tatsächlich durch die Therapie bedingt war. Der Doktor müßte unabhängige Veröffentlichungen vorlegen, daß seine Therapie eine höhere Heilungsrate hat als eine Scheintherapie. Nur dann bestüdne so etwas wie ein „moralisches“ (aber noch nicht unbedingt juristisches) Recht auf Anerkennung und Kostenerstattung.
Obgleich ich in der Immunologie meine Doktorarbeit gemacht habe, wüßte ich nicht, wo die genannten Mittel klinisch zum Einsatz kämen. Den monoklonalen Antikörper kenne ich (noch) nicht, er steht auch nicht in der Roten Liste.
Antikörper und Immunmediatoren sind keine „Mittelchen“, die man einfach mal so in Patienten ausprobiert. Man muß schon sehr genau Wissen, was man tut. Nirgendwo ist die Frage der Arzneimittelsicherheit so wichtig wie hier.
Ist der Arzt eigentlich derjenige, der ab und zu im Fernsehen auftaucht, und unter anderem diesen Fußballspieler mit Chronic-Fatigue-Syndrom (mir fällt der Name nicht mehr ein… *grübel*) behandelt hat?
Oliver
Jetzt mußte ich doch mal nachschauen: Herceptin ist der Handelsname für Trastuzumab, einem Antikörper, das an ein Protein u.a. auf Brustkrebszellen bindet und diese damit für das Immunsystem erkennbar macht. Prinzipiell eine feine Sache, und vo monoklonalen Antikörpern wird man in der Tumortherapie noch einiges hören.
Soweit ich weiß, ist das Mittel erst im Phase II clinical trial und sollte damit in Deutschland noch nicht zugelassen sein. Bei Brustkrebs war es soweit erfolgreich, allerdings unter einigen Nebenwirkungen (Herzversagen in 1-30% der Patientinnen je nach Begleittherapie; Sparano 2001; Porterfield, 2000; Feldman, 2000). Somit wurde es nur bei unheilbarem Brustkrebs eingesetzt. Im Allgemeinen wurde der Krankheitsverlauf verzögert, aber Heilungen waren die Ausnahme (
Re: zum Dritten 
Hersteller Genentech schreibt (Zitat Website):
„If a patient needs a medicine, he or she should be able to receive it, regardless of economic or insurance status. Therefore, all of Genentech’s products are covered by the Genentech Assistance Program.“
Zu diesem Programm siehe
http://www.gene.com/gene/about_genentech/responsibil…
Also: Ruhig nachfragen, vielleicht lassen die ja mal ordentich was 'rüberwachsen 
Oliver