ich habe eine vielleicht etwas übertrieben klingende Frage:
Wenn eine Person z.B. eine Türklinke anfasst, die zuvor eine Person mit einer Magen-Darm-Infektion berührt hat, und dann einige Zeit später mir ins Gesicht greift oder etwas berührt, was ich dann später esse - kann ich mich dann infizieren?
Theoretisch schon, die Chance, sich wirklich mit etwas gar Bösem zu infizieren ist aus folgenden Gründen sehr gering:
die Keimzahl ist wahrscheinlich zu niedrig
der Nährboden, auf dem die Keime wachsen sollten, reicht nicht aus
die natürliche Hautflora zerstört im Normalfall (fast) alle pathogenen Keime
viele Darmbakterien sind anaerob, das heißt für sie ist der Sauerstoff wie für den Teufel das Weihwasser
Dein eigenes Immunsystem würde eventuell durchkommende Keime auch bekämpfen
Jemand, der normal denkt und auch noch eine infektiöse Krankheit hat, wird sich nach dem Stuhlgang die Hände waschen, wie die „Gesunden“ auch.
Bis auf wenige Keime, wird der Großteil von der Magensäure getötet
es gibt sicher noch mehr Gründe, aber mir fällt momentan keiner mehr ein…
Fazit: Ausgeschlossen ist es nicht, aber es gibt keinen Grund, sich deshalb den Kopf zu zerbrechen, die Chance, den berühmten Ziegelstein auf den Kopf zu bekommen ist größer.
Bei „üblichen“ Reisedurchfällen und Salmonellen ist die Infektionsdosis sicher nicht ausreichend. Hier müßtest Du schon Lebensmittel anfassen, die Keime müßten sich hierin einige Stunden bis Tage vermehren, und dann müßtest Du eben dieses Lebensmittel verzehren.
Bei viralen Erregern ist das anders: Rotaviren sind z.B. über unbelebte Gegenstände übertragbar. Meistens erkranken Säuglinge und Kleinkinder (oft epidemisch), ältere sind Immun. Erwachsene wiederum haben ihre Immunität bisweilen wieder verloren und können neu erkranken.
Das gilt nur für Keime, die rein den Darm befallen. Bei Erregern, die einen Brechdurchfall im Rahmen einer richtigen systemischen Infektion verursachen (Typhus u.v.a.m.) sieht das jeweils noch ein bißchen anders aus.
Bei viralen Erregern ist das anders: Rotaviren sind z.B. über
unbelebte Gegenstände übertragbar. Meistens erkranken
Säuglinge und Kleinkinder (oft epidemisch), ältere sind Immun.
Erwachsene wiederum haben ihre Immunität bisweilen wieder
verloren und können neu erkranken.
Werden diese ganz häufig auftretenden Brechdurchfall-Erkrankungen, die ja oft ganze Schulklassen (oder Familien) erwischen, durch Rotaviren übertragen?
Wie kann man dem vorbeugen? Genügt es, sich gründlich die Hände zu waschen oder kann eine Übertragung auch auf indirektem Weg erfolgen?