Impfungen

Hallo,

mich würde ja mal Interessieren was ihr -Hundebesitzer- so vom Thema Impfungen haltet.
In letzer Zeit habe ich immer neue Berichte darüber gelesen das Risiko von Nebenwirkungen bei Impfungen viel größer sei als das Risiko das der Hund die Krankheit selber bekommt. Ich habe auch einige neuere Studien gelesen (weiß aber die seite nicht mehr) wo jetzt gesagt wird das ein Hund im leben nur einmal als Welpe Grundimmunisierung werden muss. Da die heutigen Impfstoffe alle eine Wirkungszeit von 15-16 Jahren haben.
Lediglich der Tollwut Impfschutz sollte alle drei Jahre aufgefrischt werden.
Ich würde ja gerne mal mit einem Tierarzt dazu befragen. Die Berichte die ich gelesen hatte waren von Tierärzten, Wissenschaftlern und Tierheilpraktikern also schon von Leuten wo man denkt die haben Ahnung. Nur ich befürchte wenn ich mit so einer Frage zu einem TA gehe werde ich eventuell keine eindeutige oder richtige Antwort bekommen, den die Größte einnahmen von Tierärzten kommen doch vom Impfen. Ein Ta wird ja nicht sagen das etwas womit er sein Geld verdient eigentlich nicht nötig ist. Oder ich glaube auch das so der ein oder andere TA nicht immer auf dem neuesten Stand der Medizin steht.
Was sagt ihr zu diesem Thema? Oder Praktiziert schon einer von Euch in zusammenarbeit mit seinem Ta das Nicht Impfen?

magret

Hallo Magret,

das Thema Impfen ist ein heißes Eisen und je nach dem wen du fragt bekommst du div Antwort.

Der Staat hat Angst vor der Ausbreitung gewisser Krankheiten und schreibt Impfungen unter gewissen Bedingungen vor.

Tierärzte sind dafür, weil sie es persönlich für wichtig halten und/oder weil sie damit viiel Geld verdienen.

Homöopathen bzw. homöopathisch arbeitende Heilpraktiker sind dagegen, weil sie allzuoft die von der Gegenseite geleugneten Impffolgen korregieren müssen.

Jede Partei schreibt Bücher, macht Studien, hat Argumente…

Du bist diejenige, die jede Seite anhören/lesen muß und dann entscheiden muß, was sie für das richtige hält.

Ein wichtiger Aspekt ist, ob es die Grundimmunisierung oder Wiederholungsimpfungen sind. Grundimmunisierung können sinnvoll sein. Wiederholungsimpfungen sehe ich als Homöopathin allerdings sehr kritisch.

Frage ist auch, ob es überhaupt sinnvoll ist gegen bestimmte Krankheiten zu impfen. Wozu den Dackel der 85-jährigen Dame in der City einer seit Jahren tollwutfreien Stadt gegen Tollwut impfen?

Gruß Steffi

Hallo Magret

Wenn Du Dich näher informieren willst, kannst Du bestimmt bei einigen Tierärzten anfragen. Nur auf eine einzige Meinung würde ich mich nicht unbedingt verlassen.

In letzer Zeit habe ich immer neue Berichte darüber gelesen
das Risiko von Nebenwirkungen bei Impfungen viel größer sei
als das Risiko das der Hund die Krankheit selber bekommt. Ich
habe auch einige neuere Studien gelesen (weiß aber die seite
nicht mehr) wo jetzt gesagt wird das ein Hund im leben nur
einmal als Welpe Grundimmunisierung werden muss. Da die
heutigen Impfstoffe alle eine Wirkungszeit von 15-16 Jahren
haben.

Wichtig ist vor allem zu wissen WO Du das gelesen hast. Im Internet muss man gerade bei privaten Homepages (und so viel ich weiss handelt es sich bei ungefähr 90% der Seiten, die wir uns anschauen um private Homepages, egal wie „professionell“ diese aufgemacht sein mögen) ungeheuer vorsichtig sein. Im Internet kann JEDER, wirklich JEDER behaupten was er möchte. Eine schöne Fassade macht die Dinge, die da gesagt werden, nicht wahrer.
Deshalb wäre es wichtig zu wissen, WO Du diese Info gefunden hast: stammt sie aus einer privaten Homepage? Evtl. von jemandem, der der jetzigen Impftradition äusserst kritisch entgegen steht und womöglich noch Alternativen anbietet? Gibt es vertauenswürdige Belege, Quellen, Studien o. Ä.?

Lediglich der Tollwut Impfschutz sollte alle drei Jahre
aufgefrischt werden.
Ich würde ja gerne mal mit einem Tierarzt dazu befragen. Die
Berichte die ich gelesen hatte waren von Tierärzten,
Wissenschaftlern und Tierheilpraktikern also schon von Leuten
wo man denkt die haben Ahnung.

Nicht jeder Tierarzt ist so brilliant wie man sich das vorstellt - und was genau für Wissenschaftler sind das? Tierheilpraktiker schenke ich persönlich eher wenig Vertrauen, da man sich in Wochenkursen dazu ausbilden lassen kann und ihnen meist schlichtweg die medizinische Grundausbildung und -kenntnis fehlen.

Nur ich befürchte wenn ich mit
so einer Frage zu einem TA gehe werde ich eventuell keine
eindeutige oder richtige Antwort bekommen, den die Größte
einnahmen von Tierärzten kommen doch vom Impfen.

Diese Mär vom Impfen wird gerne von oben genannten Tierheilpraktikern und „Wissenschaftlern“ in die Welt gesetzt. Der Tierarzt verdient mehr an einer Operation als an einem kleinen Pieks - der gibt kaum genügend Aufwand um da grossartig abzusahnen - und Fakt ist, dass die Impfstoffe meist teuer sind. Kämen die Leute nur zum Impfen, gäbe es nur noch ganz wenige Tierärzte. Teuer zu stehen kommen v.a. diese riesigen Operationen, nicht die Impfungen.
Weil Du diesen Text gelesen hast, gehst Du nun ohnehin schon mit dem Verdacht auf die Tierärzte zu (weil, wie gesagt, ich würde schon mehrere befragen), dass diese Dir nicht die Wahrheit sagen werden. Weshalb aber liest Du nicht mit demselben kritischen Auge diese Texte im Internet?

Ein Ta wird
ja nicht sagen das etwas womit er sein Geld verdient
eigentlich nicht nötig ist. Oder ich glaube auch das so der
ein oder andere TA nicht immer auf dem neuesten Stand der
Medizin steht.

Nein? Weshalb sollte Dir ein Tierarzt das nicht sagen? Ich sehe nicht ein, wieso ein Tierheilpraktiker etc. ehrlicher sagen soll womit er sein Geld verdient! Im Gegenteil, zugelassene Tierärzte unterliegen gewissen Codices und werden bestraft, wenn sie schwerwiegende Fehler machen - doch bei Tierheilpraktikern kann man von so einer Regelung nur träumen, da sich jeder Tierheilpraktiker nennen kann - und sei es, dass er nicht mal eine Katze von einem Hund unterscheiden kann.

Ich will nicht abstreiten, dass es bestimmt möglich wäre, Impfstoffe für Tiere zu verlängern. Hier, aber auch nur hier sehe ich einen Kritikpunkt am Impfen. Dieser „Fehler“ hingegen liegt nicht bei den Tierärzten, sondern bei der Pharmaindustrie.

Was sagt ihr zu diesem Thema? Oder Praktiziert schon einer von
Euch in zusammenarbeit mit seinem Ta das Nicht Impfen?

Ich impfe meinen Hund, weil er nicht nur seinetwillen keine Gefahr für andere darstellen soll, sondern ich auch nicht möchte, dass er sich an anderen ansteckt. Gerade heute reisen viele Leute mit ihren Hunden - wir wissen alle, dass Impfen Pflicht wäre, aber das ist ja wie mit dem Maulkorb - alle wissen es, niemand tut es und kontrolliert wird sowieso nicht. Da reicht es zu zeigen, dass man ein Impfbüchlein bzw. einen Maulkorb hat.
Gerade Tollwut finde ich wichtig zu impfen - ich musste einmal ein Hund erleben, der sich damit angesteckt hatte. Keine schöne Sache. Da impfe ich lieber und zwar nicht nur um meiner Willen, sondern genauso um denjenigen der anderen.

Gruss,

Semiramis

  1. Siehe Archiv diesen Jahres.
    Gibts eingiges zu lesen.

  2. @ Steffi. Dank Ratten und Füchsen die mehr in der Stadt leben als im Wald ist eine Tollwutimpfung für den Hund der Alten wichtiger als für den Hund der im Wald leben darf.
    Auch gibt es einfach eine Gesetzgebung die dich zwingt.
    Bei nicht einhalten wird der Hund ohne Fragen konfisziert und ggfs. eingeschläfert.

Also ist die TW Impfung zwingend.

Alle anderen Krankheiten sind Was SHLP angeht nötig aber im neuen Ryhthmus. Nicht im Alten.
Ob Zwinger und Grippe nötig sind… eher nein.
Borreliose… eher jein. Kommt auf den Wohnort an.

Gruß Steffen

Hallo,

  1. @ Steffi. Dank Ratten und Füchsen die mehr in der Stadt
    leben als im Wald ist eine Tollwutimpfung für den Hund der
    Alten wichtiger als für den Hund der im Wald leben darf.
    Auch gibt es einfach eine Gesetzgebung die dich zwingt.
    Bei nicht einhalten wird der Hund ohne Fragen konfisziert und
    ggfs. eingeschläfert.
    Also ist die TW Impfung zwingend.

Das ist so nicht richtig.
Nur bei Ausbruch von Tollwut darf der Amtsveterinär einen nicht geimpften Hund (Katze…) töten. Er hat aber auch die Möglichkeit der Quarantäne.
Und zwingend ist die Tollwutimpfung auch nicht. Bei Nicht-Impfung macht man sich nicht strafbar.

Ratten, Mäuse und Füchse sind Tollwutüberträger. Aber durch schon jahrzehntelange Bekämpfungsmaßnahmen sind heute viele Gebiete amtlich erklärt tollwutfrei. Egal, ob Stadt oder Land. Außerdem pflegt Omi den Dackel im Stadtpark an der Leine zu führen.

Wo ist da also die Tollwutgefahr?
Und wenn es keine Ansteckungsgefahr gibt, dann brauche ich auch keinen Amtsveterinär mit der Giftspritze zu fürchten.

Bange machen gilt nicht.

Gruß Steffi

Kennst du die Verordnung?
Für seuchenverdächtige und ansteckungsverdächtige Hunde kann die sofortige Tötung angeordnet werden. Hunde, die über einen wirksamen Impfschutz verfügen könne alternativ für 2 mindestens Monate unter behördliche Beobachtung gestellt werden. Sie sind sofort erneut gegen Tollwut zu impfen. (§7)

Wird Tollwut oder Tollwutverdacht amtlich festgestellt, ist ein gefährdeter Bezirk auszuweisen. Der Bezirk umfasst mindestens 5000 km² oder einen Radius von 40 km. In diesem Bezirk dürfen Hunde und Katzen nur frei laufen, wenn sie unter wirksamen Impfschutz stehen. Hunde müssen ausserdem dem Führer/der Führerin zuverlässig gehorchen.(§8)

Wird für ein nicht unter Impfschutz stehendes Tier die behördliche Beobachtung angeordnet, was gemäß §9 Abs. 4 in Einzelfällen möglich ist, muss dieses Tier sofort für mindestens 3 Monate sicher eingesperrt werden.

Und nein wir hatten nie mehr Tollwut in Deutschland!
Ne gar nicht. Nur in Stuttgart Nord bis Hessen vor 1-2 Jahren.
Und nein, es wurde nicht in Städten die Seuche festgestellt. Iwo.
Ist eine Stadt eine Autonome Zone??? Ich erinner mich seht gut daran denn als Jäger wurde man auf Füchse angesetzt um sie zu schießen.
Zum Glück! Waren es nur wenige Tiere die sich über das Saarland(von Frankreich her kommend) über Südhessen bis nach ca. Leonberg bei Stuttgart ausbreiteten.

Also erzähl nix über Tollwut.
Der Schutz wie er derzeit gehandhabt wird ist sinnvoll. Die Jährliche ist vorbei aber der Schutz ist nötig.

Steffen

Hallo Steffen,

Kennst du die Verordnung?

ja eben, ich kenne sie.

Für seuchenverdächtige und ansteckungsverdächtige Hunde kann
die sofortige Tötung angeordnet werden.

KANN

Wird für ein nicht unter Impfschutz stehendes Tier die
behördliche Beobachtung angeordnet…

MUSS ABER NICHT

Und nein wir hatten nie mehr Tollwut in Deutschland!
Ne gar nicht. Nur in Stuttgart Nord bis Hessen vor 1-2 Jahren.
Und nein, es wurde nicht in Städten die Seuche festgestellt.

Habe ich behauptet GANZ Deutschland war immer schon tollwutfrei?
Habe ich behauptet IN der Stadt wäre es anders als VOR der Stadt?

Also bitte, leg mir nichts in den Mund, daß ich nicht gesagt habe!
Ist aber nett von dir die Richtigkeit meiner Aussagen (Amtsveterinär kann töten, muß aber nicht, kann statt dessen Quarantäne anordnen) gleich mit dem ausführlichen Gesetzestext zu belegen.

Gruß Steffi