ich möchte 2 LSP-Paare an einen Verstärkerausgang anschließen. Was muß ich wegen der Impedanz beachten, damit ich die Endstufe nicht hochjage? Kann ich an einen 4 Ohm-Ausgang 2x 8 Ohm anschließen?
Bei einem Boxenpaar steht 4-16 Ohm dran. Muß ich da besonders vorsichtig sein?
Vielen Dank, daß ihr mit Euren Tipps meinen Verstärker errettet,
Norbert
ich möchte 2 LSP-Paare an einen Verstärkerausgang anschließen.
Was muß ich wegen der Impedanz beachten, damit ich die
Endstufe nicht hochjage? Kann ich an einen 4 Ohm-Ausgang 2x 8
Ohm anschließen?
ja, kein problem - der verstärker erreicht nur seine maximal mögliche abgabeleistung nicht.
Bei einem Boxenpaar steht 4-16 Ohm dran. Muß ich da besonders
vorsichtig sein?
tolle angabe - scheinen ja richtige superbrüllerzu sein -)
mal ernsthaft: da man die impedanz nicht kennt und du sie möglicherweise auch nicht ermessen kannst, empfehle ich die lautstärke nicht zu hoch aufzudrehen. dann macht die möglicherweise zu niedrige gesamtimpedanz (bei 4 lautsprechern in betrieb hast du ca 2.7 ohm pro ausgang (8ohm und 4 ohm parallel)) keine probleme - also keine party damit beschallen.
gruss wgn
Vielen Dank, daß ihr mit Euren Tipps meinen Verstärker
errettet,
Norbert
Die besagten Boxen werden nicht etwa vier, sondern definitiv sechzehn Ohm haben. Warum?
Wuerde man eine 4 Ohm Box an einem 16 oder 8 Ohm Ausgang betreiben, dann liefe man Gefahr seine Endsufen in den Orkus zu befoerdern.
Denn kennzeichnend ist, dass ein 16 Ohm Ausgang eines Transistorverstaerkers an eben 16 Ohm seine Maximalleistung liefert. Soll der Verstaerker gefahrlos betrieben werden, so darf dieser Wert von Seiten der Lautsprecher nicht unterschritten werden.
Wuerde man z.B. eine 4 Ohm Box an einem solchen Ausgang (unter Vollast) betreiben, dann waere der Verstaerker auf Grund der zu geringen Impedanz der Box „genoetigt“, Leistungen zu liefern fuer die er schlicht nicht gebaut ist.
Analog dazu gilt fuer 8/4 Ohm Ausgaenge, dass die jeweiligen Werte nicht unterschritten werden duerfen. Man kann allerdings problemlos eine 16 Ohm box an einem 8/4 Ohm Ausgang betreiben, ja sogar deren zwei bzw. vier Stueck (parallel an ja 8 bzw. 4 Ohm Ausgang.)
Die meisten Verstaerker sind uebrigens fuer eine Minimalimpedanz von 4 Ohm ausgelegt.
Denn kennzeichnend ist, dass ein 16 Ohm Ausgang eines
Transistorverstaerkers an eben 16 Ohm seine Maximalleistung liefert. Soll der Verstaerker gefahrlos
betrieben werden, so darf dieser Wert von Seiten der
Lautsprecher nicht unterschritten werden.
Audio-Leistungsverstärker arbeiten schon seit vielen Jahren nicht mehr leistungsangepasst. Der Ausgangswiderstand heutiger Verstärker liegt im Bereich von einigen Milliohm. Wenn er kein Uraltgerät verwendet, spricht überhaupt nichts dagegen, die Lautsprecher zu betreiben.
hier ist nicht die problematik der leistungsanpassung (Ri=Rl) das problem (wie du schon korrekt bemerkt hast arbeiten moderne „normale“ verstäker spannungsangepasst), sondern die gefahr liegt in der zu hohen stromabgabe des verstäkers bei zu geringen lastimpedanzen, und damit der zu hohen „leistungsverbratung“ an den endtransistoren. diese machen dann die grätsche. desshalb kann ein verstärker nur an der vorgeschriebenen lastimpedanz seine maximale leistung gefahrlos abgeben.
ist die lastimpedanz grösser als zugelassen, KANN der verstärker nicht die leistung erreichen, weil das netzteil eine nicht ausreichend hohe spannung zur verfügung stellt. dies ist aber völlig gefahrlos (ausser der verstärker wird im clipping betrieben - dann zerlegt es den hochtöner).
bei zu geringer lastimpedanz wird die maximal zulässige stromabgabe des verstäkers schon unter seiner maximal möglichen (bei optimaler anpassung) abgabeleistung erreicht. und damit ist ein sicherer betrieb dann nicht mehr gewährleistet.
desshalb gilt weiterhin mein tipp bei kleinerer lausprecherimpedanz als vom verstärker vorgesehen, die lautstärke nicht zu laut zu machen.
ich könnte jetzt zwar hier alles mit formeln belegen - hilft aber in der praxis auch nicht weiter (keiner schliesst ein messgerätepark während des normalen betriebs an seine komponenten an).
hier ist nicht die problematik der leistungsanpassung (Ri=Rl)
das problem (wie du schon korrekt bemerkt hast arbeiten
moderne „normale“ verstäker spannungsangepasst), sondern die
gefahr liegt in der zu hohen stromabgabe des verstäkers bei zu
geringen lastimpedanzen, und damit der zu hohen
„leistungsverbratung“ an den endtransistoren.
Warum erklärst du mir das und nicht dem Frager des Ursprungspostings? Mir ist schon klar, wo das Problem liegt, es ging nur darum, dass irreführende Posting, in dem eben unangebrachterweise von Leistungsanpassung die Rede war, zu korrigieren.