Inflation - Altersvorsorge

Hallo,
seit nun 10 Jahren bin ich Selbstständig und versuche meine Altersvorsorge so zu zahlen, daß ich mit 60 Jahren in Ruhestand gehen kann. So wie es bis jetzt aussieht, wird wohl nichts daraus.
Hat es noch Sinn, wenn ich monatlich € 800,-- für die Vorsorge einzahle, wenn man mit einer Inflation bis spätestens 10 Jahren rechnen muß. Oder sollte ich alles Stilllegen und das Geld lieb in eine Immobilie, Gold,oder andere ??? stecke?
Vielleicht kann mir ein " Experte " einen Rat geben. Natürlich weiß ich, daß man nichts vorhersagen kann, aber das Risiko vielleicht etwas minimieren.

Hallo Michael,

so durcheinander, wie du hier schreibst, kann dir leider keiner helfen. Erstmal weiß man nicht wie alt du bist (nur, dass du vermutlich einmal 44 warst, als du den Nickname gewählt hast). Dann weiß man nicht, auf welche Art und wieviel du bisher gespart hast. Man weiß nicht, in welche Vorsorgeform du einzahlst. Und was du mit

einzahle, wenn man mit einer Inflation bis spätestens 10
Jahren rechnen muß. Oder sollte ich alles Stilllegen und das

meinst, bleibt schleierhaft. Inflation misst man nicht in Jahren, sondern in Prozent pro Jahr. Meinst du, dass über die nächsten 10 Jahren eine hohe Inflation herrschen wird? Würde ich nicht darauf wetten. Jetzt kommt erst mal eine Rezession mit Deflationsgefahr, und was danach kommt, ist offen. Inflation kann man bekämpfen.

Wenn du dich gegen Inflation absichern möchtest und deine Ersparnisse ausreichend flüssig sind, könntest du einen Teil in inflationsgeschützte Anlagen, z.B. Bundesanleihen, umschichten. Aber auch andere Formen von Sachwertanlagen, z.B. Aktien- oder offene Immobilienfonds, sind der Inflation nicht so stark ausgesetzt.

Gold wäre vermutlich nicht so schlau, da der Goldpreis momentan sehr hoch ist.

Viele Grüße,
Sebastian

Hallo Sebastian
einzahlen muß ich noch 16 Jahre u. bezahlt habe ich seit meiner Selbstständigkeit, also 10 Jahre in Rentenfounds, jetzt auch Rister, Rürup u. kleine LV. Wenn ich mir ausrechne, dass ich in den letzten 2 Jahren umsonst einbezahlt habe, weil das Kapital sich nicht vermehrte, verliere ich das Vertrauen zu meinem Berater. (AWD)
Als Inflation verstehe ich eine Geldentwertung und als Rezession bzw. Depression einen wirtschaftlichen Rückgang der nicht unbedingt mit einer Inflation einhergehen muß. Oder verstehe ich als Laie das falsch.
Ich habe eben bedenken, wenn soviel Geld in die Wirtschaft gesteckt wird, wie zur Zeit, dass plötzlich zuviel Geld im Umlauf ist und plötzlich das Geld nichts mehr wert ist.

Hallo Michael,

Hat es noch Sinn, wenn ich monatlich € 800,-- für die Vorsorge
einzahle, wenn man mit einer Inflation bis spätestens 10
Jahren rechnen muß.

Da müsste man zuerst einmal wissen, in WAS du da überhaupt einzahlst.

Oder sollte ich alles Stilllegen und das
Geld lieb in eine Immobilie, Gold,oder andere ??? stecke?

Nun ja, wenn du dich mit Immobilien auskennst? Dann könnte es deshalb eine gute Idee sein, weil du dann deine Anlage diversifiziert hättest. Du hättest also die Immobilie und das andere, was immer es ist, in das du EUR 800,- pro Monat einzahlst.

Gold würde ich persönlich derzeit nicht kaufen, weil es schon recht hoch steht.

Es kann ja nicht schaden, wenn du dich auf dem Immobilienmarkt einmal umsiehst. Solange du nun nicht auf Teufel komm raus irgendwas kaufst, nur weil es vielleicht eine Inflation gibt.

Übrigens, was ich bei Immobilien noch bedenken würde: Die Bevölkerung in Deutschland ist rückläufig. Wenn dann noch eine schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt dazukommt, dann laufen einer bestimmten Gegend die Leute weg. Immobilien sind dann erstaunlich günstig zu haben: http://cgi.ebay.de/ehemaliges-Apothekerhaus-am-Alten…

In anderen Gegenden hingegen sind die Preise geringfügig höher:
http://cgi.ebay.de/Muenchen-Berg-am-Laim-Vermietete-…

Beim Immobilienkauf wäre es natürlich anzustreben, dass man in einer Gegend kauft, die einen stabilen oder steigenden Wert der Immobilie garantiert.

Schöne Grüße

Petra

Hi,

Wenn ich mir ausrechne, dass ich in den letzten 2 Jahren umsonst :einbezahlt habe, weil das Kapital sich nicht vermehrte, verliere ich :das Vertrauen zu meinem Berater. (AWD)

Für deine eingezahlten Gelder sind „Papierschnipsel“ gekauft worden. Sagen wir 1000 8einfach eine fiktive Zahl). Die sind jetzt, leider, recht wenig wertt, aber sie sind noch vollzählig da. Hat ja keiner ein Lagerfeuer damit gemacht - es würde dir nur im Moment keiner besonders viel Geld dafür geben.
Das bedeutet aber auch, dass du für die Beiträge, die du im Moment in deine Altersvorsorge steckst, mehr Aktien etc bekommst als sonst (in Stück).
Stell dir mal vor, der Wirtschaft geht es wieder besser, ewas über den Zeitraum von 16 Jahren betrachtet gar nicht so unwahrscheinlich ist… der Dax wieder bei 8000 oder 9000 … und das alles bei deinen fonds, die du für so billig wie grad eben gekauft hast … Deine älteren Anteile haben wieder den Wert von vorher, und die jetzt gekauften ein Vielfaches ihres jetzigen WErtes …
Ich würde nicht sagen, dass Du umsonst eingekauft hast. Wenn sich das ganze gar nicht wieder erholt, haben wir ganz andere Probleme als Geld.

Die Franzi

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Hallo Sebastian
einzahlen muß ich noch 16 Jahre u. bezahlt habe ich seit
meiner Selbstständigkeit, also 10 Jahre in Rentenfounds, jetzt
auch Rister, Rürup u. kleine LV. Wenn ich mir ausrechne, dass
ich in den letzten 2 Jahren umsonst einbezahlt habe, weil das
Kapital sich nicht vermehrte, verliere ich das Vertrauen zu
meinem Berater. (AWD)

Hat Dir dieser Berater etwa geraten zur Altersvorsorge in einen Riestervertrag einzuzahlen? Macht das für Selbständige denn überhaupt Sinn? Und was soll in diesem Zusammenhang eine Lebensversicherung bringen? Da verlierst Du an Provisionen (gerade auch für diesen tollen Berater) etc. mehr Geld, als bei einer Inflation. Wahrscheinlich gibt´s auch noch eine fondsgebundene Lebensversicherung.
Wenn man 800€ im Monat übrig hat, sollte man vielleicht mal ein paar Euronen für einen unabhängigen Berater ausgeben. Also für einen, der für seine BERATUNGSleistung Geld nimmt, und nicht an den Provisionen verdient. Den genau diese trüben den Blick eines AWD-Beraters (und wie die Firmen sich auch alle nennen mögen).

Als Inflation verstehe ich eine Geldentwertung und als
Rezession bzw. Depression einen wirtschaftlichen Rückgang der
nicht unbedingt mit einer Inflation einhergehen muß. Oder
verstehe ich als Laie das falsch.

Also wenn man sich strikt auf eine Geldentwertung beschränkt, dann kann man das so sehen.

Ich habe eben bedenken, wenn soviel Geld in die Wirtschaft
gesteckt wird, wie zur Zeit, dass plötzlich zuviel Geld im
Umlauf ist und plötzlich das Geld nichts mehr wert ist.

So plötzlich wird´s schon nicht passieren, aber es spricht doch recht viel dafür, da es mittel- bis langfristig darauf hinausläuft.

MfG

Hallo

einzahlen muß ich noch 16 Jahre u. bezahlt habe ich seit
meiner Selbstständigkeit, also 10 Jahre in Rentenfounds, jetzt
auch Rister, Rürup u. kleine LV.

wenn man das so liest, dann basiert Deine Altersvorsorge erzeit hauptsächlich auf festverzinslichen Wertpapieren (je nachdem, was in Riester und Rürup genutzt wird).
Dann wäre grundsätzlich etwas Streuung geschickter.
Wenn man sich mal die großen Krisen der Vergangenheit angesehen hat, dann ist man mit einer breit angelegten Strategie immer recht klimpflich rausgekommen.
Dazu würde gehört, dass Du Dir Gedanken über Rohstoffe, Immobilien und Aktien machst.
Am einfachsten ist der Zugang zu diesen Märkten über Investmentfonds.

Und nicht erschrecken lassen, weil viele Bereiche in den letzten Monaten gefallen sind. Lieber als Sonderangebot sehen.

Wenn ich mir ausrechne, dass
ich in den letzten 2 Jahren umsonst einbezahlt habe, weil das
Kapital sich nicht vermehrte, verliere ich das Vertrauen zu
meinem Berater. (AWD)

Wenn Du vor 2 Jahren abgeschlossen hast, dann ist es normal, dass die ersten beiden Jahresbeiträge für die „Abschlusskosten“ draufgehen.
Wenn es sich um eine Fondsgebundene Anlage handelt, dann ist es schonmal super, wenn Du in diesem Zeitraum keine großen Verluste hast.
Für die Finanzkrise kan auch der AWD-Verkäufer nichts (außer er ist Ami und heisst A. Greenspan :wink:).

Als Inflation verstehe ich eine Geldentwertung und als
Rezession bzw. Depression einen wirtschaftlichen Rückgang der
nicht unbedingt mit einer Inflation einhergehen muß. Oder
verstehe ich als Laie das falsch.

Rezession wirkt sich i.d.R. eher Inflationsdämpfend aus, wie ja auch im Moment zu sehen ist.

Ich habe eben bedenken, wenn soviel Geld in die Wirtschaft
gesteckt wird, wie zur Zeit, dass plötzlich zuviel Geld im
Umlauf ist und plötzlich das Geld nichts mehr wert ist.

So schlimm wirds nicht. Wenn die Inflation steigt, steigen auch die Zinsen und man verdient als Anleger mit Zinspapieren wieder mehr. Zumindest, wenn die Anlage einigermaßen sinnvoll gemanaged wird.
Unterm Strich musst Du Dir die Nettoverszinsung anschauen.
Bsp:
Wertpapier bringt 5% Zinsen p.a. bei 3% Inflation ist genauso gut 3,5% Zinsen bei 1,5% Inflation usw… .

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,

nur aus Interesse:

Warum und wieso gibt es so eine große Angst vor der Inflation? Auf was für Informationsquellen stützt man sich da?

Wann tritt denn die Zeit der großen Inflation ein?

Wie hoch wird denn die Inflation dann sein?

Grüße
kcj