Bist Du sicher, dass der Rückgang im stationären Einzelhandel von den Lieferdiensten beeinflusst wird?
Hausaufgabe zu morgen: (1) Ermittle, ob der Lieferdienst flink nach Waldleiningen (gleich neben der Pälzer Weltachs’ gelegen) liefert. (2) Ermittle, seit wann es in Waldleiningen (a) keinen Lebensmittelhändler und (b) keinen Bäcker mehr gibt.
Und das fing schon einige Artikel vorher an, als Du aus der Kritik an Lieferdiensten auf einmal das Problem machtest, dass es irgendwo auf dem Land keine Lieferdienste gibt.
ach ja, wenn wir grad noch dabei sind: Die Lebensmittel Zeitung berichtete am 6. März, dass in der aktuellen Finanzierungsrunde (Lebensmittellieferdienste sind planmäßig über lange Zeit ziemlich hoch defizitär) EDEKA die Beteiligung an Picnic weiter ausgebaut hat - während REWE bei flink nicht mehr höher finanziert, sondern jetzt offenbar stärker auf den eigenen Lieferdienst (ebenfalls mit Kraftfahrzeugen betrieben) setzt.
So abwegig scheint das mit den „komischen Wagen“ dann doch nicht zu sein.
Zumal das Konzept, den Leuten etwas zu bringen, das man essen und trinken kann, nicht neu ist, sondern seit wenigstens 35 Jahren praktiziert wird. Nur dass es sich damals meist um herkömmliche und tagsüber privat genutzte PKW handelte und nicht um für die Auslieferung von Lebensmitteln in Städten optimierte Fahrzeuge.
No ja, die Laufburschen der örtlichen Feinkost- und Lebensmittelhändlerin, die den telefonisch beauftragten Wocheneinkauf mit dem Fahrradanhänger brachten, kannte meine Mutter in den 1960er Jahren persönlich; mit dem Milchmann, der frühmorgens die nebst dem geschuldeten Geld an den Zaun gehängte Milchkanne auffüllte, hatte sie eher wenig zu tun.