Die Analyse der Frage: „Worüber möchten sie sprechen?“ ergibt für mich, dass ‚möchten‘ ein Modalverb ist und ‚sprechen‘ das infinite Vollverb. Ist denn das Modalverb ‚möchten‘ gleichzeitig auch ein Konjunktiv des Verbes ‚mögen‘?
Bei der Analyse gesprochener Sprache kann man die Verben in einen Kontext einordnen. Es gibt beispielsweise den Kontext von minus- und plusperfektisch. Ich gehe momentan davon aus, dass dieses auch nur in Perfektkonstruktionen unterschieden werden kann, oder? Und gibt es eine Hilfestellung oder einen Trick, um das Ganze zu erkennen?
Nehme ich den Satz: „Ich habe das bereut“, kann ich sagen, ich habe das zu einem bestimmten Zeitpunkt bereut und jetzt nicht mehr - dann wäre es +perf und wenn ich davon ausgehe, dass ich jetzt auch noch bereue, dann wäre es -perf.
Vielleicht kann mir ja jemand helfen. Ich bin verwirrt.
Vielen Dank
Die Analyse der Frage: „Worüber möchten sie sprechen?“
ergibt für mich, dass ‚möchten‘ ein Modalverb ist und
‚sprechen‘ das infinite Vollverb. Ist denn das Modalverb
‚möchten‘ gleichzeitig auch ein Konjunktiv des Verbes ‚mögen‘?
So ist es. Es wird aber heute kaum noch so empfunden, „möchten“ wird praktisch wie ein getrenntes Lexem behandelt. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich auch der Infinitiv möchten daraus entwickelt. Sätze wie „Möchten wird man ja wohl noch dürfen, oder?“ sind eigentlich ungrammatisch, aber irgendwie möchte man sie schon sagen dürfen, oder?
Bei der Analyse gesprochener Sprache kann man die Verben in
einen Kontext einordnen. Es gibt beispielsweise den Kontext
von minus- und plusperfektisch. Ich gehe momentan davon aus,
dass dieses auch nur in Perfektkonstruktionen unterschieden
werden kann, oder? Und gibt es eine Hilfestellung oder einen
Trick, um das Ganze zu erkennen?
Nehme ich den Satz: „Ich habe das bereut“, kann ich sagen, ich
habe das zu einem bestimmten Zeitpunkt bereut und jetzt nicht
mehr - dann wäre es +perf und wenn ich davon ausgehe, dass ich
jetzt auch noch bereue, dann wäre es -perf.
Da kann ich leider nicht weiterhelfen… oder doch? Für mich sind „ich habe das bereut“ und „ich bereute das“ bedeutungsgleich und unterscheiden sich nur stilistisch. Ich kann daher nicht (oder nur ganz schlecht) sagen, ob der Satz „ich habe das bereut“ +perf (perfektiv) oder -perf (imperfektiv) ist, weil es diesen Unterschied in meinen Augen eigentlich nur noch in der Schriftsprache gibt: Das Perfekt hätte dann perfektiven Aspekt, und das Präteritum imperfektiven. Davon ausgehend, würde ich den Satz als +perf einschätzen.
Aber wie gesagt: in großen Teilen des deutschen Sprachraums gibt’s das Präteritum nicht mehr oder nur noch ganz marginal.
In einer Konjugationstabelle bei Reverso.net steht im PQP „Ich
hatte gemöchtet“
Das hört sich für mich dann doch komisch an.
Ja, für mich auch. Laut Canoo.net gibt’s das Wort nicht. Vielleicht haben die bei Reverso.net angenommen, möchten wäre bereits ein Verb für sich.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass der Satz irgendwann grammatisch ist.