In Treidern/ Blüh-Härlein

Liebe Wissende,
in dem Sonnett ‚Gott-lobende Frühlingslust‘ der Catharin Regina von Greiffenberg geb. Freiin von Seyssenegg (1633-1694)stehen die Verse: Sehet in Treidern die himmlische Stärke, die das Blüh-Härlein bewahret ohn Müh.
das Blüh-Härlein könnte man allenfalls als (biolog.) Stempel oder ev. als Staubgefäss verstehen. Was aber mit ‚Treidern‘ gemeint ist, bleibt mir schleierhaft. Könnte dieser Begriff etwas mit Ge-Treide zu tun haben? Wer weiss was? Sollte ich diese Frage woanders stellen? ( Mundart? Literatur?) U.Hilfe w.g.
Danke schon jetzt und L.G.
Susette

Hallo, Susette,

in dem Sonnett ‚Gott-lobende Frühlingslust‘ der Catharin
Regina von Greiffenberg geb. Freiin von Seyssenegg
(1633-1694)stehen die Verse: Sehet in Treidern die himmlische
Stärke, die das Blüh-Härlein bewahret ohn Müh.

das Blüh-Härlein könnte man allenfalls als (biolog.) Stempel
oder ev. als Staubgefäss verstehen.

ja, Staubgefäß/Staubfaden, vgl. http://books.google.de/books?id=NzHBeBIfKJAC&printse…

Was aber mit ‚Treidern‘
gemeint ist, bleibt mir schleierhaft. Könnte dieser Begriff
etwas mit Ge-Treide zu tun haben?

Ja, es ist Getreide, vgl. obigen Link und http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu… :"…ein plur. treider neben sonstigem seltenen getreider…"

An anderer Stelle findet sich auch die Schreibweise „Träid“: http://www.wortblume.de/dichterinnen/fruelus1.htm

Gruß
Kreszenz

Moin, Susette,

Was aber mit ‚Treidern‘ gemeint ist

ergänzend zu Kreszenz’ Quellen: In Bayern finden man in manch alter Stadt (zB in Abensberg) einen Troadstadl, in dem die Fürschten (warum denke ich da immer an fürchten?) ihre Getreidevorräte einlagerten.

Gruß Ralf

Vielen herzlichen Dank Euch beiden!
Susette