Infernaltemorismus

Hallo,

die Angstmache der Religionen vor „ewiger Verdammnis“ mit einem einzigen, treffenden Begriff benennen, der die Niederträchtigkeit und den Zynismus dieses Bestrebens schlagwortartig miteinbezieht, wollten wir DAS nicht schon immer?

Hier ist er, nur drei Tage alt, frisch kreiert zum alsbaldigen Gebrauch bestimmt! :smile:

„Infernal“ kommt von „Inferno“ und das bedeutet auf deutsch „Hölle“.

Auch „Terrorismus“ statt „Temorismus“ hätte es getroffen, denn „Terror“ bedeutet wie „Temor“ „Angst, Furcht“. „Terrorismus“ ist allerdings schon belegt und obgleich die religiöse Angstmache natürlich „Psychoterror“ darstellt, würde ein Begriff namens „Infernalterrorismus“ zu sehr an 9/11 oder Baader-Meinhof erinnern.

Genau wie „Obskurantismus“ das „Bestreben,…“ bedeutet, „…andere unwissend zu halten, sie abergläubisch zu machen und an eigenständigem Denken zu hindern“, definiere ich das Bestreben von Religionen zum Zwecke der Vermehrung ihrer Macht und Ausweitung ihres Einflußbereichs, Höllenangst zu schüren und dabei selbst den einzigen Ausweg (aus „ewiger Verdammnis“) anzubieten, hiermit als „Infernaltemorismus“.

Was meint Ihr dazu? Wie findet Ihr den Begriff „Infernaltemorismus“? Trifft er das Phänomen? Oder weiß jemand einen besseren?

Gruß, Uwe

Hallo UWE,
Das denke ich ergibt sich auch aus dem religiös - liturgischen Dauerappell, die Geschöpfe sollten ihren Schöpfer lobpreisen, verherrlichen, anbeten, ihm danken und vor ihm auf die Knie fallen.

Diese Ermahnungen und Drohungen die ihren Ursprung in patriarchalisch-despotischen Verhältnissen nicht verleugnen können – hier der absolute Herrscher, dort die demütigen Untertanen-, beweisen erneut: Der Schöpfergott und seine Kirchen verzichtet ungern auf das Halleluja seiner Geschöpfe. Ein Zeichen innerer und äußerer Unabhängigkeit,oder gar Vollkommenheit ist das kaum.

Um sich als Schöpfer zu beweisen, bedarf ein Gott der Welt; die Welt bedarf Gottes nicht. Sie besteht aus sich selber, ungeworden und unvergänglich, freilich auch völlig gleichgültig gegenüber dem Wohl und Wehe ihrer Geschöpfe.

Gruß,
markus

Hallo UWE,

meine Namensgebung für dieses Phänomen währe „Gehirnwäsche“
Da diese Angst und Gefügigmache bei vielen Menschen schon in der frühen Kindheit beginnt.
Gruß,
Markus

Markus, gilt das auch für die Politik?

Beim Holocaust-Glaube? Oder sollte ich mich da irren?

Danke für Deine Weiterhilfe

Hallo Otto,
ja.
Alle Regierungen fordern blinden Glauben, auch die Göttliche.
Es mussten schon viele Menschen (heute noch) auch im Namen der Religion sterben.
Gruß
markus

meine Namensgebung für dieses Phänomen währe „Gehirnwäsche“

Hallo Markus,

„Gehirnwäsche“ wäre mir zu allgemein, denn es bezeichnet nicht den religiösen Zusamenhang. Außerdem ist das Wort bereits belegt mit jener allgemeineren Bedeutung. Ich favorisiere also nach wie vor meine Kreation.

Gruß, Uwe

Hallo,

ich darf Dir, im Namen Gottes in Jesu Christi, verbindlich
sagen, daß es dieses „inferno“, mit dem geistliche Vordenker,
also Rabbinen, Priester, Pfarrer usw. gern aus Eigenmacht- und
Vormachtdenkerei „hausieren“ gehen, so nicht gibt! Es ist
Panikmache.

so, so. Sorry, aber es geht mir ausschließlich um den Begriff. Der Rest steht außer Frage (bin, gottseidank :wink: , Atheist).

Gruß, Uwe

Hallo Otto,

Ich behaupte, dass Gott sich mindestens an dem Standard messen lassen muss, den eine leidlich kompetente Gruppe intelligenter Menschen hervorbringt. Wenn Gott es nicht besser kann, dann ist die Anwendung des Begriffs „Vollkommenheit“ bedeutungslos in Bezug auf dieses Wesen.

Man sollte sich in jedem Glauben die Freiheit nehmen diesen kritisch zu hinterfragen,ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.
Aber dies ist, denke ich in einem gewissen Glaubensstadium für viele nicht mehr möglich.
Gruß
Markus

Hallo Otto,

Wie weit muss ich denn abheben um meine Denkweise zu ändern?
ich habe mit meiner Denkweise und Einstellung keine Probleme und bleibe lieber im „irdischen“ Bereich.

Warum hat Gott überhaupt die Welt geschaffen, obwohl er doch ein in sich selbst vollkommenes Wesen sein soll, das in seiner Majestät keines anderen bedarf ? Die biblische Antwort – Gott schuf sich die Welt als sein Gegenüber und den Menschen als sein Ebenbild – provoziert unvermeidlich den Einwand: Da Gott nichts Sinnloses tut, muß ihm vorher etwas gefehlt haben. Wenn er aber ein Gegenüber brauchte, weil er einen Mangel litt, war er nicht in sich vollkomen. Schöpfertum und Vollkommenheit schließen sich aus.
ich kann mir nicht vorstellen daß eine Missionierung bei mir Erfolg haben würde.
Da bin ich in diesem Punkt zu sehr Realist und hat mit wollen nix zu tun.
Gruß
Markus

Lieber Markus,

ich falsche Adresse dafür. Du fragen Gott selber, tu es!
Warum Gott die Welt geschaffen hat - ich weiß es, ein Christ
weiß das auch, frag doch Ihn deswegen, dann weißte es aus
erster Hand. Wer hindert Dich, Gott einfach mal ernst zu
nehmen und aufrichtig um Hilfestellung dabei zu bitten? Na?
Ich etwa? Oder ein Widerspruchsgeist - tief in Dir selber
drinnen???
Du philosophierst, anstatt Gott wirken zu lassen, das kann nix
werden, wirklich nicht! Ist nur menschliche Logik von Dir
dazu, die greift nun mal immer zu kurz, bei göttlicher?
Siehste das wenigstens dazu ein?
Markus, ich will Dir doch nix böses! Nur Dir helfen, endlich
die Frage gehaltvoll! selber zu lösen. Du kannst das, ich weiß
das. Nur - willste wirklich? Das ist die Frage! Dein Otto

Lieber G Ott o
Ich kann nicht an einen Schöpfer glauben der zumindest mitverantwortlich für die Qualen und Leiden besonders der Kinder auf seiner geschaffenen Welt ist.
Es ist für mich purer Zynismus und Unglaubwürdig wenn da noch von einem Liebenden und gerechten Gott gepredigt wird.

Ich glaube eher daß Du derienige bist der hier wirklich Hilfe braucht!
Oder bist gar Du Gott und weisst es nur noch nicht?
Wird man dies je erfahren?
Sag du mir bitte noch zum Schluss. Warum hat Gott die Welt erschaffen? habe leider seine Adresse nicht um ihn selbst zu fragen.

Gruß
Markus