Herzliches Hallo an alle!
Ich hatte im März eine Bauchspiegelung, die erfolgreich verlaufen ist- jedenfalls im Bauchraum. Seit der OP leide ich jedoch unter dem sogenannten Impingement Syndrom in der linken Schulter. Hierbei wird die überreizte und daher geschwollene Supraspinatussehne unter dem Schulterdach eingeklemmt. Dies tut im Liegen immer weh, weil man entweder auf der Schulter liegt oder sie, bei Bauchlage, nach vorne rutscht, was der Sehne auch Stress verursacht. Im Übrigen sind die Symptone totaler Kraftverlust, sobald der Deltamuskel arbeiten müsste, also beim Heben des Armes bis in die Waagerechte.
Nach Rücksprache mit meiner Krankenkasse habe ich erfahren, dass dies ein häufiger vorkommendes Ergebnis auf Grund der Lagerung bei einer Bauchspiegelung ist und dies daher nicht als Behandlungsfehler angesehen wird. Die Kasse zahlt lieber die Folgekosten der Schulterverletzungen als auf eine Änderung der OP Methode zu drängen.
Meine Idee eines minimalinvasiven Eingriffs war: es ist alles schnell vorbei. Nun sieht es so aus, als wenn ich noch ca. 1 Jahr mit Schulterschmerzen zu tun haben werden.
Wer hat Ähnliches erlebt und einen Weg gefunden
a) Schmerzensgeld zu erhalten
b) die aus der Folgeverletzung entstehen Kosten nicht selbst zu zahlen (ich habe einen hohen Selbstbehalt…)?
Außerdem suche ich Menschen, denen es ähnlich ergangen ist, um vielleicht doch eine Änderung der OP Methode, die vielleicht für den Arzt aber offensichtlich nicht für alle Patienten, optimal ist, herbeizuführen. Wenn nur ich etwas bei meiner Krankenkasse sage, passiert offensichtlich nichts. Aber die Summe vieler kleiner Wassertropfen ergibt einen Ozean!
Vielen Dank und Grüße,
Kathrin
Hallo Kathrin,
na wenn ich Deinen Artikel so lese kann ich ja nur sagen, dass ich ja mal ausnahmsweise Glück hatte.
Habe ja auch schon einige Endoskopische Eingriffe und auch im Anschluss immer die von Dir geschildeten Schulterschmerzen, die echt die Hölle waren wenn ich mich hingelegt habe.
Den Tipp den ich damals bekommen habe und immer beherzigt habe war das ich durch den Schmerz müsste, sprich so hin legen, das zu Anfang weh tut - entspannt Atmen nicht davon weg lagern sonst versteift sich das ganze noch mehr und länger.
Viel laufen und als Kopfkissen das Kissen so rollen, als wenn man eine Halswirbelsäulenverletzung hätte.
Ich habe mir dann ein Tempur Kissen gekauft - und es hat geholfen.
Zum Glück haben diese Schmerzen nach der OP bei mir immer nur höchstens 1 Woche bis 10 Tage gehalten, aber bei Dir ist es ja nun schon seit März.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute!
Claudia - Pettaluma
Hallo Claudia,
vielen Dank für Deine guten Wünsche.
Es ist richtig, dass man den Schmerz durch ein Nackenstützkissen geringfügig lindern kann, weil einfach etwas weniger Druck auf der Schulter ist. Ich habe z.T. im Halbsitzen geschlafen- noch weniger Druck.
Hier noch ein paar Tipps, falls Dir ein nächstes Mal droht:
Auch hilft es, den Arm, in Rückenlage, mit der Handfläche nach oben gedreht und ganz bewusst lang am Körper ausgestreckt zu lagern. Denn dadurch vergrößert sich der Raum, den die Sehne unter dem Schulterdach hat.
Zur Mobilisation mache ich Übungen, die einer Ruderbewegung ähneln, also die Schulterblätter hinten zusammen bringen und für die Rotatorenmanschette eine Rotation nach außen. Aber das ist eher, um den Rest der Schulter in Bewegung zu halten, als um die Beschwerden zu lindern.
viele Grüße,
Kathrin
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Hi,
au weia, das ist ja nicht so schön. Genau aus dem Grund mach ich zügig nach Bauchspiegelung (bin auch mehrfach voroperiert) Schulterübungen, um da bloß keine Schonhaltung reinzubringen, daher krieg ich es auch gut nach 1-2 Wochen schmerzfrei und voll beweglich.
Ich drück die Daumen, dass Du einen Weg für Dich findest, das mit dem Selbstbehalt versteh ich gut, das ist bei mir auch so… Trotzdem solltest Du, bevor es wirklich schlimm wird (Schultergelenke sind einfach sehr schnell beleidigt), weiter aktiv daran arbeiten in Form von KG, gezieltem Training und ggf. Massagen.
LG
Claudia