Hallo Kerstin,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Da in der Tat noch etliche Fragen für mich ungeklärt sind, komme ich gerne auf dein Angebot zurück. Oliver hat allerdings auch schon ein paar Probleme angesprochen. Einige Fragen werde ich daher unter die dort von dir gegebene Antwort setzen.
Außerdem haben viele Menschen Gen-Defekte oder Störungen,
wodurch sie durch eine Impfung schwer erkranken können, weil
des Immunssystem nicht in der Lage ist bestimmte Erreger zu
erkennen und Abwehrstoffe zu bilden.
Die Möglichkeit durch einen wie auch immer gearteten Gen-Defekt nach einer Impfung an der entsprechenden Krankheit zu erkranken, besteht doch wohl nur nach einer Lebendimpfung. Die 6fach-Impfung ist aber eine Totimpfung mit nur Bruchstücken der Erreger. Und von diesen Bruchstücken wird man auch mit Gendeffekt nicht krank.
Soweit ich die Literatur kenne, sind lediglich im Hinblick auf die (eh etwas umstrittene) Tuberkuloseimpfung Fälle bekannt, wo aufgrund eines genetischen Defektes die Impflinge erkranken. Die Tuberkuloseimpfung (BCG) ist allerdings eine Lebendimpfung und ich würde auch nicht von vielen Menschen sprechen (0,59 von 1 Million Menschen). Diese Menschen erkranken nicht nur am BCG-Impfstamm, sondern auch nach Kontakt mit anderen in der Umwelt vorkommenden ansonsten ungefährlichen Mykobakterien (NTM). Würden diese Menschen zu einer anderen Zeit leben, so wären sie zwar nicht geimpft worden, hätten aber vermutlich das Säuglingsalter nicht überlebt. Im übrigen wird in Deutschland eh nicht gegen Tuberkulose geimpft und somit erübrigt sich hier diese Diskussion.
Würde man eine HLA-Bestimmung bei einem Säugling machen, wüßte man diese
Dinge schon vorher und wie dieser Mensch zu behandeln ist und
wie bestimmte Krankheiten am Ausbruch gehindert werden können.
Dieser Mensch dürfte dann bestimmte Impfungen nicht erhalten.
Die HLA-Typisierung hilft z.B. den Menschen, die aufgrund des genetischen Defektes die BCG-Impfung nicht vertragen, herzlich wenig. Der genetische Defekt betrifft hier nämlich einen Signaltransduktionsweg, den JAK/STAT-Pathway. Anhand der HLA-Typisierung wirst du nicht erkennen können, ob und welches Protein dieses Signaltransduktionsweges gestört ist.
Angenommen, man könnte mit der HLA-Typisierung irgendeine Aussage hinsichtlich einer impfpräventablen Krankheit machen (was ich momentan aber nicht sehe), so möchte ich 2 Dinge zu bedenken geben:
- Wer soll die immensen Kosten für eine routinemäßige HLA-Typisierung tragen?
und noch viel wichtiger 2. Würde man sich mit einer routinemäßigen HLA-Typisierung aller Säuglinge nicht sehr bedenklich dem „gläsernen Patienten“ nähern? Auch wenn ich keinen Zusammenhang zwischen dem HLA-Typ und den impfpräventablen Krankheiten kenne, so gibt es doch einen Zusammenhang zwischen dem HLA-Typus und der Wahrscheinlichkeit (wohlgemerkt: nur Wahrscheinlichkeit!) mit der einige andere Erkrankungen ausbrechen können (Diabetes, Multiple Skerose, bestimmte Karzinome). Kann man wirklich verantworten, dass jeder Mensch die Information mit auf den Lebensweg bekommt, dass er mit einer Wahrscheinlichkeit von x % an dieser oder jener Krankheit erkranken könnte? Krankheiten, für die es heute oft keine Heilung gibt. Kann man verantworten, dass Menschen vielleicht von Versicherungen, Arbeitgebern etc. ausgeschlossen werden aufgrund eines bestimmten HLA-Typus? Ich denke, das Risiko einer generellen HLA-Typisierung überwiegt bei weitem den Nutzen.
Viele Impfstoffe werden z.B. auf Hühnerembryonen gezüchtet,
welche für den Körper Fremdeiweiße darstellen. Auch das kann
zu schweren allergischen Reaktionen führen.
In den Impfstoffen befindet sich so wenig Hühnereiweiß, dass sogar Hühnereiweißallergiker die Impfungen i.d.R. problemlos vertragen. Und falls man auf Nummer Sicher gehen möchte, gibt es meist Alternativen.
Zum Beispiel bilden sich nach einer Hepatitis B-Impfung bis zu
50.000 Antikörper im Blut. Für die Abwehr dieser Erkrankung
reichen jedoch 12 bis 15 Antikörper. Man weis noch nicht ob so
viele Antikörper den Körper nicht auch Schaden zufügen. Ich
denke in die 5-7 Liter Blut passt möglicherweise auch nur eine
bestimmte Menge Antikörper hinein, die Fließeigenschaften
werden sicher nicht besser, je vollgepackter.
Die Dimensionen hast du ja schon etwas korrigiert.
Was du allerdings nicht bedenkst ist, dass der Antikörperspiegel im Laufe der Zeit abfällt. Der Patient soll ja nicht nur 5 Monate nach der Impfung geschützt sein, sondern möglichst viele Jahre. Genau wie nach einer richtigen Infektion fällt der Ak-Spiegel aber im Laufe der Zeit ab.
Hinsichtlich der Fließeigenschaften des Blutes kann ich dich beruhigen (war Thema meiner Dissertation
). Die Fließeigenschaften werden fast ausschließlich von den Erythrozyten bestimmt. Nur ein winziger Bruchteil entfällt aus das Plasma. Und das Plasma besteht nur zu einem Teil aus Proteinen. Und die Proteine bestehen nur zu einem kleinen Teil aus Gammaglobulinen (dazu gehören ja die Antikörper). Und von den Gammaglobulinen ist nur ein winziger Teil gegen Hepatitis B gerichtet. Also da besteht wirklich keine Gefahr, dass das Blut schlechter fliesst, wenn mehr Ak drin sind.
Außerdem: Die Hygieneverhältnisse sind immer besser geworden wie du ja selbst schreibst. Wir kommen mit immer weniger Erreger im normalen Alltag in Kontakt. Da wir also gegen immer weniger Alltagskeime Antikörper bilden müssen, wird schon genug Platz für die paar Antikörper gegen die Impfantigene da sein. 
Bei anderen Erkrankungen findet man z.B. riesige Mengen
Masern-Antikörper. Da ist ohne eine Ausleitung des Impfstoffes
gar keine Besserung des möglich.
Das verstehe ich leider gar nicht… *grübel*
Mit den nachfolgenden Infos zur Mikro-Immuntherapie habe ich auch noch größere Probleme. Hier nur ein paar, der sich mir stellenden Fragen:
Sicher kennt man noch nicht alle. Wenn so eine Genstörung
vorliegt sind die Krankheiten therapieresistent, wenn sie erst
einmal ausgebrochen sind.
Heisst das, dass gesunde Menschen mit einem bestimmten HLA-Typus präventiv behandelt werden, nur weil bei ihnen die Möglichkeit besteht, dass irgendeine Krankheit einmal ausbrechen könnte?
…Allele zur Behandlung der HLA-Störung u.a
Allele sind Gene…hm… Heisst das, dass du zwar Impfungen für riskant hältst, aber tatsächlich Gentherapien bei deinen Patienten durchführst? *staun*
Wie werden die entsprechenden Mittel den zugeführt? Enthalten die Medikamente keinerlei Konservierungsmittel etc.?
Ich überlege gerade, ob die Patienten die Medikamente vielleicht oral verabreicht bekommen… *grübel* Aber eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen. Welchen Effekt sollten schon ein paar runtergeschluckte Gene haben? Wohl nicht mehr als die runtergeschluckten Gene, die sich im Salat oder Schweinefleisch befinden (jede tierische oder pflanzliche Zelle enthält Gene).
Wie werden diese Medikamente denn hergestellt? Die Allele werden doch bestimmt gentechnisch gewonnen oder? Und die Interleukine in Zellkultur? Aber dann würde es ja gar keinen Unterschied machen, ob ich einen Impfstoff verabreiche oder ein solches Medikament. *nochmehrgrübel*
Gibt es Studien zum erfolg dieserTherapie?
Es gibt eine veröffentlichte Studie zur Behandlung von Krebs
mit Lebermetasen.
Diese Studie interessiert mich sehr. Könntest du mir bitte die Quelle nennen?
Ich habe gehört das es durch Hexavac Todefälle (plötzlicher
Kindestod) gegeben hat und schwere Nebenwirkungen. Solche
Daten werden doch durch den Hersteller nicht an die
Öffentlichkeit gebracht.
Da es hier aufgrund zeitlich nah beieinanderliegender Fälle in der Tat Verdachtsmomente gegeben hat, gibt es natürlich mittlerweile eine große Zahl entsprechender Untersuchungen. Glaub mir, so mächtig kann kein Pharmakonzern sein, dass er all die neugierigen Wissenschaftler an den Unis in Schach halten und am forschen hindern könnte.
Ein paar Infos zum Thema 6fach-Impfung und SIDS findest du z.B. hier: http://www.babyschlaf.de/e57/e791/index_ger.html
Wie du dort lesen kannst, haben Studien sogar gezeigt, dass geimpfte Kinder ein niedrigeres SIDS-Risio besitzen.
Interessanterweise ist laut Infektionsschutzgesetz der
Verdacht auf einen Impfschaden meldepflichtig, jedoch nicht
die Erkrankung oder der Tod durch einen Impfschaden!!!
Meldepflichtig ist schon der „Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung“ wie es wörtlich im IfSG heisst (http://www.pei.de/uaw/ifsg.htm). Also wenn eine Erkrankung oder der Tod keine über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehende gesundheitliche Schädigung sind, dann weiß ich es auch nicht. Und beides muss nicht nur gemeldet werden, wenn es zweifelsfrei nachgewiesen ist, nein, schon allein der Verdacht genügt!
Also hier hast du ganz klar was falsch verstanden.
Ich würde mich freuen, wenn du weiter Licht in das immer noch bestehende Dunkel bei mir bringst.
MfG, Sabine