Implantat

Hallo,

ich habe seit vielen Jahren eine Krone (Stiftzahn) nun ist aber vor einigen Monaten die Wurzel des Zahnes gebrochen so das die Krone immer wieder locker wird. Mein Zahnarzt meinte dann nachdem er mir heute morgen die Krone mal wieder festgemacht hat und direkt noch ein lockeres Stück der Wurzel entfernen musste, das wir nun wenn die Krone das nächste mal locker wird über etwas anderes nachdenken müssen.
Es kämen zwei Möglichkeiten in frage: zum einen eine Brücke die an anderen Zähnen befestigt wird und ein Implantat. Da ich sehr kleine und kurze Zähne habe meint mein Zahnarzt das er mir eine Brücke nicht empfehlen würde und auch aus dem Grund das die Nachbarzähne noch schön und Gesund währen würde er sie ungerne beschleifen, bei einer Schleifung für eine Brücke würde nicht genug Material übrigleiben um die Brücke dann vernünftig zu befestigen. Das Problem mit den zu kleinen Zähnen haben schon andere Zahnärzte vor Ihm angesprochen, selbst der Zahnarzt der mir vor Jahren die Krone gemacht hat war alles andere als Glücklich. Ich habe niedliche kleine „Mäusezähnchen“.

So nun das Problem: heute Mittag ist die Krone dann, ohne das ich was gemacht oder gegessen habe einfach so rausgepurzelt. Das heißt ich habe morgen früh einen Termin um eine Lösung zu finden.
Nun habe ich einige Fragen zum Implantat. Werde natürlich auch meinen Zahnarzt fragen, aber vieleicht kann mir ja schon mal einer ein paar Infos vorab geben und die Angst ein wenig nehmen.
Wie geht das? Habe gelesen das der Zahn gezogen wird dann ca. 6 mon. verheilen muss, damit der Knochen neue Substanz bildet. Dann kommt das Implantat rein das dann auch wieder ca. 6 mon. verheilen muss bis dann der Zahn draufkommt und belastet werden kann. Dauert das so lange? Laufe ich dann ein Jahr mit ner Zahnlücke rum?
Ich bin beim Zahnarzt zwar nicht panisch, aber vor so einer Implantation (oder Zahnziehen) habe ich doch Angst, das wird aber alles „nur“ mit normaler Betäubung gemacht. Ich denke eine Vollnarkose brauche ich nicht aber gibt es da irgend etwas zur Beruhigung (etwas was wirklich hilft)?
Wenn dann das Implantat gesetzt wird, soll man anschließend ganz dick, grün und blau im Gesicht werden?
Dann würde mich natürlich noch Interessieren, was für Kosten da auf mich zukommen. Ich weiß das ein Teil von der Krankenkasse übernommen wird, dann kann man noch einen Bonus bekommen, wenn man immer brav beim Zahnarzt war und so ein Bonusheft hat. Da kommt ein Problem, ich war zwar immer beim Zahnarzt, aber ich habe kein Bonusheft. Durch häufige Zahnarzt wechsel (Umzüge und nicht Vertrauenswürdige Zahnärzte) und da mich nie ein Zahnarzt darauf angesprochen hat habe ich dieses Heftchen nicht. Also muss ich auf diesen Bonus verzichten??

danke für die Antworten
magret

Hallo,

Servus Magret,

. . . . . . schnipp . . . .

Ich habe niedliche kleine „Mäusezähnchen“.

Wenn Deine ‚Mausezähnchen‘ schon immer welche waren, mag er recht haben, wenn Du sie durch Pressen und Knirschen niedergerieben haben solltest, ist ein Implantat nicht die beste Idee. Ich kann mir - ehrlich gesagt - kaum vorstellen, daß gesunde natürliche Zähne wirklich zu kurz für eine Brücke wären. Aber, man lernt nie aus.

. . . . schnipp . . .

Wie geht das? Habe gelesen das der Zahn gezogen wird dann ca.
6 mon. verheilen muss, damit der Knochen neue Substanz bildet.

3 Monate bis zur Implantation reichen zum Verheilen.

Dann kommt das Implantat rein das dann auch wieder ca. 6 mon.
verheilen muss bis dann der Zahn draufkommt und belastet
werden kann. Dauert das so lange? Laufe ich dann ein Jahr mit
ner Zahnlücke rum?

Zahnlücke nicht, aber mit einer einzähnigen Interimsprothese.

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.drz…

Um die 6 Monate Einheilzeit kommst Du nicht herum.

Ich bin beim Zahnarzt zwar nicht panisch, aber vor so einer
Implantation (oder Zahnziehen) habe ich doch Angst, das wird
aber alles „nur“ mit normaler Betäubung gemacht. Ich denke
eine Vollnarkose brauche ich nicht aber gibt es da irgend
etwas zur Beruhigung (etwas was wirklich hilft)?

Alles, was ‚wirklich hilft‘ ist unter Umständen gefährlich. Das ‚Schlimmste‘ beim Implantieren ist die Spritze und das gemeine Bohrergeräusch. Wenn man’s vorher weiß, ist es aber gut erträglich. Ich selbst bin eher eine Zahnarztmemme und kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß das ‚implantiert werden‘ wirklich unspektulär ist. Das Zahnziehen sollte sinnvollerweise der Implantologe machen, weil der das meiste Interesse daran hat, das zukünftige Implantatlager schon bei der Zahnentfernung zu schonen.

Wenn dann das Implantat gesetzt wird, soll man anschließend
ganz dick, grün und blau im Gesicht werden?

Der einzige der grün und blau werden sollte, ist derjenige, der Dir diesen Quatsch erzählt hat.

. . . . . schnipp . . . .

Alles, was mit Kosten zu tun hat, solltest Du für Deinen Fall-, mit Deinem Zahnarzt und mit Deiner Kasse klären. Zahlen, die hier genannt werden würden, wären ungefähr so genau, wie Antworten auf die Frage: „Was kostet ein Auto?“

Was Du zur Absicherung noch tun könntest, wäre die Einholung einer zweiten Meinung zu den angeblichen Schwierigkeieten in Sachen Brücke. Gute Zahnärzte kennen da unter Umständen Alternativen.

Gruß

Kai

Hallo,

Wenn Deine ‚Mausezähnchen‘ schon immer welche waren, mag er
recht haben, wenn Du sie durch Pressen und Knirschen
niedergerieben haben solltest, ist ein Implantat nicht die
beste Idee.

Sie waren schon immer so klein. Mir hat in der Kindheit mal ein Zahnarzt einen Backenzahn (Karies)gezogen weil er dachte es währe noch ein Milchzahn, den Fehler hat er erst nachher bemerkt…

Ich kann mir - ehrlich gesagt - kaum vorstellen,

daß gesunde natürliche Zähne wirklich zu kurz für eine Brücke
wären. Aber, man lernt nie aus.

Keine Ahnung. Er meinte nur es währe sehr Schwierig. Da die Zähne nicht nur Kurz sondern auch insgesamt klein sind. Sollte ein Implantat nicht in Frage kommen, müssen wir eh auf eine Brücke ausweichen.
Natürlich hat der Implantologe sich noch kein Bild gemacht, ich habe schon mit Ihm Tel. und es ist noch nicht sicher ob mein Knochen für ein Implantat überhaupt in Frage kommt. Das kann er erst sagen wenn der Zahn raus ist und alles verheilt ist, er sagte das dauert 4 monate.

3 Monate bis zur Implantation reichen zum Verheilen.

Der Implantologe sagte er warte immer 4 Monate. aber ist auch eine Einzelfall Entscheidung.

Zahnlücke nicht, aber mit einer einzähnigen Interimsprothese.

Darauf habe ich meinen Zahnarzt angesprochen und er sagte das mein gesamter Mund so klein und Schmal ist (habe ja gerade genug platz für die Zunge) das das Ding mehr Stören und Entzündungen hervorrufen würde als das es mir nutzt. Der Fehlende Zahn ist Gott sei dank genau oben neben dem Eckzahn. Man sieht gar nicht das mir da ein Zahn fehlt. Ist halt nur das Problem das die anderen Zähne sich verschieben könnten, wo das Risiko allerdings in so kurzer Zeit sehr gering ist. Muss man (Zahnarzt) genau Beobachten.

Um die 6 Monate Einheilzeit kommst Du nicht herum.

Alles, was ‚wirklich hilft‘ ist unter Umständen gefährlich.
Das ‚Schlimmste‘ beim Implantieren ist die Spritze und das
gemeine Bohrergeräusch. Wenn man’s vorher weiß, ist es aber
gut erträglich. Ich selbst bin eher eine Zahnarztmemme und
kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das ‚implantiert
werden‘ wirklich unspektulär ist.

Es ist weniger die Spritze oder das Bohrer Geräusch, habe eher Schiss vor dem Gefühl, wenn in den Knochen gebohrt wird.

Das Zahnziehen sollte sinnvollerweise der Implantologe machen, weil :der das meiste Interesse daran hat, das zukünftige Implantatlager :schon bei der Zahnentfernung zu schonen.

das passiert am nächsten Donnerstag. Mal schauen wie schnell/Einfach das geht. Durch die Krone ist ja eigentlich nur noch die Wurzel da und die ist Gebrochen.

Alles, was mit Kosten zu tun hat, solltest Du für Deinen
Fall-, mit Deinem Zahnarzt und mit Deiner Kasse klären.
Zahlen, die hier genannt werden würden, wären ungefähr so
genau, wie Antworten auf die Frage: „Was kostet ein Auto?“

Mein Zahnarzt sagte mir die Implantation müsse man wohl selber zahlen (aber das wird der Implantologe selbst mit mir besprechen), lediglich einen Teil der Kosten für die Anschließende Zahnkrone würde die Kasse noch Zahlen. Aber wüsste so auf Anhieb auch nicht was das Kostet so zwischen 500 und 1500 Euro.
Ich hoffe das das Zahnziehen noch von der Kasse bezahlt wird.

Vieleicht sollte ich mal meinen Zahnarzt zum Sinn einer Zahnarztversicherung ansprechen, ob sich das bei mir für die Zukunft gesehen lohnen würde.

magret