In welcher 'Unternehmensform' mit Spenden arbeiten

Hallöchen!

Wenn ich ein Unternehmen habe (Einzelunternehmen) und darin einen Geschäftbereich betreibe, der sich ausschliesslich durch Spenden finanziert, macht das Sinn? Oder wäre es da sinnvoller für einen Verein zu gründen oder ähnliches, weil es sich durch Spenden finanziert?

Also, die Frage ist nicht, ob die Spenden Sinn ergeben, sondern das ganze in dieser Unternehmenform Sinn bringt oder in einer anderen halt.

Bis denn dann,
Martin

HAllo, schau dich mal nach einer gGmbH um, das kleine g steht für GEmeinnützig, vielleicht ist das was für dich. Die können Spenden annehmen (zT auch Steuervergünstigt), dürfen aber keine konkreten GEwinne erwirtschaften, im Grunde genau wie ein Verein, aber können GEschäftsmässig auftreten.
zB. Seminaranbieter/häuser machen sowas.

Gruß Susanne

Servus,

das, was Du beschreibst, macht den Unterschied zwischen gemeinnützigem eV und gemeinütziger GmbH aber nicht aus.

Selbstverständlich kann auch ein gemeinnütziger eV einen Zweckbetrieb oder/und einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten.

Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Entscheidungsfindung (Gesellschafter vs. Vereinsmitglieder) und in der Haftungsbeschränkung.

Schöne Grüße

MM

Nachfrage: Sind es tatsächlich Spenden?
Hi !

Bevor hier lange Absätze folgen einfach mal die Nachfrage:

Sind es tatsächlich „Spenden“, so wie sie auch (vor allem im Steuerrecht) im Rechtsverkehr gemeint sind, oder sollen hier lediglich die Zahlungen für eine Gegenleistung als „Spende“ bezeichnet werden?

Immer wieder hört man zum Beispiel von Programmierern, die eine Freeware anbieten und um einen kleinen Obolus (Spende) bitten, wenn das Programm gefällt. Solche „Spenden“ würden z.B. im Steuerrecht nicht als Spende gelten, sondern als Betriebseinnahme.

Daneben wäre noch zu klären, wenn es denn tatsächlich echte „Spenden“ sind, ob der Geschäftsbetrieb in irgendeiner steuerlich als förderwürdig befundenen Form (Gemeinnützigkeit, …) durchgeführt wird/werden soll.

BARUL76

Entschuldige bitte gleich im Voraus meine Antwort: Aber da wird dir wohl ein Termin beim Steuerberater nicht erspart bleiben!

Huhuu,

Also das mit der gGmbH hört sich erstmal, so wie sie beschrieben wurde, nich schlecht an, muss ich mich mal mit weiter befassen.

Das ein Steuerberater „gut“ wäre, ist mir schon klar, bloß ich finde es auch gut und wichtig, wenn man sich im voraus schonmal mit der Materie im groben befässt.

Also um mal ein wenig ins Detail zu kommen, es geht um folgendes:
Eine Betreuung von Jugendlichen soll stattfinden, die eben durch Spenden von Unternehmen finanziert werden soll.
Gleichzeitig soll es eben Seminare geben, die eben ganz Unternehmenstypisch durch Teilnahmegebühren finanziert werden.

Vielleicht ist es jetzt klarer Vorstellbar, wie ich das ganze meine.

Servus,

der immens höhere administrative Aufwand für eine GmbH im Vergleich zum eV ist Dir schon bewusst, nehme ich an?

Der einzige Vorteil einer gemeinnützigen GmbH gegenüber dem gemeinnützigen eV ist IMHO, dass man keine Mindestanzahl von Gesellschaftern braucht, aber beim eV eine Mindestanzahl von Mitgliedern.

Schöne Grüße

MM

Hallo, dann denke ich, dass ein normaler eV ausreicht, viele Seminaranbieter sind eVs, sogar manche Volkshochschule.
Du kannst natürlich die speziellen Jugendseminare von einzelnen Unternehmen sponsorn lassen (also der Kinder-Weihnachts-Plätzchen-Backkurs zB. vom Bäcker) und die erwachsenenkurse gegen Geld anbieten (Dozenten wollen auch Honorar sehen). Hauptsache am ende kommt kein wesentlicher Gewinn raus.

Oder du machst eine Mischkalkulation:
Spenden von einzelnen und Firmen, die allgemeinkosten decken (auch mal FArbe an die Wand oder eben Dozentenhonorar, SeminarPCs uä Ausstattung)
Mitgliedgebühren von Einzelmitgliedern, Familien und Dauersponsor-Firmenmitgliedern (was natürlich durch eine Nennung in entsprechenden Broschüren/Kursprogramm etc. von eurer Seite und von deren Seite als Dieses Unternehmen unterstützt xxx durch seine Mitgliedchaft werbewirksam umgesetzt wird)
Spenden für einzelne Projekte konkret von passenden Firmen oder auch anderen Organisationen (Jugendförderung der Gemeinde)

Schau mal hier http://books.google.de/books?id=EcEk5ro74I8C&dq=hand…

Für den eV brauchst du 7 Gründungsmitglieder, die wohlbedacht ausgewählt werden müssen. Die Satzung sollte auch wasserdicht sein und möglichst sicherstellen, dass Mitgliederwahlen nicht alles umstürzen (also zB. das Einsetzen eines neuen Vorstandes soll zwar möglich aber nicht allzu leicht sein, sonst machen bald andere deinen Traum…) In der Gestaltung der Satzung seid ihr recht frei, deshalb sollte man wirklich alle Eventualitäten durchspielen. Der Verein lebt von Mitgliedern, aber ZU engagierte selbstverliebte Menschen, die zwar wegen vieler Ideen und aktiver Mitarbeit hilfreich in einem solchen Laden sind, können sonst auch manches ruinieren.
Daher sind ein paar korporative Gründungsmitglieder nicht schlecht, die zwar Geld geben wollen und ihr sozialesEngagement nutzen wollen, aber selbst nicht allzuviel damit zu tun haben wollen, da sie anderes um die Ohren haben. Auch wenn 1 Firma nur 1 Mitglied ist und es so viel mehr MEnschen für die 7 Gründungs-Mitglieder braucht.

Gruß Susanne

Wenn es um gemeinnützig geht, dann Verein.

Wenn es um Freiwillige Zahlungen für z. B. Freeware geht, dann ist es eher ein Gewerbe:
Lesestoff: http://www.klicktipps.de/einkommensteuer_spenden_kir…

Gruß JK