Indesign vs. word

Hallo Experten!

eignet sich inDesign zur Bearbeitung langer Texte (20 - 50 Seiten) mit komplexen automatischen Gliederungen (s.u.) oder ist hier Word besser geeignet?

Beispiel für die Gliederung

Stufe = Gliederung
1 = Teil A
2 = I (römisch)
3 = 1
4 = 1.1 (Ab Stufe 4 bis 7 sollen die Gliederungen der vorangehenden Stufen, aber erst ab Stufe 3 übernommen werden)
5 = 1.1.1
6 = 1.1.1.1
7 = 1.1.1.1.1
8 = a)
9 = - (Spiegelstrich)

Aktuell fliegt mit Word (2003) ab der 5. Stufe regelmäßig um die Ohren. Ein Kollege gab mir den Tip inDesign, aber bevor ich mich da reinknie um am Ende einen Satz mit X zu produzieren …

Ach ja noch zwei Ergänzungsfragen:

  1. Ist vielleicht Word 2007 hier stabiler als 2003?
  2. Wenn solche Dokumente einmal in inDesign fertig eingerichtet sind, sind Änderungen und Ergänzugen daran auch von Bürokräften mit durchschnitlichen MS-Office-Kenntnissen leicht zu bewältigen oder ist das ein „Spezialisten-Programm“?

Eigentlich müßte ich mich mal intensiver mit inDesign befassen, aber mit fehlt die Zeit und ich muss schnell eine Entscheidung treffen. Ich hoffe daher, daß der oder die eine oder andere schon vor ähnlichen Problemen stand und mir eine Abkürzung aufzeigen kann.

Herzlichen Dank
Conrad

Hallo Conrad,
sorry, dass ich mich erst jetzt melde, aber leider war noch eine alte E-Mail-Adresse von mir bei wer-weiss-was angegeben.
Ist das Problem immer noch aktuell, oder hat es sich in der Zwischenzeit erledigt?
Mit freundlichen Grüßen
Harry

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Harry,

Wir haben den Job zwar erst einmal an eine Agentur vergeben, aber auf Dauer ist das zu teuer und umständlich. Es handelt sich bei den Texten um Versicherungsbedingungen, die immer wieder überarbeitet werden müssen und ab und zu kommen auch neue hinzu - das Problem wird also bald wieder aktuell.

Lustigerweise hat die Agentur, die zunächst angekündigt hatte, die Texte ebenfalls in Indesign
zu layouten, den Job dann doch in Word (7.0) gemacht - allerdings gab es auch da ein paar Probleme, wobei nicht ganz klar ist ob das technische Ursachen oder Fehler des Bearbeiters waren.

Als weitere Option wurde nun noch OpenOffice ins Spiel gebracht, daß angeblich zuverlässiger sein soll. Aber keiner der Tippgeber hat wirklich Erfahrung mit so langen und komplex gegliederten Dokumenten…

Wenn Du die hast wäre ich für Deine Einschätzung dankbar.

Gruss Conrad

Hallo Conrad,
in jedem von dir genannten Programmm muss man sich auskennen um so komplexe Gliederungen anzulegen.
Der Nachteil von automatischen Gliederungen, wie z.B. in Word ist der, dass durch das Einfügen von neuen Punkten, Word automatisch neu durchnummieriert. Dies ist ja in vielen Fällen vom Anwender ja auch so gewünscht, manchmal macht da Word aber auch Formatierungen, die der Anwender so eigentlich nicht haben wollte. Eine Kontrolle ist in jedem Falle unerlässlich.
Ich halte von so Automatismen nichts, da ich lieber die Kontrolle über die Änderungen behalten möchte. Daher rate ich eher dazu diese automatischen Funktionen abzuschalten und die Angaben zur Gliederung (Ziffern) lieber manuell einzugeben.
Der zweite Punkt ist die Verwendung des Programmes. Als erstes stellt sich die Frage, wer die Texte pflegen bzw. vervollständigen muss? Müssen mehrere Personen das machen oder nur eine? Denn alle beteiligten Personen müssen schließlich in der Lage sein, mit diesem Programm umzugehen.
Auf lange Sicht gesehen, ist natürlich das Programm Adobe InDesign die bessere Wahl, da dies ein professionelles Programm (Layoutprogramm) zur Erstellung von Printprodukten ist. InDesign führt tatsächlich nur die Änderungen aus, die der Nutzer eingibt und ändert nicht selbstständig Einzüge, Tabulatoren und Gliederungen ein. Was für den Profi dann an dieser Stelle wieder gut ist, ist für den Laien dann allerdings wieder umständlich und schwierig.
Was ihr also klären müsstet, ist wer die Seiten pflegen soll und welche Kompetenzen diese Person hinsichtlich der Bedienung der Programme besitzt. Das Einpflegen der Daten per Agentur kann da unter Umständen kostengünstiger sein, als wenn ein Mitarbeiter in eurem Hause einen Tag lang krampfhaft versucht Word oder InDesign zu bedienen. Mit der entsprechenden Fortbildung, die allerdings auch wieder Geld und Zeit kostet, müsste das allerdings auf Dauer gesehen zum gewünschten Erfolg führen.
Mit freundlichen Grüßen
Harry

Hallo Harry,

erst mal herzlichen Dank für Deine Mühe.

manchmal macht da Word aber auch Formatierungen, die :der Anwender so eigentlich nicht haben wollte.

exactly - das ist das Problem

Daher rate ich eher dazu diese automatischen :Funktionen abzuschalten

Klar - das hat Vorteile. Bei sehr vielen Gliederungen ist es dann aber auch viel Arbeit, wenn am Anfang ein Absatz rausfliegt oder hinzukommt. Hinzu kommt, daß der „windoof-Faktor“ durch „bug in front of the machine“ ersetzt wird.

Der zweite Punkt ist die Verwendung des Programmes. :Als erstes stellt sich die Frage, wer die Texte :stuck_out_tongue:flegen bzw. vervollständigen muss? Müssen mehrere :stuck_out_tongue:ersonen das machen oder nur eine? Denn alle :beteiligten Personen müssen schließlich in
der Lage sein, mit diesem Programm umzugehen.

Mehrere - daher ja auch das Festhalten an Word, weil da fast jeder zumindest Grundkenntnisse hat.

InDesign führt tatsächlich nur die Änderungen aus, die
der Nutzer eingibt und ändert nicht selbstständig :Einzüge, Tabulatoren und Gliederungen ein.
Was für den Profi dann an
dieser Stelle wieder gut ist, ist für den Laien dann
allerdings wieder umständlich und schwierig.

Hmmm - ich werde mir wohl mal eine Testversion besorgen müssen und das ausprobieren …

Das Einpflegen der Daten per Agentur
kann da unter Umständen kostengünstiger sein, als :wenn ein Mitarbeiter in eurem Hause einen Tag lang
krampfhaft versucht Word oder InDesign zu bedienen.

Wohl wahr - dummerweise geht es hier um viele Tage und viele Dokumente.

Mit der entsprechenden
Fortbildung, die allerdings auch wieder Geld und Zeit :kostet, müsste das allerdings auf Dauer gesehen zum :gewünschten Erfolg

Ja das ist der richtige Weg denke ich.

Nochmals herzlichen Dank
Conrad

Hallo Conrad,
eine Testversion vom Layoutprogramm InDesign kannst du dir auf der Website von Adobe kostenlos herunterladen und 30 Tage ausprobieren (siehe http://www.adobe.com/de/products/indesign/?promoid=B…).
Das selbstständige Einarbeiten in so ein Programm kann man zusätzlich durch Fachbücher oder durch Videolektionen (z.B. VideoToBrain)oder durch Podcasts voran bringen.
Zur Gestaltung von gut lesbaren Texten gehören allerdings auch Kenntnisse zur Textgestaltung (Typografie), die man auch erst erlernen muss, da sie nicht angeboren sind.
Selbst, wenn du durch das Eigenstudium zu einem „Halb-Profi“ wirst, besteht weiterhin das Problem, dass deine Kollegen keine Kenntnisse in diesem Programm haben, was dann wieder für die gemeinsame Bearbeitung der Texte zu einem Nachteil werden kann. Entweder wird dann die ganze Arbeit an dir hängen bleiben, oder evtl. musst du die Kollegen auch noch in das Programm einarbeiten. Lösung könnte ein gemeinsamer Workshop sein, wo man sich einen Profi ins Haus holt, der speziell auf eure Bedürfnisse eingeht und alle Mitarbeiter schult.
Da die Erstellung solcher Printprodukte in das Aufgabengebiet eines gelernten Mediengestalters Digital und Print fällt, könntet ihr als Alternative ebenfalls überlegen, für diese Zwecke einen Auszubildenden einzustellen, der grundsätzlich solche Tätigkeiten in eurem Hause übernimmt. Vielleicht habt ihr ja auch eine Werbeabteilung im Hause, die bereits einen Mediengestalter Digital und Print beschäftigt. Mediengestalter Digital und Print kennen sich gut mit diesen Programmen und typografischen Textgestaltung aus, ihr bindet nicht mit ungelernten Kollegen unnötig Zeit, die man an anderer Stelle sinnvoller einsetzen könnte und die Dokumente sind fehlerfrei und sehen sogar gut aus.
Nähere Infos zum Mediengestalter findest du hier:
http://www.berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/berufI…
Mit freundlichen Grüßen
Harry

Nochmals herzlichen Dank Harry,

das sind gute Anregungen. Eine Freundin meiner Tochter hat Mediengestalter gelernt - mal sehen, vielleicht kann ich die ja irgendwie einbinden. Der Knackpunkt wird wohl sein, wie schwer Indesign zu bedienen ist. Ggf. kann man zu einer zweigeteilten Arbeit kommen: Meine Kollegen und ich nehmen die fachlichen Änderungen vor, die Mediengestalter überarbeiten das Layout.

Herzliche Grüße
Conrad

Hallo, sorry für die späte Antwort. Hab ich gerade erst gesehen. Wenn man Indesign beherrscht eignet es sich auf jeden Fall - immerhin wird es professionell für Bücher und große Kataloge eingesetzt. Falls man sich nicht so sehr damit auskennst, ist vermutlich Word die bessere Wahl…