Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob du frustriert bist, weil Du mit deinen 30 Jahren gemerkt hast, dass es irgendwie nicht mehr weiter geht. Zumindest ist das für mich die schlüssigste Erklärung, warum Du mich hier so von der Seite anflotzt.
Sorry… ich wollte zuerst vernünftig antworten, dann habe ich aber gemerkt, dass eigentlich jeder einzelne Satz Unsinn ist und zeigt, dass Du von Betrieben und Wirtschaft nicht sonderlich viel Ahnung hast.
Zu Deinen Spekulationen: ich hab’s mir im Studium gut gehen lassen, habe mich auch über meinen Horizont hinaus fortgebildet und in meinen wenigen Jahren Berufserfahrung bin ich schon ne ganze Stange weiter gekommen als so mancher in seinem ganzen Leben 
Übrigens über eine kleine Consulting-Agentur, die ja Deiner Meinung nach Deine Mühe nicht wert ist.
Aber um Dich nicht gänzlich dumm sterben zu lassen:
Was mir wichtig ist sind gute Karriereaussichten.
Die hängen, wie man als jemand, der sich mit der freien Marktwirtschaft so ein wenig grundlegend auskennt, von Faktoren wie Leistung, Einsatzbereitschaft und Erfolgen ab. Und nicht von der Branche oder dem Studienfach.
Also einen Bereich, wo die Chancen gut sind einmal richtig viel Geld mitzunehmen
Und dann dementieren, daß Du dick Kohle machen willst?
In jeder Branche kann man Müllionär werden - wenn man gut ist!
Auch das sollte ein BWL’er eigentlich wissen.
und gleichzeitig auch eine Branche, in der man in 20 Jahren immer noch von guten Jobs ausgehen kann.
Wenn Du einmal in den letzten 20 Jahren eine Wirtschaftszeitung gelesen hättest, wüßtest Du, das sowas heutzutage nicht vorhersehbar ist!
Das Chance-Risiko-Verhältnis sollte natürlich auch passen. (Verdienst - Arbeitsplatzsicherheit/Erreichbarkeit)
Das hängt alles von den persönlichen Qualifikationen ab. Und Arbeitsplatzsicherheit steht in der heutigen Gesellschaft bis auf in der Bundespolitik quasi negativ korreliert zum Verdienst.
Investment Banking: Wenn man von Gehalts"stars" hört,
kommen die fast immer aus diesem Bereich.
Naja, weder Bill Gates noch die Google Brothers sind Investment Banker. Und die Proportion der Topverdiener zu den eher Mäßigverdienern und gar denjenigen, die sich selbst in den Ruin gewirtschaftet haben ist nicht sonderlich rosig.
Ich werde zwar nie einen einen Hedge Fond managen, aber dennoch denke ich „geht“ hier einiges.
Wenn man gut ist, ja. So’n bisschen Devisen verschieben oder Portfolios erstellen kann jeder Kaufmann, damit kannst Du froh sein wenn Du ein Gehalt bekommst was über die Jahrzehnte zum Eigenheim reicht.
Die Frage ist, wie schwer man da reinkommt und wie sicher dann Jobs sind (Im Zuge von Bankenkrisen hört man
hier immer wieder von Entlassungen).
Wo sind denn Deiner Meinung nach noch Jobs sicher?
Nicht im Studium gelernt: in der heutigen Wirtschaftswelt besteht die Sicherheit darin, dass man selbst dem Arbeitgeber mehr bedeutet als umgekehrt. Wieder: Fleiss, Leistung, Resultate. Nix „Branche X“.
Consulting: Finde ich sehr interessant, aber man kann in
jede Richtung beraten
Warum ist das ein „Aber“?
und gerade bei kleineren Beratungen sind die Gehaltschancen nicht so superrosig
Schwachsinn. Ich weiß nicht was Dir vorschwebt, aber ich selbst hatte nach 5 Monaten im Job schon so viel verdient wie ich im Öffentlichen Dienst im Jahr bekommen würde. Das Einstiegsgehalt war mies, aber - Leistung, Resultate - Du kennst das ja.
Gerade die „kleinen“ nehmen viel eher wahr, wer ihre Spitzenleute sind.
und bei BCG, Kinsey und Berger sehe ich keine Chance
(FH Studium, Zeitverzögerungg im CV, Noten zwar gut,
aber nicht überragend)reinzukommen.
Schon mal daran gedacht, daß McKinsey und Konsorten noch andere Anforderungen als Noten haben?
Du wärst übrigens schon beim Sozialkompetenz Test durchgefallen (siehe Deine Antwort).
Dich könnte man nie und nimmer auf nen Kunden loslassen.
Wirtschaftsprüfung / Steuerberatung:
Finde das Thema nicht so spannend, wie die anderen beiden, jedoch bin ich sehr flexibel und kann mir auch das vorstellen.
Wenn man nicht mit Herz und Verstand bei der Arbeit ist, wird man eine Nullnummer. „Ich würd’s zur Not machen“ - damit brauchst Du Dich gar nicht erst bewerben.
Vorteil- wir haben hier 2 sehr gute Profs und einer meinte er könnte mich evtl. schon bei einer größeren unterbringen, wenn ich im Schwerpunkt war.
Wer mit solchen „Vorteilen“ anfängt, der hat keinen Peil von der Arbeitswelt, und solche Leute möchte ich um Gottesallerwelt nicht an meinen Prozessen rumdoktern lassen!
Sicher sind Connections wichtig, aber denk’ mal andersrum: wie erreicht man mehr: einer von Tausend in einer „großen“ Agentur, oder Hahn im Korb in einer „kleinen“?
Die verdienen hier zwar nicht schlecht, aber wie sind die Steigerungsmöglichkeiten nach ein paar Jahren?
Wenn Du ernsthaft meinst, dass manheutzutage noch Karriere machen kann, wenn man 10 Jahre im gleichen Konzern bleibt, hast Du die Zeit der Industrialisierung verschlafen.
Wenn Du nicht bereit bist, sowohl die Branche als auch die Aufgabenbereiche komplett zu ändern, kannst Du das mit Steigerungsmöglichkeiten eh knicken und froh sein, wenn Du’s in 15 Jahren zum Abteilungsleiter schaffst.
Und wie sieht hier die Zukunft aus?
*Kristallkugel rauskram* - wer soll Dir denn sowas sagen können, wenn man nichtmal weiß wie die Zukunft in 5 Jahren für Läden wie Telekom oder IBM aussieht?
Kirchhoff wollte doch die Hälfte der Steuergesetze auskürzen.
Was denkst Du denn, das Wirtschaftsprüfer in den USA machen, wo es keine deutschen Steuergesetze gibt?
Basel-II, SOX, etc.
Du hast ein kleines Bisschen Wissen im Bereich BWL vom Studium, aber selbst ein Prof. Dr. Dr. rer iur MBA wird keine dicke Nummer, wenn er nicht die grundlegenden Prinzipien der modernen Geschäftswelt kapiert:
- Global denken
- Jeder ist selbst seines Glücks Schmied
- Der Mittelstand bietet das beste Karrieresprungbrett
etc etc…
Davon sehe ich bei Dir nicht viel, und ohne diese Lektionen wirst Du nirgends Karriere machen und auch sicher nicht dick Geld abgreifen.
Gruss,
Michael