Hallo,
bei Gesprächen mit Lehrern (ich bin noch in der Schule), bei Bewerbungsgesprächen oder bei allen anderen Gesprächen mit mehr oder weniger fremden Personen will ich eigentlich zeigen, dass mich interessiert, was sie sagen. Das würde ich auch gerne machen, indem ich ihnen in die Augen schaue. Ich schaue oftmals nicht direkt in die Augen, sondern genau zwischen die Augen, o.ä… Wenn ich das aber mache, habe ich immer das Gefühl, dass ich sie anstarre, was ich selber als unhöflich empfinde. deswegen schaue ich zwischendrin wieder weg, was mir auch wieder seltsam vorkommt, v.A., wenn man kein Blatt Papier auf dem Tisch hat, mit dem man arbeitet.
Wohin sollte man schauen, wenn man jemandem gerade nicht in die Augen/auf das Gesicht schauen will?? Ab wann fühlt ihr euch angestarrt (ab wann ist es Belästigung anstatt von Aufmerksamkeit)? Wie lange darf man wegschauen, bis es als Desinteresse rüberkommt??
danke …
das ist eine interessante frage.
wenn ich mit jemandem rede,hat dieser mensch meine aufmerksamkeit. das drückt sich u,a, darin aus, dass ich versuche aus der mimik des gegenübers wertvolle informationen für das gespräch zu erhalten. : zustimmung, ablehnung, zweifel,ermüdung,interesse, langeweile usw.
dabei beobachtet man… und wenn man selbst zuhört sind diese mimik-informationen des gegenübers genauso informativ und wenn dein interesse nicht geheuchelt ist, wirst du
deinem gesprächspartner ins gesicht schauen, ohne starren blick auf dessen nasenwurzel.
dann wird auch ein kurzer blick ins leere, oder ein augenschlließen – um nachzudenken deinerseits sicherlich nicht als desinteresse gewertet.
ein „in der gegend rumschauen“ wird meist vom gegenüber als desinteresse gewertet., es sei denn, man macht dies in einer kurzen“ denkpause um dann den anderen wieder anzu-schauen/reden. *smile
wer in einem gespräch zu boden schaut, macht sich „klein“ und zeigt sich belehrungswillig, was man ja nicht immer ist *grins
es gibt auch die situation, dass man „andächtig lauscht“, dann hat man den blick evt. gesenkt oder die augen zu.(in der schule ist das meist nicht so gern gesehen*)
ansonsten gilt: steht man nahe zusammen , schaut man sich eher ins gesicht, wenn der gesprächspartner weiter weg steht, visiert man die ganze person an.
p.s. „in die augen“ schaut man, wenn man jemanden „ins auge gefaßt“ hat *schmunzel – aber das ist ein anderes thema
lg iq13 , die diese fragestellung aus ganz speziellem grund interessant findet - danke
Also ich schaue in Gesprächen meist auf den Kopf!
Soll heissen das ich mir das gesamte Gesicht anschaue; die Augen einzeln, den Mund, die Stirn… (ja, auch die Nasenwurzel) Das hat den Grund das dein Gegenüber sieht wie sich deine Augen immernoch bewegen, du aber weiterhin in seinem Gesicht „hängst“.
Dein Gesprächspartner wird aber genauso wie du auch nicht wie erstarrt vor dir sitzen. Das nehme ich immer als möglichkeit zum weggucken. Wenn er die Hand bewegt, sich anders hinsetzt, ect. Dann schaue ich immer auf die Bewegung und kann meinen Blick unverfänglich vom Gesicht lösen.
Wenn du allerdings wissen willst wie es aussieht wenn STARRST, dann guck deinem Gesprächpartner einfach mal konzentriert auf den Hals bei nem Gespräch. Damit hat mich n Kumpel letztens total aus dem Konzept gebracht
Ich schaue oftmals nicht direkt in die Augen, sondern genau zwischen die Augen
das ist eine Lösung, aber auch das hindert ja nicht, daß dein Blickkontakt erstarrt. Am einfachsten ist es, den Blick öfter zu wechseln auf andere Partien des Gesichtes.
Diese In-die-Augen-schauen-Irritation ist bekannt. Wie sie zustande kommt, hab ich hier mal ausführlicher beschrieben: /t/blickkontakt/3400247/10
Die Gefahr ist, daß sich deine(! nicht die des Gesprächspartners!) Aufmerksamkeit vom Inhalt des Gesprächs entfernt und auf das Anblicken fokussiert. Daher ist die noch einfachere Lösung aus der Situation, dich ganz energisch auf den Gesprächs inhalt zu konzentrieren und das komplette „Ich schaue dich an“-Thema aus dem Kopf zu verdrängen. Dann löst sich die Irritation am schnellsten wieder auf.
Dank für die Antworten! Ich werde das nächste Mal auf jeden Fall mal versuchen, einfach ganz natürlich zu wirken und mich nicht auf eine stelle im gesicht konzentrieren, sondern auf verschiedene Stellen
kan das sein, dass Du Metapher’s Link gar nicht gefolgt bist?
Dein Ansatz (= woanders hingucken) wird m.E. schiefgehen. Du wirst dich darauf konzentrieren, woanders hinzugucken, dich innerlich verfluchen, wenn du es nicht schaffst, den Gesprächsinhalt versäumen, man wird dich fragen, ob Du noch zuhörst, und dann ist es dir peinlich, dass Du nicht aufgepasst hast.
Was macht der Rest deines Gesichts und Körpers? Gestikulierst du zum Beispiel? Drehst du den Kopf weg? Lehnst du dich zur Seite? Was genau tust du?
Ich fand in die Augen schauen immer sehr schwer, weil ich in den Augen anderer versunken bin und irgendwie nicht mehr im Hier und Jetzt war. Irgendwann wurde es so unangenehm, dass ich erst wieder erlernen musse, in die Augen zu schauen. Anfangs hat es mich genervt, dass ich nie in beide, sondern nur in eines schaue, aber ich habe mich daran gewöhnt und bin heute stolze In-die-Augen-Blickerin. Das muss man üben.