vor vier Wochen war ich stark erkältet. Hab dann ein Grippemittel genommen um weiter zur Uni gehen zu können.
Ostern war die Impetigo nicht nur um den Mund herum, sondern auch an der Stirn. Ich bin dann Dienstag zum Arzt und hab eine antibiotische Salbe verschrieben bekommen. Hat aber überhaupt nicht gewirkt, stattdessen hab ich es im ganzen Gesicht bekommen mit dicken Kruste. Es spannt total und tut furchtbar weh. Ich hab dann ein richtiges Antibiotikum verschrieben bekommen, was von innen wirkt. Es war dann auch einigermaßen gut, aber kaum hatte ich es abgesetzt, wurde alles viel schlimmer wieder. Seit gestern nehm ich das gleiche Antibiotikum weiter. Es scheint aber nicht zu helfen. Mein gesamtes Gesicht ist rot, trocken, mit Schorf und gelber Kruste bedeckt. Es fühlt sich wie eine unangenehme Maske an, ich kann kaum essen, so weh tut der Mund.
Mein Arzt hat gesagt, ich soll die Salbe nicht länger nehmen und wenn das Antibiotikum dieses Mal auch nicht hilft, wollen wir ein anderes ausprobieren. Aber ich kann doch nicht drei, vier Wochen Antibiotika nehmen, oder? Er vermutete auch, dass es von meinen Wellensittichen kommt, aber die sind gesund (war mit ihnen beim Tierarzt). Ich überlege, wo ich es vielleicht her habe. Könnte es sein, dass ich es z.B. an der Uni auf den dreckigen Toiletten bekommen habe?
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich die Grindflechte mindern kann oder könnt ihr mir sagen, wie lange ich wohl noch so rumlaufen werde? Leide da inzwischen auch psychisch stark drunter…
Ich überlege, wo ich es vielleicht
her habe. Könnte es sein, dass ich es z.B. an der Uni auf den
dreckigen Toiletten bekommen habe?
Hallo…
da gerade kurz angebunden nur die kurze Antwort auf diese eine von vielen Fragen.
Die Bakterien einer Impetigo sind v.a. Staphylococcus aureus und Streptococcus pyogenes. Das sind Allerweltskeime, bei manchen Menschen (gerade aus dem medizinischen Bereich) ist die Nase chronisch mit Staphylococcus aureus besiedelt. Es muss also noch nicht mal die schmutzige Toilette gewesen sein…
Hat der Arzt einen Abstrich gemacht (relevant jetzt der Abstrich beim „zweiten Ausbruch“ der Krankheit)? Liegt vor, welches Bakterium verantwortlich ist? Wurde eine Resistenztestung durchgeführt?
zumindest bin ich schon mal beruhigt, dass es nicht von den Wellis kommt.
Der Arzt hat weder einen Abstrich gemacht, noch weiß er, welches Bakterium verantwortlich ist (ich gehe mal davon aus, dass er einfach davon ausgeht, dass es die Bakterien sind, die zu 80 % vorliegen). Eine Resistenztestung hat er auch nicht gemacht. Was ist denn das genau?
Würdest du also sagen, dass die Behandlung falsch war, indem er mir einfach nur das Antibiotikum ein zweites Mal verschrieb?
Nein. Ich möchte nicht sagen, dass die Behandlung falsch war. Genau mit der Begründung das praktisch 2 Keime in Frage kommen. Ich bin nur der Meinung, dass man jetzt - wo man das Gefühl hat, dass das Antibiotikum nicht so wirkt wie erwartet, nochmals mit der Diagnostik beginnen sollte, das heißt Abstrich und dann Resistenztestung und dann resistenzgerechte Therapie.
In der Resistenztestung schaut man, welches Antibiotikum gut wirkt und auf welches Antibiotikum die Bakterien gar nicht ansprechen, d.h. resistent sind. Das ist das, was man jetzt vermutet, wenn das Antibiotikum nicht den erwünschten Effekt zeigt.
gibt es denn Antibiotika, die auch beide Keime abtöten können? Ich nehme zur Zeit Cefuroxim und zusätzlich noch Stieprox, damit die Flechte sich nich noch auf die Kopfhaut ausbreitet. Außerdem desinfizier ich mir nach jedem Eincremen die Hände, mittlerweile auch einfach so am tag, wenn ich mich gekrazt habe.
Wenn die 2. Dosis Antibiotikum nicht wirkt, bekomme ich nächste Woche ein anderes. Aber das wäre dann ja schon die 3. Woche. Wäre das nicht ein bisschen viel?
das ist schon armselig, wass Ärzte sich manchmal leisten. Hauptsache Antibiotika verschreiben. Wie schon geschrieben, es muß doch erstmal klar sein, gegen welchen „Feind“ ich kämpfen muß, bevor ich auf ihn „schieße“.
Das Problem ist auch, dass wir über die Nahrung schon so viele versteckte Antibiotika zu uns nehmen, dass viele davon unwirksam sind, weil die Bakterien sich auch weiterentwickeln und resitent werden. Und dann wird mit dem „Schrotgewehr“ auf Baktrien geschossen, nach dem Motto eine Kugel wird schon das entsprechende Bakterium treffen.
Ich würde Dir ja hier gern schreiben, was effektiv geben die äußerlich sichtbaren Probleme hilft und was Du auch innerlich gegen die Bakterien tun kannst - aber das ist wohl verboten.
Nur so viel - Immunsystem auf natürliche Weise stärken und Bakterien und den Nährboden dafür äußerlich beseitigen.
Wenn es Dich interessiert - schicke mir eine Mail.
vor vier Wochen war ich stark erkältet. Hab dann ein
Grippemittel genommen um weiter zur Uni gehen zu können.
Ostern war die Impetigo nicht nur um den Mund herum, sondern
auch an der Stirn. Ich bin dann Dienstag zum Arzt und hab eine
antibiotische Salbe verschrieben bekommen. Hat aber überhaupt
nicht gewirkt, stattdessen hab ich es im ganzen Gesicht
bekommen mit dicken Kruste.
Das kenne ich. Aussage meine Hautärztin damals „über antibiotische SAlben alleine lachen diese Bakterien nur“
deshalb sollte man auch von innen antibiotisch behandeln, sprich ein Antibiotikum zusätzlich zur Salbe einnehmen.
Es spannt total und tut furchtbar
weh. Ich hab dann ein richtiges Antibiotikum verschrieben
bekommen, was von innen wirkt. Es war dann auch einigermaßen
gut, aber kaum hatte ich es abgesetzt, wurde alles viel
schlimmer wieder.
Abgesetzt? War die Therapie denn schon zuende? Wenn wirklich das Antibiotikum abgesetzt wurde, kann es sein, dass Erreger am Leben geblieben sind. Die können sich dann wieder erneut vermehren, und gegen das zuvor verwendete Antibiotikum resistent sind…also damit nicht mehr behandelbar.
ich würde Dir auch dazu raten beim Hautarzt vorbeizuschauen und dort einen Abstrich inkl Antibiogramm machen zu lassen, damit man weiß welches Antibiotikum noch wirksam ist.
Man behandelt idR solche Infektionen gleich mit einem Antibiotikum ohne einen Abstrich zu machen, weil dieser Zeit braucht. Erstmal müssen die Bakterienkulturen wachsen bevor man schauen kann mit was sie behandelbar sind. da vergehen schonmal 10 Tage.
Aber weil diese Erkrankung gewebezerstörend sein kann, sollte man da rasch was tun. http://de.wikipedia.org/wiki/Impetigo_contagiosa http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Grindflechte/Wis…
Wenn die 2. Dosis Antibiotikum nicht wirkt, bekomme ich
nächste Woche ein anderes. Aber das wäre dann ja schon die 3.
Woche. Wäre das nicht ein bisschen viel?
das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt auf die Krankheit an, die behandelt wird/werden soll.
Es gibt chronische Krankheiten, da nehmen die Patienten teilweise monatelang durchgehend Antibiotika. Bei einem mir bekannten Fall (glücklicherweise weder ich noch meine Frau) nahm der Patient 18 Monate am Stück ABs, teilweise mehrere gleichzeitig. Da sind 3 oder auch 6 Wochen doch gar nichts.
Um allen AB-Gegnern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: natürlich sollte man mit AB-Gabe (als Arzt) und AB-Einnahme (als Patient) sparsam sein, damit sie dann noch wirken, wenn man sie wirklich braucht (so wie Du gerade im Moment - vorausgesetzt es handelt sich überhaupt um Bakterien und nicht um Viren oder sonstige „Mistviecher“, die auf ABs überhaupt nicht reagieren).
Warum jetzt Allergietest?
Hallo,
hab jetzt eine andere Creme bekommen und die Rötung ist fast weg. Lediglich an der Stirn hab ich noch ein paar Stellen.
Meine Haut fühlt sich furchtbar trocken an und ich würde sie jetzt gerne eincremen, weiß aber nicht ob ich das darf.
Muss ich die Creme mit der Fusidinsäure eine ganze Woche auf die Hautstellen schmieren, auch wenn sie wieder besser geworden sind, oder nur noch auf die betroffenen Stellen? Nicht, dass das dann sofort wieder kommt.
In drei Wochen mache ich einen Allergietest. Kann es also sein, dass die impetigo auch durch eine Allergie hervorgerufen wurde und könnte es sogar an den Wellensittichen liegen?
Bin irgendwie ratlos, wie ich jetzt verfahren soll…