Impedanzwandler/Vorverstärker

Moin! :smile:

Ich hab einen Impedanzwandler/Vorverstärker nach folgendem Bauplan gelötet:

http://www.elektronikinfo.de/audio/egbauanleitung.ht…

Nachdem ich aber nicht grad ne Leuchte bin, was das Entziffern von Schaltplänen angeht, hät ich gern gewusst, wo da + und - für den Anschluss von ner 9V Batterie is. - hät ich mir gedacht is der waagrechte Strich, dementsprechend hab ichs auch gelötet. Aber ist + wirklich U+ ?? Ich meine, so wie ich das sehe verursacht die Schaltung nen Kurzschluss. Desweiteren wüsste ich gern, wo ich was genau anschließen muss ^^ Sprich wohin die beiden Drähte vom Pickup, wohin die beiden Drähte zur Buchse und wohin die beiden Drähte von der Batterie :smile: Wenn wer fleißig is, würd ich mich freuen, wenn mir wer sagen könnt, ob die Schaltung so überhaupt funktionsfähig ist, weil ich irgendwie vermute, dass irgendwas mit den Batterieanschlüssen nicht stimmen kann :smile:

Vielen Dank für die Antworten schon im Voraus, Ulli :wink:

Hi Ulli,

das passt schon.

Der waagerechte Strich ist das Zeichen für Masse/Ground, und für die Versorgungsspannung der Minuspol.
Der Pluspol der 9V-Batterie kommt da hin wo am Schaltplan + steht.
Die Eingänge und die Ausgänge beschaltest du wie im Text beschrieben, wobei eben auch dafür der „heisse“ Draht an den Eingang resp. Ausgang der Schaltung gehört und der „kalte“ an Masse/Ground.

Gruß
BT

Stück für Stück (der Reihe nach)
Hallo Ulli,

Ich hab einen Impedanzwandler/Vorverstärker nach folgendem
Bauplan gelötet:

http://www.elektronikinfo.de/audio/egbauanleitung.ht…

Also die BEIDEN Verstärker aufgebaut?

Nachdem ich aber nicht grad ne Leuchte bin, was das Entziffern
von Schaltplänen angeht, hät ich gern gewusst, wo da + und -
für den Anschluss von ner 9V Batterie is. - hät ich mir
gedacht is der waagrechte Strich, dementsprechend hab ichs
auch gelötet. Aber ist + wirklich U+ ??

Also: +Ub (b = deutsch, Betriebsspannung) ist für den Pluspol der Batterie, der Phantomspeisung (haben Gitarrenverstärker nicht, aber Mischpulte)

Das „Füßchen“ ist dazu der Minuspol der Stromversorgung (Batterie)

Weiter. Die Schaltung beschreibt 2 Verstärker, die linke Hälfte ist ein Verstärker mit Verstärkung abhängig vom Rückkopplungswiderstandsteiler R2/R3, die rechte Hälfte ist ein reiner Impedanzwandler, der einen hochohmigen Eingang (R5 = 5,11 Megaohm, a bissle unrealistisch, geht aber) bietet und einen niederohmigen Ausgang (1 kiloOhm, na ja ich würde 100 Ohm nehmen, ist aber für gängige Kabellängen wurscht).

D.h. du brauchst nur eine Hälfte der Schaltung.

Hmm. Für den Anfang würde ich nur die rechte Hälfte nutzen und einen TL071 als Verstärker dafür nehmen. Der Widerstand R6 ist bei aktuellen Operationsverstärkern vollkommen überflüssig. Ein Lötkleks vom Ausgang bis zu diesem invertierenden Eingang für Einsverstärkung ist völlig ausreichend.

Nun haben wir ja noch ein Thema. Die Schaltung ist mit Gleichspannung gespeist, Töne produzieren aber Wechselspannung. Deshalb ist der Verstärker mit dem Widerstandspäärchen R8/R9 auf die Hälft der Betriebsspannung als Arbeitspunkt korrekt eingestellt (wobei ich 100 kiloOhm nehmen würde um Strom zu sparen, das Putzen übernimmt ja Kondensator C6).

Ich meine, so wie ich das sehe verursacht die Schaltung nen Kurzschluss.

Warum?

Desweiteren
wüsste ich gern, wo ich was genau anschließen muss ^^ Sprich
wohin die beiden Drähte vom Pickup,

In diesem Falle an IN2 (Input 2, Eingang 2).

wohin die beiden Drähte
zur Buchse

Out 2 (Output 2, Ausgang 2) auf die Spitze (Tip) der Klinkenbuchse, der Minuspol der Batterie auf den Ring der Klinkenbuchse.

und wohin die beiden Drähte von der Batterie :smile:

+Ub = Pluspol
Füßchen = Minsupol

Jetzt hast du noch ein Probläm. Die Schaltung läuft die ganze Zeit und die Batterie ist nach … 50 Stunden leer. Der TL07x zieht ca. 2 mA und die diversen Widerstände sind IMHO zu niederohmig (R8, R9).

Was tun? Nun die übliche Technik ist, dass der Mono-Klinkenstecker die Batterie überhaupt mal mit der Schaltung verbindet. Also:

Tip = Ausgang
Ring = Batterie-Minus
Sleeve = Abgang zum Verstärker

D.h. wenn du den Stecker ziehst, wird die Batterie auf der Minusseite von der Schaltung getrennt und sie verbraucht keinen Strom mehr.

Gruß

Stefan

Huhu! :smile:

Also die BEIDEN Verstärker aufgebaut?

Ehm… ja *hust* Nein im Ernst… Ich hät keinen Plan gehabt, ob man, einen Teil einfach so „abklemmen“ kann :smile:

Ein Lötkleks vom Ausgang bis zu diesem invertierenden Eingang
für Einsverstärkung ist völlig ausreichend.

Äh… wiebitte? ^^

Ich meine, so wie ich das sehe verursacht die Schaltung nen Kurzschluss.

Warum?

Öh naja, weil der + Pol und der - Pol Ja eigentlich direkt miteinander verbunden sind, oder nicht? oO

Jetzt hast du noch ein Probläm. Die Schaltung läuft die ganze
Zeit und die Batterie ist nach … 50 Stunden leer. Der TL07x
zieht ca. 2 mA und die diversen Widerstände sind IMHO zu
niederohmig (R8, R9).

Was tun? Nun die übliche Technik ist, dass der
Mono-Klinkenstecker die Batterie überhaupt mal mit der
Schaltung verbindet. Also:

Tip = Ausgang
Ring = Batterie-Minus
Sleeve = Abgang zum Verstärker

D.h. wenn du den Stecker ziehst, wird die Batterie auf der
Minusseite von der Schaltung getrennt und sie verbraucht
keinen Strom mehr.

Cool, danke für den Tip :smile:)

Gruß

Stefan

Grüße zurück, Ulli :wink:

Hallo,

Also die BEIDEN Verstärker aufgebaut?

Ehm… ja *hust* Nein im Ernst… Ich hät keinen Plan gehabt, ob
man, einen Teil einfach so „abklemmen“ kann :smile:

Warum fragst du dann nicht schon mal vorher an?

Aus dem Text geht ja auch eindeutig hervor, dass es zwei Varianten
sind, die völlig unabhängig voneinander arbeiten können.

Der Einfachheit halber hat der Autor dafür aber einen 2-fach OPV genommen.
Wenn du aber nur eine Variante brauchst (zumal die 2. Variante leicht
durch Weglassen bzw. Abschalten von R3 realisiert werden kann,
z.B. per Jumper oder Schalter) ), dann reicht auch ein einfach OPV dafür
aus (z.B. TL071).

Wenn du das tatsächlich länger mit einem 9V-Block betreiben willst,
sparst du dir so auch den Strom für den 2. OPV-Kanal (ca. 1,5mA je Kanal).

Dann würde ich dir sogar raten, statt einem TL071 sogar nur einen TL061
zu verwenden (das sind die pinkompatiblen Low-Powertypen).
Der hat pro Kanal nur ca. 0,1mA Stromverbrauch. Ist dann zwar kein
spezieller Low-Noise-Typ, aber den Unterschied wirst du wohl nicht merken.
Ein 9V-Block hält so nicht nur ca. 30h sondern mind. 10mal solange.
Dann soltest du aber tatsächlich R8 und R9 deutlich größer machen
-> z.B. je 100kOhm oder auch je 220 kOhm.

Wenn du den OPV auf eine IC-Fassung machst (ist bei Bastelarbeiten sowieso
zu empfehlen), kannst du auch wahlweise den OPV auswechseln.
Die kosten ja eh nur paar 10 Cent, allerdings kostet die Fassung etwas mehr.

Statt der Schaltung mit Klinkenstecker geht natürlich auch ein ganz
normaler Ein-/Ausschalter, der in der Zuleitung (+Ub) zwischen zu setzen ist.

In der Bauteilempfehlung stehen für die Kondensatoren Folietypen mit
je 63V Spannungsfestigkeit drin. Man kann man aber auch andere verwenden,
z.B. Keramik-C mit entsprechender Kapazität in SMD-Bauformen.
Die lassen sich auf Lochrasterplatinen wunderbar zwischen die Löcher
löten. Das sieht dann z.B. so aus:
http://img149.imageshack.us/my.php?image=motorsteuer…
Die Spannungsfestigkeit muß ja auch nicht 63V sein, da die Betriebsspannung
max. um 10V liegt. Also wären Typen für 16V,besser 20V bzw. 25V ausreichend.

Solange du kein Steckernetzteil nehmen willst, sondern eben 9V-Block,
muß auch C7 nicht groß sein. Dann würde auch ein Elko oder Tantal-C
mit 22-47uF und mind. 16V Spannungsfestigkeit reichen. Das wird viel kleiner.
Man könnte die Schaltung locker auf halbe Streichholzschachtelgröße bringen.
Gruß Uwi

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