Hallo,
in Stresssituationen, in denen mir verbal auf niedrigem Niveau begegnet wird, lasse ich mich auch sehr oft dazu hinreißen auch laut(er) und beleidigend zu werden, auch wenn ich dabei nicht gerade die übelsten Schimpfwörter benutze.
In Stresssituationen, in denen mir verbal auf höherem Niveau begegnet wird, artikuliere ich mich auch souveräner und bleibe ruhig(er).
Allerdings fange ich innerlich an zu zittern. Im ersten Beispiel mehr, als im zweiten. Auch meine Stimme wird flatterig und ich verhaspel mich beim Reden. Das aber nicht immer!
Darüber hinaus könnte ich mich über die kleinste Kleinigkeit aufregen, besonders wenn etwas meine Pläne durchkreuzt oder ich in meiner Ruhe gestört werde. Dann muss ich meinen Frust, meine Wut mit einem Schrei lösen, wobei ich natürlich nicht immer schreien kann. Ich neige dann dazu, in mich zu gehen, abweisend und abwesend und nachdenklich zu werden, ich kaue dabei oft auf der Unterlippe.
Mich stört insbesondere, dass ich heftigen Stresssituationen nicht ruhig bleiben kann und ich dann nicht dem Gegenüber souverän mit Worten Paroli bieten kann, ohne dass ich ausfallend werden muss. Auch nervts mich, dass ich dann nicht genau DIE Argumente, Antworten, … parat habe und „nur“ etwas Mittelmäßiges von mir gebe.
Was mich aber am meisten wundert, teilweise schon fast nervt, ist, dass ich auf der anderen Seite total nah am Wasser gebaut bin. Mir kommts manchmal so vor, als wenn ich in einem Stausee stehen würde. Ich brauche mir nur etwas trauriges oder auch superschönes vorzustellen und ich bekomme feuchte Augen. Bei Dramen, oder bei Sendungen, in denen nur die Liebe zählt, zerreißts mich regelmäßig und muss mich dann abdrehen oder den Raum verlassen.
Was könnte mir helfen?
Was sagt ihr allgemein zu mir?
Bitte um eure Antworten.
Vielen Dank im Voraus.
Schöne Grüße