Liebe Experten,
Immer wieder lese ich Anzeigen, man solle doch in den „Holzmarkt“ investieren. Hat jemand von euch zuverlaessige Infos dazu oder einen guten link parat?
Besten Dank
Christoph
Hallo,
Immer wieder lese ich Anzeigen, man solle doch in den
„Holzmarkt“ investieren. Hat jemand von euch zuverlaessige
Infos dazu oder einen guten link parat?
Ich dachte die Sendung auf 3sat war erst, ist aber schon ein Jahr her
http://www.3sat.de/boerse/magazin/103871/index.html (hoffe das geht so, sonst bei 3sat-börse nach Holz suchen). Da wurde einiges rund um das Thema mal angerissen.
Grundsätzlich ist „Holz“ etwa genauso konkret, wie „Auto“. Da gibt es z.B. Brennholz, Stammholz und „Edelhözer“, Hersteller oder Verarbeiter, (geschlossene/offene) Fonds, Zertifikate oder Aktien. Das einfachste ist, man kauft sich einen ordentlichen Kachelofen, etwas KnowHow, ein paar Geräte und ein Stück Wald.
Cu Rene
Hallo Christoph,
ich kenn da nur verschiedene Beteiligungen. Ist dann eine langfristige Anlage, die kaum noch zu ändern geht, und da gehört viel Vertrauen dazu. Auch wenn mit Grundbuchsicherheiten geworben wird laß ich lieber die Finger davon. Und die politische Lage ist dort, wo die Sicherheiten sind, meist so langfristig auch nicht gut kalkulierbar. Und es sind auch schon Anbieter wieder weg vom Markt, und damit auch die Anlegergelder. Empfehlen tu ich das nicht. Beispiel Prime Forestry.
Gruß
Boris
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In Mitteleuropa sind die Waldrenditen mit ca. 1 bis 3 Prozent sehr gering.
Deutlich höher sind die Renditen von tropischen Wäldern.
Dort wachsen Bäume um ein Vielfaches schneller, die Kosten sind niedriger und die Holzerlöse per m3 höher.
Der entsprechende Tropenwaldindex (NCREIF-Timberland-Property-Index) erzielte in den vergangenen 20 Jahren deshalb eine jährliche Durchschnittsrendite über 15 Prozent !
Das liegt deutlich höher, als alle mir bekannten Aktienindexe.
Prinzipiell gibt es fünf Möglichkeiten von nachhaltigen Tropenholz- Investments:
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Nachhaltige Tropenholzaktien:
Im deutschsprachigen Europa gibt es nur zwei Aktien: Precious Wood (CH) und die deutlich unerfahrenere Teakholz International (AU). Aus Risikogründen sollte man auf Einzelaktien jedoch verzichten. -
Holzzertifikate und –fonds.
Weil diese relativ neu sind, gibt es bislang jedoch noch kaum „track records“, wie erfolgreich sie waren. Zudem sollten diese vorrangig nachhaltige Forstaktien und zudem wenig Holzverarbeiter enthalten.
So erläuterte z.B. die ZEIT einmal ausführlich in einem Artikel über Holzzertifikate:
„Für die Rendite sorgt auch Raubbau am Regenwald“. In vielen entsprechenden Zertifikaten sind Aktien von Regenwald-Kahlschlägern. Als Positivbeispiel wird der Holz Nachhaltigkeits-Basket der Raiffeisen Centrobank (RCB) angeführt. Siehe:
http://www.zeit.de/2008/04/G-Holzzertifikate
Ich empfehle zudem, wegen US-Neubaukrise und dadurch kurzzeitigem Holzpreisrückgang ein Abwarten bis 2009, bis man in Holzzertifikate investiert.
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Direktbeteiligungen, bei denen man Flächen erwirbt, wie bei http://www.tecaland .de oder http://www.baumsparkasse.de. Bei der Auswahl sollte man unbedingt die Erfahrung des Anbieters und die Nebenkosten beachten.
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„Baumkaufverträge“ wie bei Lignum und anderen - häufig - Schweizer Anbietern. Aus der Schweiz kam auch die insolvente Prime Forestry, die Baumkaufverträge anbot. Sicherer sind Direktbeteiligungen, weil man da im Grundbuch eingetragen ist und zudem dann an den teilweise erheblichen Wertzuwächsen des Bodens partizipiert. Zudem werden häufig bis zu 15 Prozent an „Gebühren“ für Pflege, Ernte etc verlangt.
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Originell und auch mit Kleinbeträgen möglich, ist der „BaumsparVertrag“ der Bonner Forest Finance. Ab 30 € im Monat kann man damit seinen eigenen nachhaltig bewirtschafteten Tropenwald schaffen: http://www.baumsparvertrag.de
In dem 3Sat-Homepagebeitrag werden auch die von mir erwähnten „Precious Wood“ und „Forest Finance“ positiv erwähnt:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/boers…
oder
http:/www.preciouswood.com
http://www.forestfinance.de