Indigo aus Färberwaid

Hallo
ich muss für meine facharbeit indigo aus färberwaid analysieren habe aber bisher noch kein funktionierenden versuchsaufbau.
außerdem warum löst sich indigo in konz. schwefelsäure grün und wird beim erwärmen blau?
vielen dank für eure hilfe schon mal im voraus

Hallo Anne,

ich muss für meine facharbeit indigo aus färberwaid
analysieren habe aber bisher noch kein funktionierenden
versuchsaufbau.

Frage:
Was sollst Du analysieren?
Den Gehalt?
Die Farbe?
Die Struktur?

Das ist schon ein Unterschied.

Gandalf

Ich muss für meine facharbeit indigo aus färberwaid
analysieren habe aber bisher noch kein funktionierenden
versuchsaufbau.

Isolieren oder Analysieren ?Isatis tinctora. Isolieren: In meinem Brockhaus von 1895 steht: Die Blätter werden drei mal im Jahr bei trockenem Wetter abgeschniten, zu kleinen kugeligen Ballen geformt in Wannen mit Wasser übergossen und bei 15-20 Grad Celsius zur Gärung gebracht. Nach 20 Stunden zieht man die Flüssigkeit ab und scheidet durch Kalkwasser den Farbstoff ab, der sich als gelbe Masse niederschlägt. Dieser Niederschlag wird mit Salzsäure behandelt. Dann bleibt bloß der blaue Farbstoff (Indigoblau) übrig, der in Holzformen bei 60-80 Grad getrocknet wird.
Meine Intepretation des Prozesses: Kalkwasser ist wohl eine Aufschlämmung von frisch gelöschtem Ätzkalk (Vorsicht !), wenn Du Dich nicht auskennst, frage mich nochmals. Salzsäure sollte so verdünnt sein, dass der alkalische gelbe Niederschlag neutralisiert wird bzw leicht sauer wird. Wenn die Salzsäure zu konzentriert ist, kann man nicht trocknen.
Udo Becker

Ich soll den Indigo fotometrisch bestimmen und dann noch einen färbeversuch durchführen

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Hallo, Anne!

ich muss für meine facharbeit indigo aus färberwaid
analysieren habe aber bisher noch kein funktionierenden
versuchsaufbau.

Für Deine Zwecke wohl eher nicht verwendbar, aber hoffentlich interessant:
Im Mittelalter wurde Waid in großen Bottichen („Küpen“) zum Gären gebracht, da sich das Indigo in Alkohol besser löst. Hierfür wurde der Alkoholgehalt der Färberbrühe künstlich erhöht, aber nicht, indem man einfach welchen reinschüttete, das wäre zu teuer gewesen, sondern indem man den Urin von Männern, die Alkohol getrunken hatte, verwendete. Dann mußte der Waid ein paar Tage in der Brühe ziehen und dreimal täglich gewendet werden und wurde dann ein weiteres Mal mit frischer Brühe unter Salzzugabe angesetzt, wieder unter mehrmaligem Wenden. Wenn sich auf der Brühe Schimmel bildete, wurden die Stoffe und Garne eingelegt. Der ganze Vorgang benötigte ca. 2 Wochen lang schönes warmes Wetter, weshalb man auch heute noch bevorzugt bei sommerlichen Temperaturen „Blau macht“. Und wer „Blau machen“ will, muß größere Mengen Alkohol trinken, weshalb man danach „blau“ ist.

Nachzulesen bei Eva Heller: „Wie Farben wirken“.

Grüßle
Regina