Hallo Geli,
Es gab auch noch keine Antibiotika. (Höchstens Novalgin
Chinin)
Für viele dieser Kinderkrankheiten -so genannt weil sie vorwiegend im Kindesalter auftreten, und nicht weil sie harmlos wären-, wie du rihtig sagst, gibt es heute Behandlungsmöglichkeiten, die einen schweren Verlauf verhindern können, zumindest in den Industrieländern.
- Ich bin mit weniger als 6 Monaten an Keuchhusten erkrankt
und habe nur überlebt, weil Mutter und Großmutter abwechselnd
Tage und Nächte an meinem Bett wachten und mich bei jedem
Hustenanfall aufsetzten.
Auch ich hatte Keuchhusten, allerdings erst mit 5 Jahren, bekam alle 6 Stunden für 48 Stunden eine Penicillin-Spritze, wodurch der Husten gar nicht erst voll zum Ausbruch kam. Nach 3 Tagen war alles überstanden. Diese Behandlung hat mir allerdings eine lebenslange Penicillin-Allergie beschert. Zum Glück gab es dann später auch andere Antibiotika.
- Ich hatte mit 5 Jahren heftig die Masern, die mir die Augen
kaputt machten; mit so hohem Fieber, dass ich mich an die
Befindlichkeit und die Alpträume bis heute erinnere. Und das
ist immerhin ein halbes Jahrhundert her.
Hätte es damals die heutigen Behandlungsmethoden gegeben, wäre das milder verlaufen und möglicherweise ganz ohne Nachwirkungen geblieben.
Sicher gibt es Impfrisiken, sicher muss man mit Ärzten
verhandeln, wenn man keine Kombi-Impfung will, sondern lieber
bedachsam, einzeln. Dennoch würde ich es keinem Kind antun
wollen, Kinderkrankheiten ohne Impfschutz durchzustehen.
Kinderkrankheiten heißen nicht so, weil sie Kinderleicht
durchzustehen sind. Sondern weil sie Kinder (früher) fürs
Leben schädigten oder sogar umbrachten.
Es ist ein schwieriges Thema und für Eltern extrem schwierig abzuwägen, wieviel impfen und wieviel nicht. Eben deswegen habe ich es hier zur Diskussion gestellt. Ich bin nicht prinzipiell gegen das Impfen, denke aber, daß hier viel differenzierter gehandelt werden müßte, auch seitens der Ärzteschaft.
Meine beiden Neffen, jetzt 6 und 8 wurden mit dem gesamten Impfmarathon der STIKO beglückt. Der Altere bekam kurz danach schwere Hautausschläge mit extremem Juckreiz - Kind und Mutter verzweifelten fast. Nach 18 Monaten legte sich das -18 Monate Tortur für Kind und Mutter- und dann kam schweres Asthma, das bis heute anhält. Der Jüngere bekamt mit drei Jahren schweres Asthma - ebenfalls noch anhaltend. Beide müssen stets einen Spräy dabei haben und können auch nicht wie andere Kinder herumtollen. In der ganzen Familiengeschichte gab es vorher weder Allergien noch Asthma - also keine Veranlagung.
Daher stellen sich für mich drei Fragen:
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könnte das Verteilen der Impfungen auf ca. 1-2 Jahre, solche Nebenwirkungen verhindern?
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könnte man einige Impfungen wie z.B. Röteln nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, etwa nach der Pubertät, aber vor dem Zeitpunkt, wenn eine Schwangerschaft auftreten könnte. Oder bei Tetanus erst dann, wenn das Kind anfängt zu Krabbeln/Laufen, weil erst dann ein Verletzungsrisiko eintritt, oder erst beim Verletzungsfall, was ebenso effektiv ist.
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könnte es sein, daß weniger das Serum an diesen Nebenwirkungen schuld ist als vielmehr die verschiedenen zur Haltbarmachung hinzugefügten Fremdstoffe wie Aluminium, Quecksilber usw., die wie inzwischen bekannt Allergien auslösen können? Diese Fremdstoffe sind keineswegs erforderlich, wenn das Serum in Einzeldosen in Ampullen geliefert würde und dienen nur der Vereinfachung und Kostenreduktion der Produktionsverfahren.
Wie gesagt, für die Eltern ist das eine schwere Entscheidung, die dadurch erschwert wird, daß es 6-fach und 8-fach Impfungen sind, also muß der kleine Organismus gleich mit 6 oder 8 verschiedenen Erregern fertig werden, statt mit nur einem bei einer Einzelimpfung, dann, wenn er sich von dieser erholt hat, die zweite Impfung usw.
Jemand schrieb hier, die eingestellte Seite sei von Impfgegnern und ward somit abqualifiziert, das ist insoweit unsinnig als man sich BEIDE Seiten ansehen sollte, die der Impfgegner ebenso wie die der Impfbefürworter, beiden sollte man kritisch gegenüber stehen, denn nur so kann man sich eine eigene Meinung bilden und dann entsprechend verfahren. Nur so kann man überhaupt den goldenen Mittelweg finden und diesen dann mit Hilfe des Arztes gehen…
Oder wie jemand anders schrieb: so viel wie nötig und so wenig wie möglich! Übrigens eine Richtlinie, der auch meine Ärztin folgt, wenn sie Medikamente verschreiben muß.
Liebe Grüße,
p+p (auch nicht mehr die Jüngste!)