Implantat oder Brücke?

Hallo!
Ich komm grad vom Zahnarzt der mich um einen Zahn erleichtert hat. Er hat gesagt der Zahn wäre schon bis zum Knochen hin morsch gewesen und er hatte ganz schön daran zu tun ihn raus zu bekommen. Meine vorige Zahnärtin hat seit Monaten dran herumgedoktort und außer Schmerzen hat mir das nichts eingebracht. Naja.
Jetzt stellt sich für mich die Frage Implantat oder Brücke. Möglich wäre laut Arzt beides. Aber was ist klüger? Mit einer Brücke mach ich mir den Zahn daneben ja auch kaputt und mit einem Implantat haben viele Leute Probleme und die Krankenkasse zahlt es auch nicht.
Was denkt ihr?
lg infi

Servus Infi,
Du schreibst, daß mit einem Implantat viele Leute Probleme hätten. Darauf zunächst einmal die platte Antwort, daß mit Brücken auch viele Leute Probleme haben. Dasselbe gilt für die anderen zahnmedizinischen Versorgungsformen. Nur daß diese Erkenntnis Dich jetzt nicht viel weiterbringt.

Ohne jetzt meine Kristallkugel zu bemühen:
Wenn der extrahierte Zahn schon so morsch gewesen ist, wird es möglicherweise mit den Nachbarzähnen auch nicht so toll aussehen. Wenn sie bereits gefüllte Löcher haben sollten (also bereits ‚kaputt‘ sind), ist es eine Überlegung wert, sie auf ihre Eignung als Brückenpfeiler zu beurteilen. Dazu braucht Dein neuer Zahnarzt keine Kristallkugel, aber eine gründliche Diagnostik (Röntgen, Vitalitätsproben, Situation des Zahnhalteapparates).

Sollten die Nachbarzähne fest sein, keine allzutiefen-, gefüllten Löcher haben, ist eine Brücke eine gute Idee. Dabei werden die Füllungen der Pfeilerzähne meistens entfernt und erneuert, damit da keine aktive Karies drunter ist. Im Idealfall kämest Du auf diese Weise zu einem kariesfreien und funktionstüchtigen Kiefersegment, dessen Aussehen auch noch nach Wunsch gestaltet werden kann. Die Lebensdauer von Brücken ist beruhigend hoch.

Sind die Nachbarzähne kariesfrei und gesund, empfiehlt sich ein Implantat, weil dann keine gesunde Zahnsubstanz weggeschliffen werden muß, um die Brücke zu ermöglichen.

Diese Überlegungen sind, wie Du siehst sehr allgemeiner Natur und berücksichtigen Deinen Finanzstatus in keiner Weise. Ich weiß ja nicht einmal, was man in Österreich für Implantatbehandlungen (niemals die Kosten für die Krone auf dem Implantat vergessen!) bezahlen muß. Aber die Kostenangebote kann Dein ZA Dir ja machen (was kostet das in Österreich?), dann weißt Du schon eine Menge mehr.
Eile ist ohnehin nicht geboten, weil ein Implantat allerfrühestens in drei Monaten (besser in sechs) in Frage kommt.

Kai

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Hallo, wenn Du noch die Weisheitszähne hast dann kann auch ein kieferorthopädischer Lückenschluss angestrebt werden. Die Zähne würden dabei von hinten nach vorne in die Lücke bewegt und der Weisheitszahn hätte genügend Platz (sofern er das vorher nicht hatte).
Da diese Methode bei uns in D aber deutlich teurer ist als ein Implantat wählen hier nur wenige diese Option aber ich weiss nicht wie das in Österreich ist…

Meine Weisheitszähne stecken alle noch im Kiefer und denken nicht dran rauszukommen. Der Zahnarzt meinte es wäre wahrscheinlich eine gute Idee sie rausoperieren zu lassen. Bin da auch noch ganz unentschlossen was ich machen soll.

Der Arzt hat mir auch gesagt, dass ich erst in 6 Monaten drüber nachdenken soll was ich will, weil das dann erst komplett ausgeheilt ist. also der zahn vor meinem Loch hat auch eine Plombe, der dahinter ist gesund. Ich werd mich auf das Urteil des Arztes verlassen.
Hab heut im Internet geschmökert und bin inzwischen fast mehr für brücke als implantat. was das ganze kosten soll weiß ich auch noch nicht. morgen muss ich eh zur nachuntersuchung und da werd ich mich beraten lassen.

lg und danke!
infi