Indexfonds

Bin einer Empfehlung weiter unten mal gefolgt (so ‚ne Art Börsen-ABC bei http://www.fool.de) - die empfehlen dort statt ‚normaler‘ Aktienfonds eher sog. Indexfonds; d.h. Fonds, die den Dax oder Euro Stoxx oder… genau nachbilden.
Argumente:
a) 80% aller Aktienfonds schneiden eh‘ schlechter ab als der Index.
b) Für Indexfonds fallen nur sehr geringe Gebühren an (im Vergleich zu den doch saftigen Ausgabeaufschlägen bei ‚normalen‘ Aktienfonds), da kaum ‚professionelle‘ Analysearbeit, Fondsmanagement, etc. anfällt.

Frage:
Bei welcher deutschen Bank kann man solche Indexfonds kaufen (per Sparplan) - möglichst ganz ohne Ausgabeaufschlag?

Anm.: Die HypoVereinsbank z. B. vertreibt wohl einen solchen Indexfonds (Activest oder so?), allerdings mit 5% Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühr, etc. - d. h. der Vorteil b) kommt hier überhaupt nicht zum Tragen!!

Gruß,
Ralf

Mir wurde die Internetseite www.indexinvestment.de zum Thema nahegelegt. Ich hab dort zwar noch nicht nachgeschaut, aber die gesuchten Infos solltest Du da finden können.

Gruß
CB

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi ralf,

ich denke, du meinst wohl eher indexzertifikate. die haben normalerweise lediglich 1% kauf- und verkaufspesen und sind damit deutlich günstiger als ein fonds.
ausserdem ist es steuerlich interessant, ein indexzertifikat zu kaufen, da die anfallenden dividenden den anteilswert erhöhen, jedoch nicht steuerpflichtig sind (wenn du in der glücklichen lage bist, über den freibetrag zu kommen…)
indexzertifikate gibt es eigentlich bei jeder grösseren bank; werden natürlich oft von denen nicht so gerne angeboten, da der ertrag der bank geringer ist.
ich hoffe, ich hab dir geholfen.

viele grüsse aus luxemburg,

luximan

Bei jeder deutschen Bank gibt es die sog. „Basisinformationen“. Hier werden auch Indexzertifikate und dessen Vor- und Nachteile beschrieben.
Es gibt aber beides:
Indexzertifikate und Indexfonds.
Bei Indexzertifikaten ist die Gewichtung fest, bei Indexfonds versucht man durch aktives Management die Benchmark (hier der Index) durch Über- bzw. Untergewichtung zu schlagen. Letztere besitzen meistens auf Grund der Managementkosten einen höheren Ausgabeaufschlag.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung
Andreas Frank

indexfonds können den index, im gegensatz zu einem indexzertifikat nicht 1:1 nachbilden.
sie haben eine rechtliche grenze, es dürfen nicht mehr als 10% in einen einzelwert investiert werden. ist der anteil eines wertes >10% und steigt, folgt daraus, daß der wertanstieg nicht im gleichen maße erfolgen kann.das trifft z.b. für die telekom zu.
deshalb rate ich zu indexzertifikaten, warum manager bezahlen, welche sowieso nichts zu tun haben(analyse, auswahl usw.), da die auswahl der im index vertretenen titel nicht von ihnen vorgenommen wird.
Z. haben allerdings eine auf einige jahre begrenzte laufzeit, nach der neu investiert werden muß.
strubbel
bitte nur noch mittwoch auf diesen artikel antworten, da danach offline.

Hallo Ralph,

Du hast Recht, 80% der Fonds laufen schlechter als der jeweilige Index. Aber da gibts auch eine Alternative. Beim Marktführer, zumindest was die Wertentwicklung betrifft, also bei der DWS, da laufen 3/4 aller Fonds deutlich besser als der jeweilige Index, was sich auch belegen läßt. Und hier gibt es weder Indexfonds noch Pläne dazu, welche aufzulegen. Und ob da der einmalige Ausgabeaufschlag von 2, 3 oder 4% die Gesamtrendite beeinträchtigt, das wage ich zu bezweifeln. Entscheidend ist doch, daß Du zum Zeitpunkt des Engagements die nötigen Entscheidungskriterien bezüglich der Branche oder der Region besitzt und dann die richtigen Fonds auswählst. Und ob nun gerade der DAX der Bulle der Weltmärkte wird, das bleibt außerdem abzuwarten.
Also, wenn Du verdienen willst, dann brauchst Du Informationen oder die richtigen Empfehlungen zur rechten Zeit, nicht den Index-Fonds mit dem geringsten Ausgabeaufschlag oder den mit der geringsten Verwaltungsgebühr. Und es gibt viele Indexe. Abgerechnet wird zum Schluss.

Grüße
Boris

Hallo Boris,

die Argumentation pro Indexfonds finde ich eigentlich einigermaßen nachvollziehbar und logisch:

Die überdurchschnittlichen Fonds der Vergangenheit sind meist auch die unterdurchschnittlichen der Zukunft. Man kann von der Vergangenheit nicht auf die Zukunkt projizieren.

Von daher vielleicht statt

bei der DWS, da laufen 3/4 aller Fonds deutlich besser als der
jeweilige Index…

bei der DWS, da LIEFEN 3/4 aller Fonds deutlich besser als der
jeweilige Index…

Es gibt keine ‚für alle Zeit‘ überdurchschnittlichen’ Fonds. Die Rendite (Durchschnitt) normaler, aktiv gehandelter, Aktienfonds entspricht ungefähr der ‚Rendite‘ des Index minus der nun mal unweigerlich anfallenden Kosten (Kosten Fondsmanagement)

Entscheidend ist doch, daß Du zum Zeitpunkt des Engagements
die nötigen Entscheidungskriterien bezüglich der Branche oder
der Region besitzt und dann die richtigen Fonds auswählst.

Also, wenn Du verdienen willst, dann brauchst Du Informationen
oder die richtigen Empfehlungen zur rechten Zeit…

Ich denke mal, kein Mensch verfügt mit Sicherheit über diese Infos. Nur vom Hörensagen: Die (amerikanischen) Fondsgurus vom Anfang der 90er Jahre haben im Moment unterdurchschnittlich laufende Fonds.

Ich sehe das ganze eher als eine Risikoabschätzung:

Sparbuch, Festgeld, etc. - garantierte Zinsen
Indexfonds - ‚Rendite‘ des Index
‚normaler‘ deutscher oder europäischer Aktienfonds - ich kann über, aber mit höherer Wahrscheinlichkeit unter dem Index liegen
Lateinamerika, Asien, Neuer Markt oder so - hohe Gewinnchancen, aber ebenso hohes Verlustrisiko

Gruß,
Ralf