In Vitro Verfahren in der Nuklearmedizin

Hallo ihr Lieben,

ich halt nach den Osterferien in der Chemietechnik Weiterbildung einen Vortrag über den Einsatz von radioaktiver Strahlung in der Medizin. Habe viele verschiedene Themenansätze, wie ionisierende Strahlung, Radiologie, Strahlentherapie und natürlich auch Nuklearmedizin.

Bei der Nuklearmedizin stoße ich auf ein Problem. Und zwar ist mit das Invivo Verfahren schon klar, da ich selbst schon eine Szintigrafie hinter mir habe. Jedoch kann ich mir unter dem Invitro Verfahren leider gar nichts vorstellen.

Wird z.B. bei einer Blutentnahme das Blut vorher radioaktiv markiert um bestimmte Reaktionen feststellen zu können oder wird das erst nach der Blutentnahme gemacht?

Leider findet man im Internet zum invitro Verfahren nur sehr wenig und Fachbücher habe ich natürlich unendlich viele - die aber nur mit Chemie zu tun haben (macht ja auhc Sinn :wink:)

Hi,

interessantes Gebiet.
Sowas zum Beispiel? http://de.wikipedia.org/wiki/Radioimmunassay

interessant wäre vllt. die sog. „Mitogene Stimulation“ oder Mitogene Co-Stimulation.

Man nimmt periphere Blutlymphozyten, nimmt die in Kultur und stimuliert die Zellen unspezifisch mit Lectinen ( PHA oder ConA ) und gibt dazu noch einen Wirkstoff den man untersuchen will, der im Idealfall die Zellen richtig anregt. Nach einer Inkubationszeit wird zu den Zellen 3H-Thymidin gegeben , je nach Stärke der Stimulation wird dann mehr oder weniger Thymidin eingebaut. Die Zellen werden nach Ablauf der Kulturzeit auf Filterplättchen übertragen und die ß-Strahlung gemessen. Die Counts sind dann ein Maß für die Stimulation.

Dieser Assay haben wir gemacht um Immunstimulantien in vitro zu untersuchen die vllt. mal zum Medikament taugen. Thymuspräparate, Mistel-Extrakte usw.
Alle Reagenzien müssen absolut rein und v.a. auf Pyrogene getestet sein, sonst bekommt man falsch-positive Ergebnisse, das muss man im Hinterkopf behalten.