Induktive Last trotz Angabe 'Ohmsch'?

Hallo w-w-w,

Aus einer vorgegebenen Logik-Schaltung heraus steht mir der Ausgang eines Relais (AC 230V/50Hz, I_max=2A ohm’sch) für den Anschluss eines Lüfters zur Verfügung. Mein Problem ist im Moment die Angabe OHM’sch.

Sowohl beim direkten Anschließen eines passenden Lüfters als auch bei Verwendung eines weiteren Relais (z.B. für induktive Ströme) hab’ ich immer eine induktive Last an meinem Augang.

Muss/sollte ich die Induktivität kompensieren? Also Serien- bzw. Parallelkapazität?

Oder darf ich einfach annehmen: I_max wird um den Leistungsfaktor cos PHI der angeschlossenen Induktivität reduziert und gut is (z.B. I_max=1,4A bei cos PHI=0,7)? Fürchte fast nicht …
Erfahrungen zu diesem Punkt?

Habt ihr noch andere Ideen? Das Ganze soll möglichst einfach werden und (wenn überhaupt) bevorzugt nur mit passiven Bauelementen (die noch irgendwo im Lager liegen) realisiert werden.

Viele Grüße
peherr

Hallo,
ich würde folgendes sagen:
die Angabe Ohm’sch bezieht sich auf den cos PHI=1. Die Belastbarkeit reduziert sich entsprechend um den Leistungsfaktor.
Bei Elektronikschaltungen geht es aber nicht nur um die Strombelastbarkeit sondern auch um das entstehen von Überspannungen beim wegschalten (hast Du ja zwangsläufig, wenn eine Induktivität im Spiel ist). Es ist in diesem Fall eine Freilaufdiode vorzusehen.

Grüße

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Hallo CHristian,

ich würde folgendes sagen:
die Angabe Ohm’sch bezieht sich auf den cos PHI=1. Die
Belastbarkeit reduziert sich entsprechend um den
Leistungsfaktor.

Soweit, so klar!

Bei Elektronikschaltungen geht es aber nicht nur um die
Strombelastbarkeit sondern auch um das entstehen von
Überspannungen beim wegschalten (hast Du ja zwangsläufig, wenn
eine Induktivität im Spiel ist).

Genau deswegen ja die Frage, ob Kompensation notwenig …

Es ist in diesem Fall eine
Freilaufdiode vorzusehen.

Freilaufdiode bei AC? Interessante Idee … *g*

Viele Grüße
peherr

Hallo,

Es ist in diesem Fall eine
Freilaufdiode vorzusehen.

Freilaufdiode bei AC? Interessante Idee … *g*

Bei AC benutzt man vorzugsweise ein RC-Glied parallel zum Kontakt oder einen Varistor parallel zur Last.

Jörg

Bei AC benutzt man vorzugsweise ein RC-Glied parallel zum
Kontakt oder einen Varistor parallel zur Last.

Danke! Damit lässt sich was anfangen! Mal schauen, ob ich einen Varistor aus dem Lager herzaubern kann. R-C lässt sich auf alle Fälle was finden …

Gruß
peherr

Hallo peherr,

Aus einer vorgegebenen Logik-Schaltung heraus steht mir der
Ausgang eines Relais (AC 230V/50Hz, I_max=2A ohm’sch) für den
Anschluss eines Lüfters zur Verfügung. Mein Problem ist im
Moment die Angabe OHM’sch.

Oder darf ich einfach annehmen: I_max wird um den
Leistungsfaktor cos PHI der angeschlossenen Induktivität
reduziert und gut is (z.B. I_max=1,4A bei cos PHI=0,7)?
Fürchte fast nicht …

Grob: JA.

Das Problem, liegt vor allem in der Lebensdauer der Kontakte, wenn Strom und Spannung nicht gerade Meilenweit neben der Ohmschen Last liegen.
Relais-Kontakte sind eine Wissenschaft für sich. Kontakwerkstoffe, welche für kleine Ströme/Spannungen ideal sind, z.B. Gold, ist das komplett falsche Material für höhere Ströme.
SDS-Sauer hatte eine speziellen dreischichtigen Kontakt entwickelt. Die oberste Schicht war Gold, mit welchem man kurze Prellzeiten und kleine Übergangswiederstände erziehlte und auch SPannungen und Ströme im milli-Bereich und kleiner schalten konnte. Bei höheren Strömem z.B. 1A ist dann die Goldschicht weggebrannt und eine darunterliegende Schicht hat dann die Arbeit übernommen.
Wenn man allerdings einmal einen grösseren Strom mit diesem Relais geschaltet hatte, konnte man es nicht mehr für kleine verwenden.

MfG Peter(TOO)

Danke!
Danke an alle für die Infos und Hinweise

Gruß
peherr