In Immobilie Geld anlegen, ja nein? Beratung wo?

Hallo,

ich stelle mir schon länger die Frage, wie ich in meinem Fall handeln soll, da ich mich auf dem Gebiet nicht so gut auskenne. Ich besitze eine kleine 1-Zimmer-Eigentumswohnung möchte nun aber nach 6 Jahren ausziehen, um mit meinem Freund zusammen zu ziehen.

Vermieten möchte ich die Wohnung auf keinen Fall, da ich sonst noch Geld für Renouvierungskosten hineinstecken müsste und auch keien Lust auf vermieten habe.

Doch was tun mit dem Erlös von dem Verkauf?
Kann ich das Geld irgendwie sinnvoll anlegen (denn ich möchte mich die nächsten 10 Jahre ungern festlegen) oder soll ich das Geld als Anzahlung in eine neue Immobilie investieren in der ich gemeinsam mit meinem Freund wohnen könnte?

Meine Bedenken wären eher: ich weiß ja nicht was in 10 Jahren ist und wo ich dann wohnen möchte, und falls man sich trennen sollte wäre eine größere Wohnung für mich alleine sicher zu groß und zu teuer. Lässt sich eine bereits angezahlte Wohnung denn wieder leicht verkaufen?

Oder wo finde ich gute Berater (und wie nennen sich die?) in solchen Dingen, die einem nicht sofort zu ihrem Gunsten beraten? Wo kann ich neutral und seriös in diese Richtung beraten werden?

Am liebsten würde ich ja das Geld nur irgendwo anlegen, aber das bringt ja kaum etwas an Ertrag, aber eine neue Wohnung kaufen, da habe ich Angst so festgelegt zu sein…da ich nicht weiß wie die Zukunft aussehen soll…

Über Eure Ratschläge, Erfahrungen, Fachwissen und Meinungen bin ich sehr dankbar!

Liebe Grüße
Mo_nique

ängstliche Leute sollten das Geld einfach auf Festgeld legen, Banken haben einen Sucherungsfonds und da kann nicht spassieren.

ansonsten kann man nur sagen, dass ein Wohnung nicht die schlichteste anlage ist und eine Vermietung auch Vorteile haben kann.

Frage Sie doch mal einen Steuerberater - für die steuerliche Sicht - einen Makler - für die Wohnungssicht und einen Bankberater - für die Anlageseite: und danach überlegen Sie, was das für Sie persönlich das Richtige ist!

Ihr Partner wird dann auch noch seine Sicht sagen - und auch ein Rechtsanwalt könnte helfen, wenn man überlegen sollte, eine neue Wohnung mit dem Partner zu kaufen - da ist eine saubere Absicherung nötig, insbesondere, wenn man nicht verheiratet ist!

Lia

Hallo,

ich stelle mir schon länger die Frage, wie ich in meinem Fall
handeln soll, da ich mich auf dem Gebiet nicht so gut
auskenne. Ich besitze eine kleine 1-Zimmer-Eigentumswohnung
möchte nun aber nach 6 Jahren ausziehen, um mit meinem Freund
zusammen zu ziehen.

Vermieten möchte ich die Wohnung auf keinen Fall, da ich
sonst noch Geld für Renouvierungskosten hineinstecken müsste
und auch keien Lust auf vermieten habe.

Doch was tun mit dem Erlös von dem Verkauf?

Zuerst sollte man wissen, um welchen Betrag es sich handeln könnte, bevor man eine solche fiktive Geldanlage diskutiert.
Eine 1-Zimmer-Wohnung, je nach Belastung führt ja nicht zum „kleinen Millionär“.
Schönen Tag noch,

Kann ich das Geld irgendwie sinnvoll anlegen (denn ich möchte
mich die nächsten 10 Jahre ungern festlegen) oder soll ich das
Geld als Anzahlung in eine neue Immobilie investieren in der
ich gemeinsam mit meinem Freund wohnen könnte?

Meine Bedenken wären eher: ich weiß ja nicht was in 10 Jahren
ist und wo ich dann wohnen möchte, und falls man sich trennen
sollte wäre eine größere Wohnung für mich alleine sicher zu
groß und zu teuer. Lässt sich eine bereits angezahlte Wohnung
denn wieder leicht verkaufen?

Oder wo finde ich gute Berater (und wie nennen sich die?) in
solchen Dingen, die einem nicht sofort zu ihrem Gunsten
beraten? Wo kann ich neutral und seriös in diese Richtung
beraten werden?

Am liebsten würde ich ja das Geld nur irgendwo anlegen, aber
das bringt ja kaum etwas an Ertrag, aber eine neue Wohnung
kaufen, da habe ich Angst so festgelegt zu sein…da ich nicht
weiß wie die Zukunft aussehen soll…

Über Eure Ratschläge, Erfahrungen, Fachwissen und Meinungen
bin ich sehr dankbar!

Liebe Grüße

Mo_nique

Guten Tag,

ich denke die 1-Zimmer-Wohnung wird einen Erlös von 40.000 Euro einbringen.

Mit meinem Partner möchte keine Immobilie zusammen kaufen. Wir sind nicht verheiratet und auch keine 10 Jahre zusammen, da wäre mir dies zu heikel. Im Notfall würde ich eine alleine anzahlen und mein Partner würde Miete zahlen.

Am liebsten wäre mir allerdings eine Geldanlage, befürchte aber das da nicht viele Prozente an Zinsen drin sind bei „normalen“ Geldanlagen, kenne mich da aber leider zu wenig aus…

daher frage ich mich wie einfach man eine bereits angezahlte Wohnung wieder los werden würde, natürlich ohne Verluste :wink:

Moin

Guten Tag,

ich denke die 1-Zimmer-Wohnung wird einen Erlös von 40.000
Euro einbringen.

Mit meinem Partner möchte keine Immobilie zusammen kaufen.
Wir sind nicht verheiratet und auch keine 10 Jahre zusammen,
da wäre mir dies zu heikel. Im Notfall würde ich eine alleine
anzahlen und mein Partner würde Miete zahlen.

Das kann man sich durchrechnen, denn da ergeben sich auch steuerliche Vor oder Nachteile, ob sich das lohnt. Grob gesagt lohnt sich das eher, wenn man einen relativ hohen Steuersatz hat und mit dem vermieteten (Teil-)Objekt keine Gewinne erziehl. Aber as ist ein Fall für den Steuerberater.

Am liebsten wäre mir allerdings eine Geldanlage, befürchte
aber das da nicht viele Prozente an Zinsen drin sind bei
„normalen“ Geldanlagen, kenne mich da aber leider zu wenig
aus…

Wenn man Sicherheit haben will bekommt man grundsätzlich weniger Rendite und zur Zeit sind die Zinsen generell sehr niedrig, also damit kann man keine großen Sprünge machen. Hier gilt Risiko erhöht die Rendite (in beide Richtungen :smile:)

daher frage ich mich wie einfach man eine bereits angezahlte
Wohnung wieder los werden würde, natürlich ohne Verluste :wink:

Eine angezahlte Wohnung wird man genauso schwer oder leicht los wie eine nicht angezahlte, denn für den Käufer spielt das keine Rolle.

Für deine eigene Redite sehr wohl. Denn es kann sein dass du Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahltst, wenn du den Kredit ablöst, sofern du ihn nicht verlängerst für ein anderes Objekt. Es kann sein, dass du nicht den gewünschten Preis für das Objekt bekommst. Es hängt also von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, wie so etwas am Ende „ausgeht“.

Ich würde mir an deiner Stelle mal genau Gedanken machen was man/frau will und zwar etwas längerfristig und nicht nur für wenige Jahre und das nicht nur auf das Geld bezogen. Zusätzlich dein eigenes Risikoprofil abschätzen, denn das ist entscheidend welche Geldanlage man machen kann und will in Kombination mit dem Zeithorizont den man hat bis man das Geld wieder ausgeben will.

Gruß

slam

daher frage ich mich wie einfach man eine bereits angezahlte
Wohnung wieder los werden würde, natürlich ohne Verluste :wink:

Hallo,
mit 40ooo koennte man eine groessere Wohnung anzahlen von beispielsweise 100ooo Kaufpreis. Diese nach kurzer Zeit wieder verkauft kostet die Kauf-Nebenkosten von rund 8 oder mit Makler bis 13 Prozent. Diese bis 13ooo EUR kann man mit der ersparten Miete gegenrechnen, verkauft man frueher, gibt es unweigerlich Verlust. Dazu Chance und Risiko steigender Wohnungspreise.
Gruss Helmut

Hallo,

man könnte nach all den Tipps sagen „viel Köpp - viel Sinn“.

Lassen Sie mich versuchen, noch ein paar Gedanken zu ergänzen:

Zu so einer Frage, die Sie hier gestellt haben, gehört eigentlich eine persönliche umfassende Beratung eines Anlage/Vermögensberaters. Ich habe schon an anderer Stelle hier im Forum beschrieben, dass es sicher nicht so leicht ist, einen seriösen Berater zu finden, gleichwohl gibt es sie (auch bei Banken).

Ich rate Ihnen also, einen solchen Berater zu suchen (Vorgespräche führen und, wie bei wichtigen gesundheitlichen Eingriffen, auch mal ne Zweitmeinung anhören) und Ihr persönliches Umfeld mit diesem Berater zu besprechen. Dazu gehört: Aktuelle familiäre Situation, aktuelle Vermögens- und Schuldenverhältnisse, aktuelle Einkommens- Ausgabenanalyse, Zukunftspläne privat wie beruflich. Mit ergänzenden Fragen kann er dann ein persönliches Profil für Sie erstellen und darauf weitere Entscheidungen aufbauen.

Was haben wir bisher: Sie wollen die Wohnung verkaufen. So wie ich das sehe, erwarten sie daraus EUR 40.000,-- Nettoerlös? Also nach Schulden, wenn überhaupt vorhanden? (die Bemerkung eines Vorgängers dazu wichtig, prüfen, wenn Schulden dazu vorliegen, ob diese aus dem Verkauf zurückgezahlt werden können ohne Vorfälligkeitsentschädigung). Also gehen wir - so wie es sich darstellt von EUR 40.000,-- Anlagevolumen aus.

Ihre privaten Pläne für die Zukunft scheinen mir noch unklar zu sein (wann, wo, mit wem etc). In Sachen Immobilien scheinen Sie auch nicht sehr erfahren. Ich vermute mal (muss ein Berater wie beschrieben genauer prüfen) es ist auch kein weiteres wesentliches Vermögen vorhanden.

Eine seriöse Beratung auf dieser Basis (vieles wie vorstehend gesagt Annahmen) läuft darauf hinaus, diesen Betrag SICHER anzulegen!

Ich rate NICHT zu einem Immobilienkauf. Grund: Ihre weitere Entwicklung scheint noch unsicher. Wenn Sie in Zukunft wissen, wo sie mit wem und wie leben wollen, ist der richtige Zeitpunkt, an Immobilien zu denken. Dann braucht man schnell Liquidität und nicht eine Immobilie, die erst noch schnell und möglichst ohne Verlust verkauft werden muss!

Auch als vermietete Anlage ist es nicht zu empfehlen. Sie schreiben selbst, dass Sie das nicht wollen und ich empfehle es auch nur, wenn man sich mit Immobilien nachhaltig befasst (wie heißt es hier immer so schön… Lage, Lage,Lage).

Also - was mit dem Geld tun? Wenn ich weiter davon ausgehe, dass kein wesentliches anderes Vermögen da ist, sollte SICHER angelegt werden, auch wenn die Erträge leider Sie nicht von heute auf morgen zur Millionärin machen werden.

Was ist heutzutage noch sicher - nach all den Krisen? Schwer zu sagen. Trotzdem denke ich, dass man das „Risiko“ eingehen kann, Anleihen des deutschen Staates zu kaufen. Wegen des niedrigen Zinsniveaus - eher kurze Laufzeit wählen (sonst gibt es Verluste bei vorzeitigem Verkauf). Es muss nicht der ganze Betrag sein. Es kann auch ein Teil in Fonds investiert werden. Dazu empfehle ich nahmhafte Fondsgesellschaften (der Sparkassenorganisation oder einer großen deutschen guten Bank…). Diese Fonds (das müssen Sie der Bank deutlich sagen, welche Fonds Sie wollen) MÜSSEN also wiederum in EINWANDFREIE Bonds/Anleihen (beste !! Risikoeinschätzung - die Bank weiß was gemeint ist und in Hartwährungsländer wie EUR - ich weiß alles ist relativ - und/oder z.B CHF) investieren. Diese Fonds können sie jederzeit verkaufen! So, damit (also Anleihen Bundesrepublik Deutschland und einwandfreie Fonds) sollten Sie mindestens 60 besser 70 bis 80% Ihres Anlagebetrages abdecken.

Wenn Sie risikofreudig sind, können sie nun den Rest noch wie folgt aufteilen: 20 - 30 oder 40% in Fonds der vorgenannten Fondsgesellschaften, die aber diesen Teil in einwandfreie Aktien (sogenannte „blue chips“ wiederum nur die „Hartwährungsländer“) investieren.

Und wenn Sie ganz mutig sind, können sie einen KLEINEN Teil dieses Betrages (10, max 20%) in Fonds der vorgenannten Gesellschaften anlegen, die in „Tigerländer“ investieren. Also zum Beispiel Länder wie China, Indien, Taiwan. Dabei gibt es auch noch Unterschiede innerhalb dieser Länder nach relativ sicher und relativ spekulativ (weiß Ihr Bankberater).

Fazit: Überwiegend SICHER, aber relativ hochverzinslich (sprich Anleihen und Fonds in Anleihen) anlegen, aber genug Flexibilität einbauen, damit sie auch an Ihr Geld rankommen. Sollten sie jetzt erwarten, dass Sie ganz kurzfristig (unter ein Jahr) Geld benötigen (Möbel, Auto etc) dann diesen Betrag als Festgeld anlegen. Bei Unsicherheit in diesem Punkt auch einen kleinen Teil als Festgeld -wenig Zinsen :frowning: anlegen.

Viel Glück und alles Gute wünscht

ikarusfly

vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Das beste wohl ersteinmal einen seriösen Vermögens-Berater zu finden. Doch wo findet man die genau? Googeln? Sparkasse? :wink:

Tja, überall gibts solche und solche. Denke, Sie haben jetzt ein grobes Muster (wenn meine Annahmen stimmen) und können damit dem Berater schon vorgeben, was sie sich vorstellen. Ich weiß nicht, ob Sie schon einen Berater bei Ihrer Hausbank kennen. Wenn Sie eine gute - nicht allzu kleine - Sparkasse kennen (sollte vielleicht die Hauptfiliale sein, nicht unbedingt die Ein-Personen-Filiale auf dem flachen Land) oder auch eine größere Filiale einer großen guten deutschen Bank (na wer könnte das denn wohl sein…) dann würde ich da mal ein Gespräch suchen und versuchen einen Eindruck von der Seriösität dieser Person zu bekommen. Machen Sie auch klar, dass Sie NICHT dauernd Ihr Anlagevermögen umschichten wollen (=immer wieder Kauf- und Verkaufsprovisionen für die Bank zu Ihren Lasten) sondern eine ruhige Anlageform suchen.

Für die Sparkasse sind Sie bei diesem Volumen ein normaler Kunde, für die große Bank eher ein Kleinkunde, auch das muss man sich immer vor Augen halten.

Wenn ich es recht sehe, haben sie ja noch etwas Zeit, in Vorgesprächen den Berater, bei dem Sie sich wohl fühlen, zu finden, denn er dauert ja sicher noch ein wenig, bis Sie Ihr Geld aus dem Verkauf bekommen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Viel Glück wünscht

ikarusfly

Moin,

kurzer Kommerntar dazu

Berater ist gut und auch da mehrere Meinungen sind besser, aber das wichtigste ist seinen eigenen gesunden Menschenverstand dabei nicht zu vergessen und immer daran denken, der Berater hat auch immer einen eigenen Nutzen von so einem Gespräch.

Gruß
slam

vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Das beste wohl
ersteinmal einen seriösen Vermögens-Berater zu finden. Doch wo
findet man die genau? Googeln? Sparkasse? :wink:

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Hallo mo_nique,

in Ihrem Fall würde ich den Erlös aus der verkauften Eigentumswohnung in einen Bausparvertrag investieren.

Zum ersten bekommen Sie einen einigermaßen akzeptablen Zinssatz.
Beim BHW bekommen Sie bei Zuteilung des Vertrages auch die Abschlußgebühr zurück erstattet, wenn Sie auf ein Darlehen verzichten.
Wenn Sie jedoch in einigen Jahren eine neue Wohnung kaufen möchten bekommen Sie einen guten Zins für ein zusätzliches Darlehen.
z.B. Einzahlung auf BHW 40.000 € - Bausparsumme ca. 90.000 €.

Beste Grüße!