Indianer-Reservate

Hi folks
Wir wollten uns im Frühjahr 2010 (März/April) mal den „Wilden Westen“ zu Gemüte führen und dachten so an Arizona, eventuell auch New Mexico.
Ich würde gern einen Einblck in indianische Kulturen haben und wolle mal fragen, ob hier jemand Efahrungen gemacht hat bzgl. Reservat-Besuchen oder anderen Möglichkeiten.
Ich habe zunächst mal das Navajo-Reservat in der Nähe des Lake Powell und Monument Valley angepeilt, weil das ganz gut in unsere Route passen würde.
Hasbt Ihr diesbezüglich Erfahrungen und Anregungen?
Gruß,
Branden

Hallo Branden,

Vorab: ich war noch nie in einem Indianer-Reservat.

Ich wollte dazu nur eine anekdote diesbezüglich zum besten geben.
Ein Bekannter von mir, aus Oberbayern, wollte mit einer Gruppe einen Reservat besuchen (welchen, weiß ich nicht mehr, sorry). Er meldete sich dann in einer Gruppe, vor Ort und an dem verainbarten Tag fuhren sie hin. Dieser Bekannten (nennen wir ihn mal Otto) und seine Mitreisenden würden eindringlich empfohlen, nicht von der weiten Welt zu erzählen (sie sollten angeblich nie das Reservat verlassen haben), von allzu fremden Kulturen reden (darunter würden sie sich keine Vorstellung machen können) und nur ein paar würden brockenweise Englisch können. Also Otto & Co, kommen an. Sie werden eh erwartet. Und nach einer Weile, wo es der Gruppe was erzählt wurde, haben sich etwas verstreut durch das Reservat. Und Otto war nicht wenig überrascht als einer diesen Indianer zu ihm kam und etwas gestötert gefragt bekam wo er aus Deutschland kam.
Otto dazu: Aus der Nähe von Munich.
Indianer: Im Norden?
Otto (sehr sehr überrascht) Ja genau!
Indianer: Oh Yeah! „S-two - Petershausen“
Otto: (Noch überraschter) Und woher weiß Du das?
Indianer: US-Army near Munich!
Da dürfte alles klar sein!

Schmunzelnden Grüßen,
Helena

Liebe Helena
Auch wenn die Geschichte für manche etwas desillusionierend sein mag - mir gefällt sie.
Ich sehe es eher positiv: Mit diesem Indianer kann man über eine Menge reden.
Hugh (Grant),
ich habe gesprochen,
Gruß,
Branden

Hi Branden,

Auch wenn die Geschichte für manche etwas desillusionierend
sein mag

Warum denn??? Vestehe ich nicht weshalb…

  • mir gefällt sie.

Mir auch! Deshalb habe ich sie ja auch rein geschrieben. ;o)))

Ich sehe es eher positiv: Mit diesem Indianer kann man über
eine Menge reden.

Ganz genau. Ausserdem sie sind nun kraft Gesetz US-Bürger und somit zum Militär verpflichtet. Wenn sie dabei nach Europa müss(t)en… Er war wohl nicht der einzige! Ein sehr bekannter Beispiel: Elvis Presley.

ich habe gesprochen,

Ich habe geschrieben ;o))

Schöne Grüße,
Helena

blue suede navajo

Ein sehr bekannter
Beispiel: Elvis Presley.

genau. der bekannteste indianer der welt nach winnetou.

e.c.

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Hallo Branden,

Ich habe noch kein Reservat besucht. Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass dort alles auf Touristen ausgelegt ist, und Du nicht wirklich einen Blick in die echte Kultur der Native Americans bekommst. Aber vielleicht gibt es ja doch Interessantes zu sehen, daher mal ein paar Internetseiten, die ich gefunden habe:
http://www.explorenavajo.com/
http://ggsc.wnmu.edu/mcf/museums/nnm.html
http://www.discovernavajo.com/

Monument Valley liegt auch auf dem Gebiet der Navajo und daher werden alle Touren von Navajos durchgefuehrt. Da mag sich dann auch die Gelegenheit bieten, mit dem Guide ins Gespraech zu kommen.

Am Grand Canyon befindet sich das Gebiet der Havasupai. Dort soll es sehr spektakulaere Wasserfaelle geben. Allerdings befindet sich die „Hauptstadt“ Supai auf dem Grund des Grand Canyon und kann nur durch Helikopter oder einen 13km Fussmarsch erreicht werden:
http://www.havasupaitribe.com/home.html

Viel Spass bei der Planung!

Marcus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

Am Grand Canyon befindet sich das Gebiet der Havasupai. Dort
soll es sehr spektakulaere Wasserfaelle geben. Allerdings
befindet sich die „Hauptstadt“ Supai auf dem Grund des Grand
Canyon und kann nur durch Helikopter oder einen 13km
Fussmarsch erreicht werden:

Bin mir ziemlich sicher, das es von Hilltops(?) auch eine Bustour gibt, die hält dann zusätzlich bei einigen Aussichtspunkten (hab’s mir aber nicht genau angeschaut). Man sollte übrigens früh ankommen, am frühen Nachmittag wird der Flug-/Busbetrieb eingestellt, irgendwann gegen 14 oder 15 Uhr.
Ausserdem sollte man sich sehr genau überlegen, ob man mit einem Mietwagen da hochfährt, bei meinem spontanen Abstecher dahin hab ich jedenfalls ziemlich geschwitzt und noch mal im Vertrag die Versicherungsbedingungen geprüft :smile:

Gruß, DW.

Warum denn??? Vestehe ich nicht weshalb…

Naja, der Nimbus ist irgendwie weg oder zumindest verändert. Der große, fremde, mystische Indianer wird plötzlich zum Normalo von nebenan.
Aber ich seh schon, wir beide können damit umgehen…
:wink:
Gruß,
Branden

Interessantes zu sehen, daher mal ein paar Internetseiten, die
ich gefunden habe

Dank Dir, Marcus.
Wobei mir diese Links noch touristischer vorkommen, als die, die ich bisher im Netz fand. Aber wahrscheinlich ist die gane Welt inzwischen touristisch eschlossen. Mein bester Freund, der üerall war, von der Arktis bis zur Antarktis, von Amerikak bis Tasmanien, sieht das ganz entspannt und unserer 7köpfigen Reisegruppe optimistisch entgegen. Natürlich war er auch schon in Arizona und New Mexico, weil er ja wiegesagt überall war, aber ich wollte noch speziellere Erfahrungen mit Indianer-Begegnungen hören.
Es grüßt Dich
Branden

Hi Branden,

zusätzlich zum schon erwähnten Monument Valley (hier am besten eine „private“ Tour mit einem Jeep o.ä. buchen, nicht so eine Gruppentour mit so 'nem „Viehwagen“!) würde mir spontan der Canyon de Chelly einfallen. Hier gibt’s zwar auch Gruppentouren (genannt "Shake & Bake wegen der etwas unsanften Fahrweise und der meistens hohen Temperaturen), aber man kann sich auch von einheimischen Guides mit dem Jeep herumfahren lassen. Dabei erfährt man viel mehr und hat auch eher Gelegenheit, richtig ins Gespräch zu kommen.

Darüber hinaus denke ich noch an die diversen Pueblos am Rio Grande (Nex Mexico) - Taos ist leider ziemlich von Touristen überlaufen, aber es gibt zwischen Santa Fe und Taos einige andere, die man auch besuchen kann (unbedingt vorher informieren; an bestimmten Tagen sind die wegen Zeremonien etc. geschlossen). Oder die Hopi-Dörfer in Arizona; hier gibt’s auch geführte Touren, die sehr interessant sein sollen (ich hatte dazu leider noch keine Gelegenheit).

Wenn Dich auch die ganz alten Kulturen (also die Vorfahren der Hopi etc.) interessieren, solltest Du Dir unbedingt Stätten wie Mesa Verde, Chaco und Aztec (nicht vom Namen irritieren lassen, der stammt von unwissenden Siedlern) ansehen. Chaco ist für mich persönlich das absolute Highlight, ist allerdings nicht besonders gut zu erreichen.

Wenn Du noch weitere Tips (Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten etc.) für den Südwesten brauchst, sag’ Bescheid - ich war in letzter Zeit zweimal für jeweils 5 Wochen dort…

Viele Grüße
„Raven“

Hi Branden,

Naja, der Nimbus ist irgendwie weg oder zumindest verändert.
Der große, fremde, mystische Indianer wird plötzlich zum
Normalo von nebenan.

Stimmt. Du hast vollkommen Recht. Für mich wäre aber vielmehr eine schöne Möglichkeit, mich mit diesem Indianer zu unterhalten und ihn direkt fragen was mich so an sein Leben interessiert…

Aber ich seh schon, wir beide können damit umgehen…

Durchaus!!

:wink:

Ja genau: ;o))

Schöne Grüße,
Helena

Hallo,

Monument Valley liegt auch auf dem Gebiet der Navajo und daher
werden alle Touren von Navajos durchgefuehrt. Da mag sich dann
auch die Gelegenheit bieten, mit dem Guide ins Gespraech zu
kommen.

Ich war bisher 2mal da, einmal mit einer geführten Bustour und einmal als Selbstfahrer.
Man kann mit dem eigenen Wagen durch das Valley fahren, hat dann aber keinen Zugang zu bestimmten Teilstücken, die nur während einer gebuchten Tour angefahren werden. Während dieser besucht man auch einen Hogan und trifft Susie (wenn sie noch lebt, sie war damals schon sehr betagt), eine recht alte Navajo, die dann von ihrem Alltag erzählt und auch ein wenig über die Indianerkultur berichtet.

Das ganze ist natürlich schon sehr touristisch ausgelegt, in Kayenta, einem Ort in der Nähe in dem wir gewohnt haben, sieht man auch warum. Die Navajo verdienen ihr bisschen Geld eben hauptsächlich durch den Tourismus.
Im Valley sieht man auch genau wann wieder ein Schwarm Touristen erwartet wird, dann werden die Verkaufsstände bestückt und das schöne Indianerpferd kommt um die Ecke geritten, dann kann sich jeder Touri draufsetzen und gegen Bezahlung ein Bild von sich schießen lassen.

Zu anderen Reservaten kann ich leider nichts sagen, ich kann mir aber vorstellen, dass die „Indianerwelt“ so wie Branden sie sehen möchte, so schon lange nicht mehr existiert.

Grüße
Miriam

Hi Raven

Canyon de Chelly
man kann
sich auch von einheimischen Guides mit dem Jeep herumfahren
lassen. Dabei erfährt man viel mehr und hat auch eher
Gelegenheit, richtig ins Gespräch zu kommen.

Das klingt schonma sehr interessant!

es gibt zwischen Santa Fe und Taos einige

Das auch!

Chaco
ist für mich persönlich das absolute Highlight

Mensch, Raven, das sind alle gute Ideen, danke Dir!
Es grüßt Dich
Branden